Nordeifel - Jugendherbergen in der Nordeifel mit konstanten Übernachtungszahlen

Jugendherbergen in der Nordeifel mit konstanten Übernachtungszahlen

Von: hes
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Naturerlebnis und Abenteuer ve
Naturerlebnis und Abenteuer verspricht die Jugendherberge Rurberg - das zieht offenbar bei den jungen Gästen. Über 30 000 Übernachtungen zählte das Haus 2011. Foto: Heiner Schepp

Nordeifel. Hotels, Pensionen und Ferienwohnungen in der touristischen Nordeifel hängen mit ihren Erfolgszahlen am Tropf des Wetters. Ein schlechter Sommer oder verregnete Übergangsjahreszeiten können da schon mal ins Kontor schlagen. Nicht so bei den Jugendherbergen.

Zwar gehen auch hier die Übernachtungszahlen schon mal auf leichte Berg- und Talfahrt, im Großen und Ganzen aber stellen die Jugendherbergen in unserem Raum touristisch seit Jahren eine feste und verlässliche Größe dar. Dies geht auch aus dem Jahresbericht 2011 der Jugendherbergen im Rheinland hervor.

„Monschau? Kenn ich. Da war ich als Schüler mal in der Jugendherberge.” Oft bekommt man diesen Satz von Besuchern zu hören, die, mittlerweile Erwachsen und samt Familie oder mit Freunden noch einmal in das Städtchen zurückkehren, wo sie als Kinder oder Jugendliche spannende Tage und Nächte verbracht haben.

Zumeist ist dann die Jugendherberge auf der Burg Monschau gemeint, mit Baujahr 1930 die zweitälteste Herberge im Rheinland überhaupt. Auch im stolzen Alter von über 80 Jahren erfreut sich das mit 103 Betten kleinste Haus der Nordeifel konstanter Beliebtheit, zwischen 16.000 und 17.000 Übernachtungen schwanken die Jahreszahlen. Diese Zahlen sind beachtlich, da aufgrund der Lage auf einem historischen Gelände und in einem denkmalgeschützten Gebäude Sanierung und Modernisierung nicht so möglich sind wie beispielsweise in Nideggen, wo das Haus komplett abgerissen und neu gebaut wurde. Dafür wirbt die Jugendherberge im urigen Gemäuer mit ihren Ritterprogrammen „In den Katakomben von Monschau” und „Die Eselleute von Burg Monschau”, die bei den Kindern und Jugendlichen sehr gut ankommen.

Endlich wieder Schwimmen

Nach einem leichten Besucherrückgang im vergangenen Jahr erhofft sich Herbergsvater Michael Drewniok vor allem von der Wiedereröffnung der Schwimmhalle einen positiven Schub. „Wir haben uns ja auch aktiv in die Standortdiskussion eingeschaltet, weil das Schwimmbad, das unsere Gäste zu Fuß in zehn Minuten erreichen können, ist schon ein Standortvorteil”, so Drewniok.

Diese Meinung teilt er mit seinem Kollegen Thomas Ritter von der Jugendherberge am anderen Ende von Monschau, auf dem Hargard. „Es sind sicher keine Gäste zu Hause geblieben, nur weil das Vennbad geschlossen war. Aber es hat uns und vor allem den Gästen bei der Freizeitgestaltung, vor allem bei schlechtem Wetter, schon gefehlt”, so Ritter.

Was auf der Burg die Ritter sind, sind am Hargard die Schmuggler. Das Schmugglerprogramm, das spielerisch die bewegte Geschichte des Monschauer Landes behandelt, erfreut sich neben den erlebnispädagogischen Wanderungen wachsender Beliebtheit, besonders bei den Schulen, die das Gros der Gäste am Hargard ausmachen.

Immerhin zehn Prozent der Gäste des 131-Betten-Hauses vor den Toren Monschaus kommen aus Benelux und Frankreich, wie der Herbergsvater seiner Statistik entlockt.

Modernisierung 2015

Im Jahr 2015 soll am Hargard in großem Stile modernisiert werden, energetisch und einrichtungstechnisch soll das Haus dann auf den aktuellen Stand gebracht werden.

Die positivsten Zahlen der drei Nordeifel-Jugendherbergen schrieb im Jahr 2011 der Standort Rurberg, die „Jugendherberge für Natur- und Abenteuersport”, wie es auf der Website heißt. Herbergsleiter Thomas Kralik schreibt dies in erster Linie den späteren Sommerferien und einem starken November zu, als überdurchschnittlich viele Schulen erlebnisreiche Tage am Rursee verbrachten. Hochseilgarten, Kletterturm, der umliegende Wald und die Programme am und auf dem See kommen bei Schulen, Vereinen und Jugendgruppen gut an, „80 Prozent unserer Gäste buchen solche Bausteine oder Programme für ihren Aufenthalt gleich mit”, so Kralik.

Wie in den beiden Monschauer Jugendherbergen kommen auch in Rurberg die meisten Gäste aus Nordrhein-Westfalen speziell und Deutschland allgemein. Mit 31 225 Übernachtungen war die Jugendherberge Rurberg auch 2011 Spitzenreiter des Eifeltrios, dabei konnte das 188-Betten-Haus seine Zahlen um satte 4,2 Prozent oder 1266 Übernachtungen steigern. Die Burg Monschau zählte 16.600 Übernachtungen, Hargard 15.902.
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