Janine Köster soll für SPD in den Bundestag einziehen

Von: Günther Sander
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Wollen Janine Köster (Mitte) in den Bundestag schicken (v. l.): Jorma Klauss, Ehemann Daniel Köster, Klaus Onasch, Mario Walter Johnen und Karsten Knoth. Foto: Günther Sander

Roetgen. Einstimmig wurde jetzt Janine Köster von ihrem Roetgener SPD-Ortsverband als Bundestagskandidatin für die Wahl 2017 nominiert. Die Mitgliederversammlung votierte für die SPD-Ortsvereinsvorsitzende und AsF-Vorsitzende, die mit zwei weiteren Bewerbern aus Alsdorf und Eschweiler das Kandidaten-Trio komplettieren wird.

In der Gaststätte „Zur Maus“ in Rott war die Freude groß, ob beim Fraktionsvorsitzenden Klaus Onasch oder auch bei Bürgermeister Jorma Klauss: Mit Janine Köster habe man die „richtige Kandidatin“ gefunden. „Du bist keine Unbekannte, dich kennt fast jeder“, lobte Jorma Klauss. Klaus Onasch war nicht überrascht, dass die Ortsvereinsvorsitzende sich der großen Aufgabe stellen würde. Roetgen allein aber reiche nicht, um das Mandat für den Bundestag zu bekommen. Dennoch wertete Onasch die Chancen als gut. Auch Bürgermeister Klauss versprach, Janine Köster zu unterstützen, denn solch eine Chance müsse man nutzen.

Der 2. Vorsitzende des SPD-Ortsvereins Roetgen, Mario Walter Johnen, konnte seiner 1. Vorsitzenden ein starkes Engagement bestätigen. Janine Köster werde starken Rückhalt bekommen, um letztendlich in Berlin erfolgreich anzukommen. Genosse Willi Axer gab ihr den wohlgemeinten Rat, im Wahlkampf nicht nur auf Frauen zu setzen, sie möge auch „die Männer mitnehmen“.

Bei soviel Lob nutzte Janine Köster die Gelegenheit, sich für das ihr ausgesprochene Vertrauen zu bedanken, immerhin war ihre Kandidatur einstimmig in geheimer Wahl vollzogen worden.

2008 in die SPD eingetreten, habe sie schnell eine Heimat gefunden und „Feuer gefangen“, sagte die frisch gewählte Bundestagskandidatin. Die Begeisterung für die Sozialdemokraten und die Politik sei nach wie vor groß. Wichtig sei ihr, die Menschen „alle zu verstehen“. Sie sei in einer Arbeiterfamilie groß geworden, in Herzogenrath aufgewachsen und kenne die Städteregion „bestens“.

Die 35-jährige Gymnasiallehrerin, verheiratet mit Daniel Köster, Mutter zweier Söhne, empfehle sich aus mehreren Gründen als Bundestagskandidatin, ist man beim Ortsverein Roetgen, Rott und Mulartshütte überzeugt. Sie lebe seit acht Jahren im Südkreis, kenne ergo die Wünsche und Sorgen der Menschen in dieser Region. Köster habe sich politisch konstant weitergebildet und auch überregional über die Parteigrenzen hinaus vernetzt. Von Beginn an könnte sie so den Anliegen der Menschen aus dem Südkreis in Berlin Gehör verschaffen.

Neben den für sie als Vorsitzende der Arbeitsgemeinschaft sozialdemokratischer Frauen (AsF) typischen frauenpolitischen Themen wie Entgeltgleichheit, flexible Arbeitszeitmodelle für Familien und striktere Ahndung von Gewalt gegen Frauen und Kinder, stehen bei ihr Bildungsgerechtigkeit, Stärkung der Arbeitnehmerrechte sowie Wirtschaftsförderung durch Digitalisierung auf der politischen Agenda.

Der SPD-Ortsverein Roetgen stimmte ebenfalls einstimmig für Stefan Kämmerling als Kandidat für den Landtag NRW, wo er bisher eine hervorragende Arbeit geleistet habe. In seinem Wahlkreis (Roetgen, Simmerath, Monschau, Stolberg und Eschweiler) sei er allen Kommunen stets ein kompetenter und hilfreicher Ansprechpartner gewesen, unabhängig von der Parteizugehörigkeit der jeweiligen Bürgermeister. Als Vorsitzender des Ausschusses für Kommunalpolitik sei er mit allem vertraut, was vor Ort wichtig sei, war zu hören.

Fraktionsvorsitzender Klaus Onasch berichtete bei der Versammlung zudem über Aktuelles aus der Ratsfraktion, so über eine strategische Zielplanung und das Thema Haushaltskonsolidierung. Onasch weiß, dass beim Haushalt der Gemeinde große Einsparungen kaum möglich sein werden. Er rechnet mit einer spannenden Debatte.

Die Erweiterung des Seniorenzentrums in der Jennepeterstraße kam auch zur Sprache. Nach mehreren Beratungen habe man das Geplante durchsetzen können. Unverständlich sei für ihn, dass von der UWG keine Zustimmung erfolgt sei. „Wir wollen in Roetgen eine eigene Struktur schaffen, daher brauchen wir diese Einrichtung“, so Klaus Onasch energisch. Es könne nicht sein, dass in Roetgen nur Häuslebauer zum Zuge kämen, hier sei auch mal „was Großes“ nötig, meinte er. Viele ältere Leute hätten den Wunsch, in Roetgen bleiben zu wollen.

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