Jochen Karsch beim „Ironman Hawaii“

Von: ale
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Stolze Gratulanten: Marita Horn und Peter Hermanns (links) freuen sich mit dem Triathleten Jochen Karsch. Foto: A. Lauscher

Simmerath/Barcelona. Mit seiner kämpferischen Einstellung, mit einem optimalen Trainingsplan und der richtigen Ernährung hat er es geschafft: Jochen Karsch qualifizierte sich für den berühmten „Ironman Hawaii“.

Beim Ironman Switzerland in Zürich hatte der 37-jährige Sportler aus Mützenich auf der Langdistanz die Qualifikation um 16 Minuten verpasst; das war Ende Juli, und nun ging er mit großem Ehrgeiz am letzten Sonntag in Barcelona an den Start, genauer gesagt, in Calella, denn dies ist der Austragungsort des Ironman Barcelona. Es gelang ihm eine überraschende und herausragende Leistung: 8:59:20 war die Endzeit.

Das musste gefeiert werden. Spontan beschlossen seine Eltern und die Sportkameraden vom Triathlon-Team Eupen, ihn mit einer Feier zu überraschen. Nun kam der junge Mann, dem offensichtlich die Beine nicht mehr wehtaten, am Mittwochabend strahlend im Geschäft von Matthias Kaulard in Simmerath an, wo ihm ein herzlicher Empfang bereitet wurde. Tolle Fotos hatte man aufgehängt, für ein kleines Buffet und Getränke war gesorgt worden. Seine Freunde und sein Trainer hatten sich eingefunden, um zu gratulieren.

Jetzt wurde erzählt, und der erleichterte Sportler ließ noch einmal den denkwürdigen Tag an der Costa Brava Revue passieren: „Am Morgen gab es heftige Gewitter, und wir fürchteten schon, der Wettkampf würde abgesagt oder könnte nur zum Teil stattfinden“, berichtete Jochen Karsch.

Doch das Wetter wurde besser, und mit einer halben Stunde Verspätung begann der Triathlon wie geplant. „Die Startplätze waren nach Altersklassen aufgeteilt, alle drei Minuten ging eine Gruppe ins Wasser. Das war 21 Grad warm und überraschend ruhig. Es gab keine Schlägerei, und ich fand schnell meinen Rhythmus“, erzählte der Sportler.

Die tollen Zeiten, die Jochen Karsch erzielte, hatte sein Trainer, Peter Hermanns aus Eupen, im Gedächtnis: „Die Schwimmstrecke über 3,8 Kilometer, die eigentlich seine schwächste Disziplin ist, schaffte er in 65 Minuten; das Radrennen über 180 Kilometer gelang ihm perfekt, er fuhr einen Schnitt von über 39 km/h und brauchte 4:34 Stunden. Mit der Marathon-Zeit von 3:15:56 Stunden setzte der dem Ganzen die Krone auf!“

Peter Hermanns, selbst ein erfahrener und erfolgreicher Ironman, drückte sich vorsichtig aus: „Ich bin zufrieden.“ Dabei war ihm anzusehen, dass er mächtig stolz auf seinen Schützling ist.

Matthias Kaulard fasste zusammen, was alle dachten: „Du erfüllst Dir einen Traum, Du hast Dir die Teilnahme am legendären Ironman Hawaii erkämpft. Du bist von 2536 Teilnehmern 53. geworden und in Deiner Altersklasse Achter. Hut ab!“ Er gratulierte auch der „lieben stolzen Mutter Marita“.

Marita Horn, die selbst eine gute Läuferin ist, meinte lachend: „Ja, ich habe den ganzen Tag mitgefiebert. Er arbeitete drei Jahre auf dieses Ziel hin und hatte neben seinem Beruf als Ausbildungsmeister und Dozent im BGZ natürlich einen irren Trainingsaufwand. Sein Leben ist mehr als ausgefüllt. Ich glaube, er hat es sich verdient, im nächsten Jahr in Hawaii dabei zu sein, und freue mich sehr mit ihm.“

Dem erfolgreichen Sportler fehlten fast die Worte; er dankte fürs Daumendrücken und die schöne Überraschung; auch an seinen Trainer und die Ernährungsfachfrau Nicole Hermanns gingen Dankesworte. Dann knallten die Sektkorken, und mit den Kumpels, die zum Teil im Hawaiihemd erschienen waren, gab es noch eine Menge bei der fröhlichen Feier zu besprechen.

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