Jürgen Beckers in Höfen: Schenkelklopfen schon nach Minuten

Von: lm
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Auch diesmal war Jürgen B. Ha
Auch diesmal war Jürgen B. Hausmann in Höfen wieder der Schenkelklopfer. Foto: Lea Mertens

Höfen. „Isch glaub et disch!”, so lautet das neue Programm des rheinischen Kabarettisten Jürgen Beckers, alias Jürgen B. Hausmann, der mittlerweile schon weit über die Region hinaus Erfolge feiert und immer wieder aufs Neue die Lachmuskeln seiner Zuschauer gekonnt bis aufs Äußerste strapaziert.

Im richtigen Leben ist Beckers Lehrer für Latein und Griechisch, auf der Bühne in seinem dezenten Anzug, ohne Kostüm und auch sonst mit nur wenigen Requisiten, stellt Hausmann auf den ersten Blick nicht den „typischen Komiker” dar, und dennoch schafft es kaum jemand so wie er, die Zuschauer für zwei Stunden lang in seinen Bann zu ziehen.

So war es auch für die rund 350 Zuschauer am vergangenen Freitagabend in der Höfener Vereinshalle, wo der beliebte Komiker bereits zum fünften Mal gastierte, um insbesondere seine neuesten Darbietungen zum Thema, wie man hier „so sprechen tut”, vorzustellen. So bedient er sich auch jetzt, wie in seinen vorhergegangenen Programmen, des Dialekts, den „unsere Sprache”, das Platt so mit sich bringt, oder anderer ortstypischer, grammatikalisch indes eher fragwürdiger Formulierungen, prädestiniert hierfür der Titel der Programms „Isch glaub et disch!”

Überhaupt nutzt der Comedian die Sprache gekonnt als komödiantisches Mittel und versteht es gleichzeitig, sich den sprachlichen Finessen des Rheinischen zu widmen und mit den amüsanten Redewendungen, wie „Wenn kein Wetter ist, tüten die Puten”, das Publikum zu begeistern.

Thematisch hat sich der herausragende Entertainer wieder mit Alltagssituationen beschäftigt, deren Eindrücke er in diesem Programm verarbeitet hat und in denen sich jeder der Eifler Zuschauer wiederfinden konnte. Durch seine pointierte Darstellung hatte er das Publikum schon nach wenigen Augenblicken für sich gewonnen, das gar nicht anders konnte, als mit herzhaftem, sehr ausgelassenem Lachen, zu reagieren. Geschickt verstand Beckers es auch hier, die Reaktionen des Publikums in den Fokus des parodistischen Geschehens zu rücken und durch passende Kommentare in einen amüsanten Dialog mit seinen Gästen zu treten.

Natürlich waren auch bei dem aktuellen Programm Erläuterungen der Beziehung zwischen den zwei Geschlechtern oder auch der jeweiligen Schwiegermutter nicht wegzudenken, die insbesondere die anwesenden Pärchen in zustimmendes Gelächter ausbrechen ließen. Wie sich ein Mann wohl fühlt, wenn er gezwungen ist, mit seiner Frau die „Jardinen” aufzuhängen, verdeutlichte Hausmann, selbst stehend auf einer Leiter, kämpfend mit besagtem Stück Stoff, jedoch von seiner imaginären Frau im Stich gelassen. Humorvolle Kommentare zum Eifler Wetter, bei dem er in diesem Jahr die Berge an Schnee vermisste, durften genauso nicht fehlen, wie lokale Witze, die einen Ausflug zum Öcher Bend oder die Parksituation in Aachen auf die Schippe nahmen.

Als zweifacher Vater war für Hausmann natürlich auch das Thema der Kindererziehung ein Muss, bei dem er insbesondere durch die verwandten Anglizismen, wie „Indoorspielplatz” die Lacher auf seiner Seite hatte. Bei dem Thema Kinder ist das der Schule auch nicht weit, so dass Hausmann sich, ganz selbstironisch, über seinen eigenen Beruf des Lehrers und dessen Interpretationen zu „pädagogisch höchst bedenklichen” Dingen, wie Pippi Langstrumpf, köstlich amüsierte.

An dieser Stelle schwelgte er in Erinnerungen seiner Kindheit, legte einen Tanz zum passenden Lied zu Pippi Langstrumpf auf die Bühne, dachte beispielsweise an Pausenspielchen wie „Gummitwist” und verpackte diese in mehrdeutige, pointierte Witze Selbstredend gehörten zum Programm des Komikers zahlreiche gesangliche Darbietungen.

Musikalisch am Keyboard begleitet von Harald Claßen, präsentierte jener bekannte Songs mit eigenen Texten, die das Publikum zum Mitsingen und herzhaftem Lachen animierten.
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