Jugend- und Öffentlichkeitsarbeit wird beim Eifelverein verstärkt

Von: peo
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Ehrungen vor großer Kulisse: Hauptgeschäftsführer Manfred Rippinger (2. v. l.) und Hauptvorsitzende Mathilde Weinandy (4. v. l.) ehrten bei der FrühJahrestagung des Eifelvereins mit der grünen Verdienstnadel Dietmar Bothe aus Roetgen (Mitte) und die Eicherscheider Anita Franzen, Alfred Corda, Herbert Franzen und Günter Scheidt. Foto: Peter Offermann

Eicherscheid. Hunderte Wanderfreunde von Ortsgruppen aus Nah und Fern, von Neuss bis Trier, empfing die Ortsgruppe des Eifelvereins aus Eicherscheid um Herbert Franzen am Samstag. Den Einsatz und die Organisation dieses großen Eifelvereinstreffens lobte die Hauptvorsitzende Mathilde Weinandy, die in einer voll besetzten Eicherscheider Tenne die Anwesenden begrüßte,

Unter den Gästen waren auch Ortsvorsteher Günter Scheidt, Dr. Bernd Läufer und Simmeraths Bürgermeister Karl-Heinz Hermanns. Letzterer hob in seinem Grußwort den Ort der Veranstaltung hervor. So lobte er die einzigartige Entstehungsgeschichte der Tenne, welche in 100-prozentiger Eigenleistung und in nur zehn Monaten fertiggestellt wurde: „Auf diese Leistung kann man als Bürgermeister stolz sein. Ich freue mich, Sie hier in einem Dorf, welches durch die Tenne, das Sportheim, den Kunstrasenplatz und die Reithalle sinnbildlich für ehrenamtliche Leistungen steht, begrüßen zu dürfen.“ Auch Hermanns lobte die gute Organisation der Ortsgruppe und empfahl den Gästen einen Besuch im Bauernmuseum.

Über die Finanzen des Hauptvereins gab Schatzmeisterin Anita Knuppert Auskunft und konnte trotz sinkender Mitgliederzahlen ein positives Ergebnis verkünden.

In der anschließenden Diskussionsrunde wurde die Problematik der Partnermitgliedschaften diskutiert. Hier appellierte der Vorstand an alle Anwesenden, diese zu überprüfen und korrekt anzugeben. Denn nur Hauptmitgliedschaften führen ihren Anteil an den Hauptverein ab. Verstirbt das Hauptmitglied, muss die Witwe oder der Witwer von Partnermitglied auf Hauptmitglied umnotiert werden. Hier bestehe das Problem, dass dies von einigen Ortsgruppen nicht ordnungsgemäß vorgenommen werde.

Wie bei jeder Frühjahrstagung üblich, wurden wieder langjährige Mitglieder vor großer Kulisse geehrt. Für langjährige Verdienste in ihren Ortsgruppen wurden Dietmar Bothe (Roetgen) und Alfred Corda, Anita Franzen, Herbert Franzen sowie Günter Scheidt (alle Eicherscheid) mit der grünen Verdienstnadel ausgezeichnet.

Die silberne Verdienstnadel erhielten Felizitas Schulz (Hillesheim), Karl-Heinz Hermanns (Strauch), Hans Eberhard Peters (Rheinbach) und Prof. Dr. Wolfgang Schmid (Untermosel).

Mit der goldenen Verdienstnadel wurden Karl-Josef Schmid (Marmagen) und Hermann Rosenzweig (Schlich) bedacht.

Ebenfalls fester Bestandteil war die seit 2007 vorgenommene Verleihung des Wolf-von-Reis-Preises. Auf den dritten Plätzen landeten die Ortsgruppen aus Neuss – wegen ihres herausragenden „Singkreises“ – und Brühl – die jährlich einen Martinszug mit über 1000 Kindern organisiert.

Den zweiten Platz belegte die Ortsgruppe aus Rott wegen ihres pfiffigen Kulturprogramms.

Den ersten Platz teilten sich die Ortsgruppe Neuerburg wegen ihrer Verdienste um die Denkmalpflege und die Ortsgruppe Kalterherberg, die sich um die Brauchtumspflege verdient gemacht hat und Kindern die Kunst des Brotbackens und des Heumachens näherbringt.

Als neuer Hauptwanderwart wurde Arno Kaminski gewählt. Seinem Vorgänger Siggi Verdonk sprach Mathilde Weinandy herzlichen Dank für die jahrelange Arbeit und seine Verdienste aus.

Abschließend präsentierte Hauptgeschäftsführer Manfred Rippinger das neue Logo des Eifelvereins. Es ist nun moderner gestaltet, mit drei Streifen, die das „E“ des Eifelvereins symbolisieren – blau für den Himmel, braun für die Erde und grün für die Farbe der einzigartigen Eifelwälder.

Vertieft werden soll die Kooperation mit der Eifel-Tourismus GmbH. Daneben schlug er einige Satzungsänderungen vor, die Einstimmig angenommen wurden. Stolz verkündete er, das 35 000 Euro in neue Werbemittel wie Flyer, Aufkleber und Aluminiumschilder investiert werden konnten, ohne hier öffentliche Mittel zu beantragen oder Haushalte zu belasten.

„An erster Stelle steht der Blick in die Zukunft. Auch wenn wir grundsätzlich gut und stark aufgestellt sind, werden zukünftig, wenn wir hier nicht gegensteuern, viele Ortsgruppen aufgrund von Mitgliederrückgang wegfallen“, so Rippinger weiter. Daher werde der Fokus verstärkt auf die Jugendarbeit und Öffentlichkeitsarbeit, insbesondere in den „Sozialen Medien“ – wie etwa Facebook – gelegt werden.

Es wurde nicht nur getagt in Eicherscheid. So nahmen über 100 Mitglieder der Ortsgruppen des Eifelvereins an zwei Wanderungen am Vormittag teil. Die eine führte über den Flurheckenweg durch die einzigartige Heckenlandschaft des Gastgeber-Dorfes Eicherscheid, eine zweite über den Dreitälerweg durch die naturbelassenen Täler von Belgenbach, Holzbach und Drosselbach.

Nach der Sitzung gab es noch die Möglichkeit, den Eicherscheider Ortsvorsteher Günter Scheidt bei einer Besichtigung des Bundesgolddorfes und seinen Sehenswürdigkeiten – wie beispielsweise dem liebevoll eingerichteten Bauernmuseum – zu begleiten. Die nächste Frühjahrstagung findet dann am 5. Mai 2018 in Troisdorf statt.

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