„Jugend forscht“: Wenige Minuten entscheiden über den Sieg

Von: Alina Schreiber
Letzte Aktualisierung:
7257021.jpg
Ein besonderer Erfolg für das St.-Michael-Gymnasium: Simon Huppertz und Kristof Heck präsentieren ihr Experiment, das ihnen bei „Jugend forscht“ den ersten Platz im Regionalentscheid eingebracht hat. Foto: A. Schreiber

Monschau. 27 Jahre lang war es in den Tiefen der Physiksammlung des St.-Michael-Gymnasiums (MGM) verschollen, und wurden nun wieder zum Leben erweckt. Dieses wiederbelebte Experiment brachte Simon Huppertz und Kristof Heck im Regionalentscheid bei „Jugend forscht“ den ersten Preis.

Im Sommer beschlossen die beiden Jungs sich im Rahmen ihrer Facharbeit in Physik ein Experiment von Heinrich Hertz vorzunehmen, das vor 27 Jahren bereits von dem ehemaligen Kalterherberger Schüler Walter Thomas am St.-Michael-Gymnasium in Angriff genommen wurde. Simon und Kristof machten sich zur Aufgabe, das alte Experiment weiterzuführen, zu überprüfen und schließlich zu überarbeiten. Dabei stand die Frage „Kann das so funktionieren, oder was kann man verbessern?“ klar im Vordergrund, berichtet Betreuer Ulrich Arndt, der zugleich Lehrer am MGM ist.

„Im Sommer haben wir beschlossen am Wettbewerb teilzunehmen, aber im November haben wir dann mal angefangen“, berichten Simon und Kristof. Der Wille war zwar da, aber erst im Herbst packte sie richtig der Ehrgeiz, sich genauer mit dem Experiment auseinanderzusetzen. Sehr viele Dinge mussten ausgetauscht und verbessert werden, damit später gute Ergebnisse erzielt werden konnten.

So steckten sie all ihren Elan und ihr physikalisches Wissen in das Projekt, bis am Mittwoch, 15. Januar, letztendlich Abgabetermin war. Aber es war knapp. Um 23:54 Uhr kam ihre Arbeit beim regionalen Koordinator an. „Bei der zweiten Abgabe war es noch knapper“, erzählt Simon mit lachendem, aber auch ein wenig verzweifeltem Gesichtsausdruck.

Bei der Vorstellung ihres Experimentes am 14. Februar im dritten physikalischen Institut der RWTH Aachen begutachteten dann gleich zwei Jurys nacheinander die Projekte, bevor diese anschließend von der Öffentlichkeit besichtigt werden konnten. Vor Ort waren eine Jugendjury, bestehend aus Auszubildenden des Instituts, und die Regionaljury, die den Teilnehmern dann hilfreiche Tipps mit auf den Weg gab.

Die Tipps konnten sie dann bis zum 21. Februar an ihren Experimenten verwirklichen. An diesem zweiten Abgabetermin kam die überarbeitete Version von Kristof und Simon sogar erst um 23:57 Uhr an. So entschieden letztendlich nur wenige Minuten über den Sieg im Regionalentscheid bei „Jugend forscht“.

Aber die jungen Forscher nahmen nicht nur einen Preis entgegen. Die Jugendjury übergab den Schülern des St.-Michael-Gymnasiums zusätzlich einen Sonderpreis. Die Begeisterung der Juroren war groß, da ihnen überragend genaue Messergebnisse, ein exakter Versuchsaufbau und ein sehr gelungener Vortrag geboten wurden.

So war es all die Zeit und Arbeit wert, die die Jungs zusammen mit ihrem Betreuer Ulrich Arndt in das Experiment gesteckt haben. Durch ihre beeindruckende Leistung haben sie den Wettbewerb für sich gewissermaßen noch verlängert. Der Regionalsieg hat sie für den Landeswettbewerb im April in Leverkusen qualifiziert, auf den sie sich nun vorbereiten müssen. Und so steuern sie nicht nur immer mehr dem Abitur entgegen, sondern auch einem weiteren Erfolg mit der Physik.

Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert