Lammersdorf - Jede Menge Zelte rund um den „Waggon”

Jede Menge Zelte rund um den „Waggon”

Von: ho
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Beim Jubiläumsabend war das G
Beim Jubiläumsabend war das Gelände rund um den Waggon am Freitagabend nicht nur mit Pfadfindern gut gefüllt. Foto: Hoffmann

Lammersdorf. Robert Baden-Powell, der die Prinzipien der Pfadfinderbewegung zu Beginn des vorigen Jahrhundert maßgeblich mit entwickelte, hätte beim Anblick der Zelte und vielfältigen Aktivitäten rund um den „Waggon” seine wahre Freude gehabt.

Der Stamm der Deutschen Pfadfinderschaft St. Georg (DPSG) Maximilian Kolbe feierte dort vier Tage lang sein 40-jähriges Jubiläum und konnte zu seinen Gästen über 200 befreundete Pfadfinder zählen, die sich in einer kleinen Zeltstadt auf dem Gelände verteilt hatten.

Den Organisatoren des Lammersdorfer Stammes muss man vorab ein großes Kompliment machen, da sie diese Großveranstaltung meisterlich geplant und offensichtlich an alles gedacht hatten. Allein das aufgebotene technische Equipment war beachtenswert. Zudem bot das Programm für alle Altersgruppen so viel Abwechslung und Unterhaltung, dass alle auf ihre Kosten kamen und es für die Pfadfinderbewegung eine tolle Werbemaßnahme darstellte. Neben den Pfadfindern fand die Veranstaltung erfreulicherweise auch bei der Dorfbevölkerung großen Anklang, was an der Resonanz an allen Tagen deutlich wurde.

Bei strahlendem Sonnenschein stand zunächst am Freitag auf dem Sportplatz des TUS ein „Kleinspiele-Award” auf dem Programm, bei dem Kindern von sieben bis 12 Jahren verschiedene Spielaktivitäten angeboten wurden. Gleichzeitig bestand für die Jugendlichen die Möglichkeit, bei einem Fußball- und Volleyballturnier ihre Kräfte zu messen.

Da zudem im Umfeld für kühle Getränke, coole Musik und eine Cafeteria gesorgt war, kamen auch die Zuschauer auf ihre Kosten. Schlecht sah es zunächst für den Jubiläumsabend aus, da es an diesem Tag kurz vor Beginn des Festes heftig regnete und der vor der Bühne aufgespannte Riesenfallschirm vermutlich auch keinen ausreichenden Schutz geboten hätte.

Doch pünktlich zu Beginn hörte es auf zu regnen, so dass die Vorsitzenden Johannes Babst und Sven Britscho gut gelaunt den offiziellen Teil eröffnen konnten. Die beiden jungen Chefs der Lammersdorfer Pfadfinder moderierten leicht und locker und hielten zunächst einmal fest, dass man bei aller internen Vereinsaktivität nie vergessen habe, sich auch am Dorfleben intensiv zu beteiligen. Zudem dankten sie allen Unterstützern und Sponsoren, wie beispielsweise dem TUS-Lammersdorf, dem Lions-Club und dem Technischen Hilfswerk (THW).

Auch der Bürgermeister der Gemeinde Simmeraths, Karl-Heinz Hermanns, hob lobend hervor, dass der DPSG-Stamm mit seinen 120 Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen aus Lammersdorf nicht mehr wegzudenken sei und einen guten Beitrag zur Jugendarbeit der Gemeinde leiste. „Die Pfadfinder”, sagte Hermanns, „sind eine wirkliche Bereicherung im Vereinsangebot der Gemeinde Simmerath.”

Als Geschenk hatte der Bürgermeister einen „kleinen” Scheck der Gemeinde dabei, der von den Pfadfindern ebenso dankend angenommen wurde, wie der symbolische Scheck über 750 Euro, der von der Vertreterin der Sparkasse Aachen überreicht wurde.

Nach dem offiziellen Teil ging der Abend dann zum gemütlichen Teil über. Unter anderem die Wölflinge trugen zur Unterhaltung bei. Nach dem Jubiläumsabend war am Samstag eine große Party auf dem Gelände rund um den „Waggon” angesagt. Die Live-Band „Shadowplay” spielte zur allgemeinen Begeisterung und unter großem Zuspruch auf und dazwischen stand selbstverständlich für alle angereisten Fußballfans Public Viewing auf dem Programmzettel.

Nach all diesen Feierlichkeiten stand der Sonntag abschließend im Zeichen der Besinnlichkeit, als auf dem Gelände am Morgen ein Gottesdienst abgehalten wurde. Und danach hieß für alle angereisten Pfadfinder getreu dem alten deutschen Liedgut „Nehmt Abschied Brüder?”, langsam alle Zelte und Habseligkeiten zusammen zu packen und sich auf die Heimreise zu machen.

Ein schmucker Eisenbahnwagen der dritten Klasse:

Dreh- und Angelpunkt aller Aktivitäten auf dem Lammersdorfer Pfadfindergelände ist nach wie vor der „Waggon”.

Der schmucke Eisenbahnwagen (ein 3. Klasse Waggon) steht dort nunmehr seit 17 Jahren und wurde seiner Zeit im benachbarten Belgien am Raerener Bahnhof ausfindig gemacht.

Mit Hilfe des ehemaligen Kreises Aachen, des Ministers für deutschsprachige Angelegenheiten und des THW konnte das damals verrostete Gefährt dann für den symbolischen Preis von einem belgischen Franken erworben werden.

Nach ersten Renovierungsarbeiten vor Ort wurde der Waggon dann im November 1994 per Diesellok bis zum Lammersdorfer Bahnhof gezogen. Und von dort aus ging es dann in einer ziemlich spektakulären Aktion im Januar 1995 zum jetzigen Standort am Sportplatz an der Schießgasse.

Mehr Infos im Netz unter

www.pfadfinder-lammersdorf.de

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