Jugendbericht 2014: Die meisten Kinder leben in Konzen

Von: ag
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Der Jugendbericht der Stadt Monschau wurde nun dem Sozialausschuss der Stadt vorgelegt. Grafik: ZVA

Monschau. In der Stadt Monschau leben 12.195 Einwohner (Stand 2014), 2108 davon sind Kinder und Jugendliche bis 18 Jahre. Das entspricht einem Anteil von 17,29 Prozent. Die meisten Kinder und Jugendlichen leben in Konzen (432), gefolgt von Mützenich (394) und Imgenbroich (317). Die wenigsten Menschen unter 18 Jahren leben in Rohren und Widdau (133) und der Monschauer Altstadt (234). Das geht aus dem Jugendbericht für das Jahr 2014 hervor, der jetzt dem Sozialausschuss der Stadt Monschau vorgelegt wurde.

Die Gesamtzahl der Kinder und Jugendlichen bewegt sich in etwa auf dem Vorjahresniveau. Rückläufig ist Zahl in Imgenbroich (-14) und Kalterherberg (-14), Höfen stagniert (-1), während die Altstadt Monschau (+14), Konzen (+7), Mützenich (+4) und Rohren (+11) Zuwächse verzeichnen konnten.

52 Vereine leisten Jugendarbeit

„Im Bereich der Jugend- und Sozialarbeit nimmt die Vereinsjugendarbeit in der Stadt Monschau eine ganz herausragende Stellung ein“, heißt es im Jugendbericht der Stadt Monschau. Insgesamt sind bei der Stadt Monschau 52 Vereine mit Jugendabteilungen registriert. Wettkampfmöglichkeiten werden in nahezu allen Sportarten angeboten. „Daneben bieten die musikalisch-kulturellen Vereine in Zusammenarbeit mit der Musikschule Monschau ebenfalls eine fast lückenlose Angebotspalette von der Instrumentalausbildung bis zum Gesang, dem Theaterspiel bis zur Mitarbeit in den Heimatvereinen.

Die Jugendgruppen der Feuerwehr, des Eifelvereins, des Schachclubs, der Bogenschützen und vieles andere mehr komplettieren dieses Angebot.“ Sichergestellt würden diese Aktivitäten von einer Vielzahl ehrenamtlicher Helfer. „Ohne diese Ehrenamtler in unseren Vereinen, circa 1500 an der Zahl, wäre ein derart umfangreiches und vielfältiges Angebot nicht denkbar“, heißt es in dem Bericht.

„Die Stärkung und Anerkennung der Vereinsjugendarbeit als bedeutender Eckpfeiler der Jugend- und Sozialarbeit war und ist das Ziel der Jugend- und Sozialpolitik in Monschau.“ Die Schaffung und Bereithaltung der notwendigen Infrastruktur genieße daher oberste Priorität. So seien seit 1999 im Haushaltsplan Mittel in Höhe von jährlich zwischen 2500 und 10000 Euro für die Vereins- und Jugendinvestitionen bereitgestellt worden.

In Höfen ist eine große Zahl von Jugendlichen gleich in mehreren Vereinen Mitglied. Der rechnerische Anteil der in Vereinen organisierten Jugendlichen betrug im Jahr 2014 in Höfen 147,72 Prozent. Die meisten jungen Mitglieder hat hier der TV Höfen (177), gefolgt von der Karnevalsgesellschaft Biebesse (109) und dem Musikverein „Lyra“ Höfen (62). Auf den hinteren Plätzen landen der Kirchenchor (0), der Schäferhundeverein (2) sowie Krippenverein und Eifelverein (8).

In Imgenbroich betrug der Anteil der in Vereinen organisierten Jugendlichen im Jahr 2014 160,25 Prozent. Diese Zahl ist aber differenziert zu betrachten, da im Tanzclub Dash und im Treckerverein Monschauer Land eine Vielzahl von ortsübergreifenden Mitgliedschaften zu verzeichnen ist.

Im Jahr 2012 lag der Anteil der Jugendlichen noch bei 60,58 Prozent. Die meisten Mitglieder unter 18 Jahre hat der Tanzclub Dash (278), gefolgt vom FC Imgenbroich (127) und dem Verein für Heimatgeschichte (51). Keine Mitglieder unter 18 Jahre haben das Trommler- und Pfeiferkorps, der Kirchenchor und der Verein Condra.

In Kalterherberg betrug der Anteil der vereinsorganisierten Jugendlichen 110,54 Prozent. Die meisten jungen Mitglieder hat der TV Kalterherberg (122), gefolgt von Eifelverein (58) und SV Kalterherberg (57). Die wenigsten Mitglieder unter 18 Jahre haben der Kirchenchor (0) und der Heimatverein (0) gefolgt vom Schachclub (6).

In Konzen liegt der Anteil der Jugendlichen in Vereinen bei 168,98 Prozent. Aber auch hier ist die Zahl differenziert zu betrachten, da der TV Konzen viele Mitglieder aus anderen Orten hat. Der TV Konzen beheimatet dann auch die meisten Jugendlichen unter 18 Jahren (531). Es folgen der Theaterverein „Concordia“ (47) und der Musikverein „Eintracht“ (39). Die wenigsten Kinder und Jugendlichen haben die Eifeler Landfrauen (0), der Kirchenchor (0) und die Jugendfeuerwehr (15) vorzuweisen.

In der Monschauer Altstadt sind lediglich 89,32 Prozent der Kinder und Jugendlichen Mitglied in Vereinen. Die meisten jungen Mitglieder hat der TuRa Monschau (188). Mit großem Abstand folgen der Kanuclub (10) und die Musikvereinigung „Montjoie“ (5). Der Eifelverein und die Jugendfeuerwehr haben jeweils zwei Mitglieder unter 18 Jahren, keine haben der Geschichtsverein Monschauer Land, der Kirchenchor, die Bürgerschützen „Montjoie“ und die Kolpingfamilie.

In Mützenich liegt der Anteil der Kinder und Jugendlichen bei 133,76 Prozent. Die meisten von ihnen sind Mitglied im TV Mützenich (279), gefolgt von TuS Mützenich und dem Musikverein „Eintracht“ (66). Keine Mitglieder unter 18 Jahre haben Sielmanns Natur-Ranger, der Eifelverein und der Kirchenchor. Der Imkerverein hat ein junges Mitglied, die Schützenbruderschaft St. Bartholomäus deren zwei.

In Rohren liegt der Anteil der in Vereinen organisierten Jugendlichen bei 99,25 Prozent. Die meisten sind Mitglied des SV „Bergwacht“ Rohren (112). Der Musikverein „Lyra“ Rohren hat 13 junge Mitglieder, die Schützenbruderschaft „St. Cornelius“ (7), keine haben der Gesangsverein und der Verein für Heimatgeschichte.

Offene Angebote

Neben den Angeboten in den Vereinen gibt es weitere umfangreiche Angebote im Bereich der teiloffenen und offenen Jugendarbeit für die Kinder und Jugendlichen, die sich nicht oder nicht umfassend durch das Angebot der Vereine versorgt fühlen.

„Die Entwicklung ist wie in den Jahren zuvor erfreulich“, sagte Benno Palm (CDU) in der Sitzung des Sozialausschusses. Roland Krökel (SPD) schloss sich an. „Wenn man in andere Kommunen guckt, leben wir hier im Paradies“, betonte Uli Kühn (CDU).

In seinen Augen sei die Leistung der Vereine mehr als nur ein Pfeiler in der Jugendarbeit. Gregor Mathar (SPD) hatte den demografischen Wandel im Blick und warnte vor zu viel Euphorie. „Wir müssen aufpassen, dass es auch so bleibt“, sagte Mathar und dankte allen Ehrenamtlern. „Das kann man mit Geld nicht gut machen.“

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