Ju-Jutsu: Prümm denkt über weitere Amtszeit nach

Von: M. S.
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Abteilungsleiter Robert Prümm (rechts) und seine Vorstandscrew: Die Ju-Jutsu-Abteilung im Rurberger SV präsentierte sich gut aufgestellt. Foto: Manfred Schmitz

Rurberg/Huppenbroich. Bereits mehr als sechs Jahrzehnte engagiert sich Robert „Robby“ Prümm, Abteilungsleiter der Ju-Jutsu-Abteilung im Rurberger SV, ehrenamtlich für die aus Asien stammende Kampfsportart. Diese Passion erbte er wohl vom Vater, denn: „Der war Judo-Lehrer.“

Doch der Sohn, gebürtiger Aachener, der mit seiner Familie in Huppenbroich heimisch wurde, ist offenbar kein bisschen amtsmüde. Im Gegenteil: „Wenn in einem Jahr zur Vorstandsneuwahl kein geeigneter Nachfolger für mich gefunden sein sollte, hänge ich noch drei Jahre an, wenn die Mitglieder es wünschen.“ Dies erklärte Prümm im Rahmen der Jahreshauptversammlung.

Er begrüßte dazu am Montagabend im Huppenbroicher Gasthof „Zur alten Post“ über 20 Mitglieder und Gäste. Sie hörten Berichte der einzelnen Ressortleiter, erlebten Ehrungen verdienter Mitglieder und die kommissarische Neubesetzung einer Vorstandsfunktion. Zugleich stellte sich den Nordeifeler JJ-Freunden Michael Dederichs, der neu ernannte Vorsitzende des RSV, vor. Er besitzt langjährige Erfahrung in der Vorstandsarbeit und trat die Nachfolge von Kurt Hilger an, der unterdessen zum Ehrenvorsitzenden ernannt wurde. Dederichs anerkannte, im Ju-Jutsu-Sport des RSV, dem zahlenmäßig stärksten Bereich des Rursee-Clubs, werde „gute und engagierte Arbeit geleistet“. Daher empfehle er Robert Prümm, „über eine Verlängerung seiner Amtszeit nachzudenken, statt über die Beendigung seiner Karriere“.

Abteilungsleiter Prümm ließ in seinem Rechenschaftsbericht das verflossene Vereinsjahr Revue passieren. Er habe, führte er aus, in Begleitung von Nachwuchssprecher Björn Wilden, den Verein auf mehreren Fachtagungen des Ju-Jutsu-Verbandes auf Bezirks- und Landesebene vertreten. Den aktuellen Mitgliederbestand bezifferte Prümm auf 128 Sportkameraden, darunter 29 Frauen und Mädchen. Der Sprecher teilte mit, er nehme als RSV-Beauftragter in der Öffentlichkeit permanent die Interessen des Vereins wahr. Mehrere Sportler aus dessen Reihen besuchten erfolgreich Lehrgänge auf Bundes-, Landes- und Bezirksebene. Derzeit, so der Vortragende, beschäftige die JJ-Abteilung neun vom Landessportbund NRW lizenzierte Trainer der Graduierung C/Breitensport, einen Coach für Leistungssport, elf Assistenten und drei Kursleiter.

30 Teilnehmer/innen stellten sich mit durchweg guten Ergebnissen den Prüfungen zum Erwerb gelber und blauer Gurte. 16 JJ-Sportler, sagt Prümms Statistik aus, erreichten „nach jahrelanger, qualifizierter Ausbildung“ den DAN-Grad mit Meisterlorbeer.

Neben auf der Matte erbrachter Top-Leistungen kamen auch Geselligkeit und Miteinander nicht zu kurz; das lustige „Nikolaus-Training“ erfreute sich einmal mehr größter Beliebtheit.

Beachtliche Erfolge verbuchte die Ju-Jutsu-Kampfgruppe bei Turnieren auf nationaler Ebene. Für Maya Albracht, Christoph Beckers und Peter Leister gab es auf der Landesmeisterschaft NRW in Reken dritte beziehungsweise fünfte Ränge. Pia Beckers wurde in Limburg Deutsche Meisterin. Im westdeutschen Championat erzielten Maya Albracht und Peter Leister Bronze. Maya Albracht gehört dem Landeskader des NRW-Landesverband Ju-Jutsu an.

Prümm dankte der bisherigen Schriftführerin Kerstin Gillessen für gut verrichtete Vorstandstätigkeit; sie fand in Katja Förster ihre Nachfolgerin. Der Abteilungsleiter lobte die erfolgreiche Zusammenarbeit mit dem Dachverein RSV wie mit dem gesamten Trainerkader, insbesondere im Jugendbereich.

Jugendleiter Björn Wilden bezeichnete das Jahr 2015 in seinem Jahresrückblick als „abwechslungsreich und erfolgreich“. Die Jugendlichen hätten bewiesen, „dass sie einiges drauf haben“. So stellten sich 20 Kandidaten der Prüfung zum Gelbgurt. Derzeit, erläuterte Björn Wilden, in Personalunion Sportwart/ Breitensport und Fachjugendleiter, seien 74 von insgesamt 128 Mitgliedern der Ju-Jutsu-Abteilung jünger als 18 Jahre. Deren Trainingseifer sei enorm: „An einem Freitag stehen im Schnitt 59 Nachwuchskräfte mit fünf ihrer Betreuer auf der Matte“. Apropos Trainingsfleiß: Kerstin Körner erfuhr Lob und Anerkennung; sie war 2015 am häufigsten zu Übungseinheiten präsent.

Kassiererin Birgit Bauer meldete bei Verkündung ihres Zahlenwerks im Geschäftsjahr leichte Verluste. Gleichwohl fand Revisor Jörg Melchior nur Lob für die Buchführung der Schatzmeisterin: „Ihre Finanzen sind in einem geordneten Top-Zustand!“

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