Jugenddorf Woffelsbach: Erste Betreiber haben schon angefragt

Von: P. St.
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Was dürfen die Woffelsbacher
Was dürfen die Woffelsbacher Bürger künftig in Woffelsbacher Bucht erwarten? Die gut besuchte Bürgerinformation im Haus Rurseeklänge wurde zu einer lebhaften Diskussionsrunde. Foto: P. Stollenwerk

Woffelsbach. Wer in Woffelsbach seine Ruhe sucht, der findet sie. Während die beiden anderen Orte an der Rurtalsperre, Rurberg und Einruhr, mit zügigen Schritten in den zurückliegenden Jahren ihre touristische Entwicklung belebt haben, ist Woffelsbach ein wenig in Vergessenheit geraten.

Mit dem Schwerpunkt Jugendtourismus in der Woffelsbacher Bucht sollen neue Zielgruppen angesprochen werden. Doch wie bei einer Bürgerversammlung deutlich wurde, behagt nicht allen Bürgern das geplante Jugenddorf.

„Mit Jugendlichen lässt sich kein Geld verdienen”, kritisierte ein Bürger, der in Woffelsbach seinen Zweitwohnsitz hat und lieber den Schwerpunkt Familien mit Kindern gesehen hätte. Er sehe die Gefahr, dass es durch Lärm und andere negative Begleiterscheinungen zu Kollisionen mit den Stammgästen komme.

Simmeraths Bürgermeister Karl-Heinz Hermanns verwies darauf, dass man diese Konzeption auch im Hinblick auf die bereits bestehenden Angebote am Rursee, bewusst gewählt habe.

Das Problem der Gewährleistung von Sicherheit und Ordnung sehe er in allen Orten „wo Veranstaltungen für Jugendliche stattfinden.” Zu Erleichterung der Ortsansässigen teilte der Bürgermeister mit, dass die Einrichtung einer Diskothek nicht vorgesehen sei.

Wichtig bei der Umgestaltung der Woffelsbacher Bucht sei aber doch in erster Linie, dass das Projekt „mehr Möglichkeiten für den ganzen Ort” biete, indem das gesamte Gelände öffentlich zugänglich werde und das Umfeld aufgewertet werde. Dazu gehört auch eine teilweise Pflasterung des Randweges.

Ein Thema der Diskussion war auch das Schwimmen im Rursee, das laut Auskunft von Herbert Polcyzk vom Wasserverband Eifel-Rur nach strenger Auslegung der Verordnung verboten sei, doch was über Jahrzehnte in der Praxis erfolge, werde toleriert. Würde man das Schwimmen gestatten, müsse im Gegenzug für eine Aufsicht gesorgt werden.

Was künftige Betreiber für das Jugendferiendorf betrifft, dürfte kein Mangel herrschen. Obwohl die Gemeinde Simmerath erst in den nächsten Wochen eine öffentliche Ausschreibung startet, haben bereits jetzt, so war zu hören, die ersten Interessenten angeklopft.
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