Jugendbericht: Arbeit mit Jugendlichen ist Sache der Vereine

Von: Peter Stollenwerk
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Nicht alle Jugendlichen in der Gemeinde Simmerath nutzen das Angebot der 130 Vereine. Doch abgesehen von diesem Angebot sind die Freizeitmöglichkeiten für Jugendliche in der Gemeinde eher überschaubar. Foto: Archiv/P. Stollenwerk

Simmerath. Die Jugendarbeit in der Gemeinde Simmerath wird in der Hauptsache durch die Vereine gewährleistet. Dies geht aus dem Jugendbericht 2015 hervor, der jetzt in der Sitzung des Generationen-, Schul- und Sportausschusses vorgestellt wurde. Das Ergebnis einer Befragung der Vereine im Sommer 2015 findet sich im Jugendbericht wieder.

In der Gemeinde Simmerath gibt es rund 130 Vereine mit den unterschiedlichsten Angeboten, die aktive Jugendarbeit betreiben. Die Befragung wird von der Gemeinde Simmerath im zweijährigen Abstand vorgenommen. Demnach waren zum Zeitpunkt der Erhebung 4189 Jugendliche bis zum Alter von 26 Jahren in Vereinen der Gemeinde Simmerath gemeldet.

Da gleichzeitig in der Gemeinde Simmerath 3883 Kinder und Jugendliche bis zum Alter von 26 Jahren lebten, liegt die Schlussfolgerung nahe, dass viele Kinder und Jugendliche in mehreren Vereinen Mitglied sind, auch wenn nicht alle jugendlichen Vereinsmitglieder in der Gemeinde Simmerath wohnhaft sind.

Seitens der Gemeinde Simmerath wird die Jugendarbeit in den sport- und kulturtreibenden Vereinen inklusive der Bezuschussung von Jugendferienmaßnahmen mit rund 5000 Euro im Jahr gefördert. Auch die Städteregion fördert die Vereinsjugendarbeit. Der Pauschalbetrag beläuft sich auf 2,75 Euro pro Kind.

Laut Statistik zählt die Hansa-Gemeinschaft Simmerath innerhalb der Gemeinde die meisten jugendlichen Mitglieder (396), gefolgt vom SV Germania Eicherscheid (246), der Tanzwerkstatt Simmerath (197), dem TuS Lammersdorf (165), dem SV Nordeifel (150), dem SC Komet Steckenborn (147), dem TSV Kesternich (140), dem SV Roland Rollesbroich (125) und dem Verein für Heimatgeschichte und Dorfkultur Lammersdorf (99).

Um die Entwicklung innerhalb der Vereinsjugendarbeit zu bewerten, hatte Stephan Kaever (SPD) die Vergleichszahlen des Simmerather Jugendberichtes 2013 herangezogen. Demnach sei ein Rückgang um 8,8 Prozent bei der Zahl der Jugendlichen in Vereinen festzustellen. Die Zahl der Jugendlichen in der Gemeinde Simmerath insgesamt habe im gleichen Zeitraum um 5,5 Prozent abgenommen. Offenbar, so folgerte Kaever, „wird es für die Vereine auch schwieriger, Jugendliche zu erreichen“.

Außerhalb der vereinsgebundenen Angebote ist im Wesentlichen nur noch das Programm des Jugendcafés Simmerath von Bedeutung. Das niederschwellige Angebot für Jugendliche zwischen zwölf und 18 Jahren wird seit dem Jahr 2003 angeboten. Rund 30 Stammbesucher finden sich hier an den vier Öffnungstagen in der Woche ein. Das Jugendcafé hatte im Jahr 2015 an 145 Tagen geöffnet. Darüber hinaus gab es eine Vielzahl von Zusatzangeboten, von Berufsorientierung bis hin zu Ferienfahrten. Die Städteregion Aachen finanziert den Jugendtreff mit einem jährlichen Zuschuss von 18.500 Euro.

Die Gemeinde Simmerath stellt die Räumlichkeiten in der ehemaligen Volksschule zur Verfügung. Das Jugendcafé Simmerath steht auch in enger Kooperation mit der Streetworkerin für den Südkreis Aachen. Diese sucht auch regelmäßig bekannte Treffpunkte von Jugendlichen, wie zum Beispiel den Bushof Simmerath, auf. Über solche Kontakte sollen diese Jugendlichen an das Jugendcafé angebunden werden.

Insgesamt wurden im vergangenen Jahr auf diese Weise rund 90 Jugendliche bei verschiedenen Fragen und Problemen begleitet. Sehr gut in Anspruch genommen wird auch die Online-Sprechstunde der Streetworkerin, die über das soziale Netzwerk Facebook einmal wöchentlich angeboten wird.

In zahlreichen Einzelfallgesprächen hatte sich im Laufe des vergangenen Jahres bereits abgezeichnet, dass der Umgang mit Drogen ein Schwerpunktthema des Jahres 2016 sein würde.

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