Jubiläumsfest: „Die Frauenhilfe ist wie ein stabiles Netz“

Von: Max Stollenwerk
Letzte Aktualisierung:
13567567.jpg
Bereits seit der ersten Stunde helfend aktiv: Die „Gründungsfrauen“ der Roetgener Frauenhilfe feiern mit vielen anderen Gästen ihr Doppeljubiläum. Foto: Max Stollenwerk
13567571.jpg
Neben Roetgens Bürgermeister Jorma Klauss (l.) überbrachten auch viele Mitglieder aus Kirchenkreis und Vorstand Glückwünsche an die Leiter der Frauenhilfe, Ingeborg Schildknecht und Wolfgang Köhne (2. u. 3. v. r.).

Roetgen. Vor der Tür des evangelischen Gemeindehauses Roetgen sind das Knallen von Sektkorken und ein munteres Stimmengewirr zu hören, denn die Frauenhilfe Roetgen sowie der Frauen- und Müttertreff feiern hier ihr gemeinsames Jubiläum. „Die Ursprungsidee der Frauenhilfe war es, Bildungsprogramme in die Bevölkerung zu bringen“, hebt Pfarrer Wolfgang Köhne die Gründungs-Motivation hervor, die auch heute noch aktuell ist.

Der Vorsitzende der Älteren Frauenhilfe Roetgen verweist auch auf das „soziale Netzwerk mit der Möglichkeit des Austauschs“, das durch die Frauenhilfe geschaffen worden sei.

Das evangelische Gemeindehaus, unmittelbar neben der evangelischen Kirche in Roetgen gelegen, ist passend zum Jubiläum geschmückt, und die erste Kerze auf dem großen Adventskranz brennt bereits. Nach einem feierlichen Gottesdienst unter dem Motto „Sonne der Gerechtigkeit, gehe auf zu unserer Zeit“ – gestaltet durch die Evangelische Frauenhilfe – ist das evangelische Gemeindehaus anschließend der Treffpunkt zur doppelten Jubiläumsfeier. Denn nicht nur die Frauenhilfe feiert ihr 70-jähriges Bestehen, sondern der Frauen- und Müttertreff Roetgen ist seit 40 Jahren vor Ort aktiv. Auch wenn die Sonne an diesem ersten Advent nicht am Himmel zu sehen ist, trübt dies die Stimmung am Festtag keineswegs.

„Besuchsdienst und Neuankömmlinge willkommen heißen“, so beschreibt Ingeborg Schildknecht als langjähriges Mitglied der Frauenhilfe zwei zentrale Aufgaben. Dabei spiele zurzeit auch die Situation rund um die Flüchtlinge in Roetgen eine große Rolle. Wichtig ist ihr aber auch die Rolle der Frau, die „eine Entwicklung durchlebt hat und nicht mehr nur für Kinder, Kirche und Küche verantwortlich ist, sondern ebenfalls Kritik äußern kann und soll“.

Gast der Jubiläumsfeier ist auch Rolf Gündel vom Kirchenkreis Aachen, der betont, dass es „auf dem Land noch starke Gruppen der Frauenhilfe gibt, auf die man sich verlassen kann“. Ebenfalls ist der Kreisverband Aachen der Frauenhilfe vertreten und beschreibt die Frauenhilfe passend als ein „gutes Netz mit vielen Schnüren und starken Knoten, das durch Zusammenhalt geprägt ist“. Roetgens Bürgermeister Jorma Klauss weist auf die „wichtige Rolle der Frauenhilfe in der Gemeinde Roetgen“ hin und ermutigt die aktiven Frauen „die Dinge weiter anzupacken, Kritik zu üben und auf sich aufmerksam zu machen“.

Die Geschichte der Frauenhilfe Roetgen ist im Gemeindehaus zudem auf zahlreichen Bildern dokumentiert. Dort sind wichtige Stationen der vergangenen Jahrzehnte dargestellt. Nach dem offiziellen Teil werden Suppe, belegte Brötchen und Gebäck gereicht und Ingeborg Schildknecht sagt, dass sie „das Programm für das nächste Jahr bereits geplant“ habe und dass sie auch den Gottesdienst wieder mitgestalten wolle. Getreu ihrem Motto „mit Gottes Händen zu neuen Aufgaben“ wird sie der Frauenhilfe auch zukünftig treu bleiben.

Im Blickpunkt des Jubiläums standen auch die 13 Gründungsmitglieder des Frauen- und Müttertreffs von 1976: Liebgard Döbbelin, Liane Rothemund, Edelgard Homann, Karin Inga Liebtrau, Christa Metzger, Christa Pfeuffer, Helga Pinson, Inge Schaarschmidt, Ingrid Schlicht, Ingrid Schweppe, Elke Trautwein und Ingeborg Schildknecht. Später hinzu kamen Hanne Stuckenburg, Heike Suck, Evelyn Braun, Hildegard Kuhlo, Symone Kaiser, Kerstin Pfleging, Angelika Krügel und Ingrid Fischer. In der Älteren Frauenhilfe treffen sich Hanne Lore Bethke, Hanne Beckmann, Katharina Emonts-Holley, Gisela Liffmann, Christel Miksch, Liane Rothemund und Anneliese Brinkkötter mit Pfarrer Wolfgang Köhne.

Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert