Monschau - Jugendherberge Hargard strahlt in neuem Glanz

Jugendherberge Hargard strahlt in neuem Glanz

Von: maxs
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Kunstvoll gestaltet: Die beauftragte Baufirma überreichte den Herbergseltern eine ansprechend gestaltete Torte anlässlich der Wiedereröffnung der Jugendherberge Hargard. Foto: Max Stollenwerk
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Gut gelaunt bei der Eröffnung der Jugendherberge Monschau Hargard: Margareta Ritter, Friedhelm Kamps, Thomas Ritter, Helmut Etschenberg und Ludwig B. Bühl (v. l. )

Monschau. Die Sonne strahlte vom Himmel, zahlreiche geladene Gäste waren erschienen, und von der einstigen Baustelle war keine Spur mehr zu sehen: Der Wiedereröffnung der Jugendherberge Monschau-Hargard stand nichts mehr im Wege

. Nach circa neunmonatiger, intensiver Bauphase, in der grundlegende Dinge wie das Dach und die Dämmung des Gebäudes erneuert, Nasszellen für jedes Zimmer installiert oder die Eingangshalle neu gestaltet wurde, stand am vergangenen Samstag die Wiedereröffnung an.

Vor Beginn des offiziellen Teils standen für die Gäste reich haltig Häppchen bereit, zum Empfang gab es standesgemäß Sekt zum Anstoßen.

Gebäudecharakter erhalten

Der Vorsitzende des Deutschen Jugendherberg-Landesverbandes Rheinland, Ludwig B. Lühl, lobte in seiner Rede vor allem „die gelungene Gestaltung und den Erhalt des ursprünglichen Gebäudes, das seit nunmehr 50 Jahren existiert“. Alle Beteiligten hätten ihr Möglichstes getan, um zum Gelingen beizutragen und die Investition in dieses Gebäude habe sich zweifellos bezahlt gemacht.

Auch Städteregionsrat Helmut Etschenberg, der sich selbst zwinkernd als „Landrat mit Sternchen“ bezeichnete, da der Begriff für den ein oder anderen wohl noch nicht so geläufig ist, war zur offiziellen Eröffnung erschienen. Er bekannte, dass er sich „hier wohl und zu Hause“ fühle, bevor er die „faszinierende Architektur“ sowie die „freundliche Innenausstattung“ lobte.

Mit dem Hohen Venn und dem Vennbahnradweg habe die Jugendherberge am Hargard „einzigartige Naturerlebnisse“ in unmittelbarer Nähe zu bieten, so dass man sich um die Zukunft keine Sorgen zu brauchen mache.

Über drei Millionen Euro investiert

Das für über drei Millionen Euro grundlegend sanierte Haus, lediglich die Küche ist nicht verändert worden, verfügt über 132 Betten in insgesamt 32 Zimmern. Im Gegensatz zur vorherigen Ausstattung ist nun auch in jedem Zimmer eine eigene Dusche sowie ein WC vorhanden und ein barrierefreies Zimmer für Rollstuhlfahrer gehört zur Einrichtung. Neben fünf Tagungsräumen und dem weitläufigen Außengelände, hat die Herberge unter anderem einen Grillplatz, einen Spielplatz sowie einen Discoraum zu bieten. Besonders für Radfahrer ist die Jugendherberge nun auch geeignet, da sie als erste der 35 Jugendherbergen des Landesverbandes Rheinland das Qualitätssiegel „Bett + Bike Sport“ erhalten hat.

Auch Flüchtlinge fanden Platz

Natürlich bietet sie daneben Angebote zur Naturerkundung für Schulen oder Ferienangebote für Kinder an, da Schulklassen und Jugendgruppen weiterhin das Hauptklientel an Gästen bilden.

Die Bürgermeisterin von Monschau, Margareta Ritter, hob vor allem das Engagement der Jugendherbergseltern, Thomas und Sieglinde Ritter, hervor. „Nicht nur beim Umbau, sondern auch 2014 bei den Flüchtlingsströmen haben Sie sich durch die Aufnahme von Asylsuchenden stets kooperativ und hilfsbereit gezeigt“, lobte sie das Ehepaar. Bevor sie einen Blumenstrauß an Sieglinde überreichte, sagte sie noch, dass „Monschau neben Köln die einzige Stadt im gesamten Rheinland“ sei, die zwei Jugendherbergen vorweisen könne. Zudem sicherte sie dem Ehepaar Ritter zu, dass die Stadt Monschau als Geschenk zur Wiedereröffnung den Weg von der Jugendherberge zum Vennbahnradweg ausschildern werde.

Friedhelm Kamps, der Geschäftsführer des Deutschen Jugendherberg-Landesverbandes Rheinland betonte, dass sie Jugendherber einen Ort darstelle an dem „alle Menschen willkommen“ seien. Auch Ute und Michael Wahn, die leitenden Architekten während des Umbaus, waren gekommen und dankten für die gute Zusammenarbeit, bevor sie das Haus offiziell wieder an die Herbergseltern übergaben. Eine klassische Schlüsselübergabe gab es dabei jedoch nicht, da die Herberge seit Anfang August bereits wieder für Gäste geöffnet hat.

Nicht mehr wiederzuerkennen

Thomas Ritter, der bereits seit 1979 für das Jugendherbergswerk tätig ist, und seine Frau Sieglinde sahen sichtlich zufrieden aus. Für ihn und seine Frau waren die abgelaufenen Monate sicherlich eine anstrengende Zeit, doch jetzt wird wohl langsam wieder der Normalbetrieb einkehren. Nachdem der offizielle Teil beendet war, gab es noch Führungen durch die Herberge, bevor es anschließend ein Mittagessen für alle Gäste ab.

Ab 14 Uhr fand bei strahlendem Sonnenschein der Tag der offenen Tür statt. Die vielseitigen Attraktionen vom Baum- und Kistenklettern, bis hin zum Taschen bemalen fanden dabei großen Anklang und rundeten die Wiedereröffnung der Jugendherberge ab.

Die insgesamt 9000 Gäste in 2016, die die Herbergseltern noch bis Jahresende erwarten, dürfen gespannt sein auf die nicht mehr wieder zu erkennende Jugendherberge.

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