Josef-Jansen-Sportstätte nicht auslöschen

Von: P. St.
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Sind ihre Tage bald gezählt? Die Josef-Jansen-Sportstätte wird möglicherweise aufgelöst; der Namensgeber aber soll nicht in Vergessenheit Foto: P. Stollenwerk

Simmerath. Im Moment deutet einiges darauf hin, dass die Josef-Jansen-Sportstätte an der Sportplatzstraße in Simmerath bald Geschichte sein wird. Die Sportstätte, die 1977 nach dem Simmerather Bürgermeister und heutigen Ehrenbürger Josef Jansen benannt wurde, umfasst die Turnhalle, die Schwimmhalle und das Sportplatzgelände mit 400 Meter-Bahn und Vereinsheim.

Nachdem vor einigen Wochen die Schwimmhalle wegen statischer Mängel geschlossen wurde, und eine Sanierung nicht mehr in Frage kommt, ist das Schicksal der 46 Jahre alten Halle besiegelt.

Derzeit befassen sich Rat und Verwaltung mit einem Modell, die Josef-Jansen-Sportstätte komplett aufzugeben, die Gebäude einzureißen, das Gelände in Bauland umzuwandeln und ein neues Sportzentrum mit Schwimmhalle und Kunstrasenplatz an der Hauptschule zu errichten.

Diese Gedankenspiele haben bereits massiv das Geschichts- und Traditionsbewusstsein einiger Simmerather Bürger aktiviert. Die hohe emotionale Verbindung mit der Sportstätte ist nicht von der Hand zu weisen. „Diese Halle ist unsere zweite Heimat”, meinte kürzlich Wolfgang Lützenberger, der Ehrenvorsitzende der Hansa-Gemeinschaft Simmerath.

Dieser Situation möchte auch die Gemeinde Simmerath Rechnung tragen, wie Bürgermeister Karl-Heinz Hermanns jetzt in der Gemeinderatssitzung zum Ausdruck brachte. Sollte die Josef-Jansen-Sportstätte am jetzigen Standort aufgelöst werden, dann werde man auch überlegen, wie man dem Namensgeber auch in Zukunft weiterhin gerecht werden könne. Hermanns sagte weiter, dass er gerne Vorschläge aus der Bevölkerung entgegennehme.

Zu möglichen Aufgabe der Josef-Jansen-Sportstätte und dem Neubau von Schwimmhalle und Sportplatz hat sich auch die Hansa-Gemeinschaft als Hauptnutzer der Einrichtungen zu Wort gemeldet. In der Sitzung zitierte der Bürgermeister aus einem Schreiben des Hansa-Vorsitzenden Manfred Abel und der Geschäftsführerin Anja Schalloer, die den Wunsch äußern, „in die Planungen einbezogen” zu werden.

Grundsätzlich würde man gerne die jetzige Sportstätte halten. Sollte dies aber nicht möglich sein, wäre man auch bereit, neue Wege mit zu gehen. Dem Vorstand erscheint es wichtig, im Falle einer Neuplanung auch Ersatz für das neue Vereinsheim zu erhalten und weist frühzeitig daraufhin, dass man aus den vielfältigen Problemen durch die zeitgleiche Nutzung der Umkleiden durch Hallen- und Rasensportler lernen sollte.

Für den neuen Sportplatz wünscht sich die Hansa eine Flutlichtanlage am einem neuen Sportplatz, ebenso eine 400-Meter-Bahn, selbst wenn der Betrieb der Leichtathletik-Abteilung derzeit ruhe.
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