Jecken lassen sich beim Zug durch Schmidt Zeit zum Genießen

Von: ale
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Der Vorstand der KG und das Dreigestirn warfen von ihren Prunkwagen unaufhörlich Kamellen; der strahlende Prinz Manuel I. genoss sichtlich seine Fahrt durchs Dorf. Foto: A. Lauscher
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„Quak-laaf“: Aus dem Kindergarten Rappelkiste waren Frösche entsprungen.

Schmidt. Das war wieder einmal ein Karnevalszug ganz nach dem Geschmack der Narren: Es blieb trocken, und die Sonne verschenkte ihre Strahlen. Da ließen sich die über 400 Aktiven Zeit; aus dem Zug wurde ein Herumtollen in den Straßen. „SPORT“ – so lautet das einfache Motto, womit das Schmidter Dreigestirn diese Session überschrieben hat. Mit viel Fantasie setzten Gruppen und Wagenbauer das Thema um, keiner wollte sich unsportlich geben!

Zuerst schwamm die „Schwimmgarde“ durch den Ort, lauter vergnügte Gestalten in gestreiften Badeanzügen. Auf ihrem Wagen saß ein „Flachbader“, der noch nicht mal vom Einmeterbrett springen wollte. Die munteren Badenixen verteilten reichlich Flüssiges.

Frösche waren aus dem Kindergarten Rappelkiste entsprungen, das Hotel zum Frosch lockte mit Froschschenkeln als Tagesgericht, und „Quak-laaf“ hieß der Schlachtruf. Kleine und große Fastelovendsjecke steckten in grünen Kostümen, der Froschkönig trug die Krone und wollte geküsst werden.

Ausgesprochen praktisch das Kostüm eines Kegelclubs: Als Kegel war man von oben bis unten gut eingepackt. Dann tauchte eine bunte originelle Gruppe von Anfängerschwimmern mit geblümten Badekappen auf; mit ihren Schwimmreifen um die Taille verschafften sie sich genügend Platz.

Aus Heimbach waren Polizisten und Sträflinge gekommen, sie verschenkten freigebig Süßigkeiten. Das Trommler- und Pfeiferkorps spielte „Op däm Maaht“, und an der Kirche kam es dann zu einem Stau. Hier hatte sich soviel Volk versammelt, da musste zunächst mit Hilfe der echten Polizei und ein paar Ordnern die Fahrbahn frei gemacht werden.

„Gayrobic“ betrieben schlanke junge Männer auf einem Wagen zu fetziger Musik, ihnen wurde während des langen Umzugs nicht kalt.

Die Theaterabteilung des TuS ist fest überzeugt „Ein Märchen wurde wahr“: Könige und Elfen, Zwerge und Max und Moritz liefen fröhlich durch den Ort. Eine wilde Schar Teufel kam aus Harscheidt, mit ihrem Dreispitz und feurig roten Umhängen sahen manche gefährlich aus.

Der Vorstand der KG und das Dreigestirn warfen von ihren Prunkwagen unaufhörlich Kamellen; der strahlende Prinz Manuel I. genoss sichtlich seine Fahrt durchs Dorf, nicht minder begeistert an seiner Seite Jungfrau Keveline I. und Bauer Marco I. sowie Mundschenk Daniel. Mit lauten Alaaf-Rufen wurden die Narrenherrscher begrüßt, die sich in dieser tollen Session viel Sympathie erworben haben.

Die Turnfrauen zeigten sich wieder mal besonders fit: Als schwarz-weiße, nicht ganz runde Fußbälle sausten sie herum und boten manchen Vitamintrank an. Der Musikverein Frohsinn schmetterte zünftige Karnevalsmusik, da sangen alle mit, auch die Eishockeyspieler und die tollen Katzen. Liebevoll geschminkt waren die Kater und Kätzchen; manche kamen auf Samtpfoten, manche etwas kratzbürstig daher, aber alle in bester Stimmung.

DLRG-Rettungsschwimmer waren mit ihrem Schlauchboot gestrandet; man erkannte die Volleyballer, sie nannten sich „Kampftaucher“ und wollen den Rursee retten. Auch der Motorsport war vertreten: auf einem riesigen Wagen hatte die „Easy Company“ einen Rennflitzer aufgebaut. Natürlich mussten die Fußballer des Turn- und Sportvereins „ihrer“ Jungfrau huldigen, schließlich ist Keveline die Nr. 7 in der Ersten Mannschaft. In Schwarz-Gelb machten die Jungs im Zug mit und beteiligten sich eifrig am Verteilen von Bonbons und flüssigen Leckerchen.

Man sah Kinder mit vollen Tüten zufrieden nach Hause gehen; das närrische Volk tanzte noch im Schützenhof und bevölkerte die Gaststätten im Ort.

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