Rohren - Jahresausflug: Rohrener Landfrauen tanzen auf dem Vulkan

Jahresausflug: Rohrener Landfrauen tanzen auf dem Vulkan

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Rohren. Der Jahresausflug 2015 hat die Rohrener Landfrauen in die Vulkaneifel geführt. Mit 43 Teilnehmerinnen ist eine so große Truppe wie noch nie zur Sommertour aufgebrochen. Ein großer Spaß für alle, lautete das Resümee unisono. Die Frauenriege ahnte zunächst nichts.

Die konkreten Ziele des Jahresausflugs waren bis zum Start das Geheimnis des Vorstandes. Erst nach und nach wurden die einzelnen Etappenziele preisgegeben. Als erste Station des tollen Sommertages stand die nur 50 km entfernte Kleinstadt Hillesheim an. In dem legendären Marktort war am Ausflugstag Markt, der besucht wurde. Vorher führte die versierte Stadtführerin Felicitas Schulz die Rohrener Landfrauen in amüsanter Manier durch die europäische Beispielstadt. Neben der Stadtmauer beeindruckte die Nordeifeler Frauen vor allem die wunderschön restaurierte Altstadt. Historikerin Schulz erzählte etliche Anekdoten.

Mit einem Schmunzeln auf den Lippen bestiegen die Frauen den Bus. Das Lachen verging ihnen nicht, denn nun erwartete sie ein Picknick an der Erlöserkapelle Mirbach. Dieses Kleinod an der Landesgrenze zwischen Rheinland-Pfalz und Nordrhein-Westfalen stellt ein Kuriosum dar. Ein Vorstandsmitglied der Rohrener Landfrauen ist dort aufgewachsen. Sie erzählte von dem Bauherrn Ernst Freiherr von Mirbach, der nie in der Eifel lebte, sich aber um 1900 in der gleichnamigen Gemeinde ein Familiendenkmal setzen wollte. Gesagt, getan.

Mit Geldern des Berliner evangelischen Kirchenbauvereins wurde das katholische Gotteshaus 1902/1903 errichtet – mit vielen Elementen angelehnt an die Wilhelm-Gedächtnis-Kirche in Berlin, da Architekt und Baumeister zeitweise für beide Gebäude (Berlin und Mirbach) zuständig waren. Besonders beeindruckten die herrlichen Mosaike. Viele Teilnehmerinnen meinten: „Das so was Tolles so nah ist, wussten wir gar nicht.“

Von Mirbach aus ging die Tour weiter nach Dohm-Lammersdorf, wo Geo-Führer Rainer Ballmann zustieg. Er übernahm für die nächsten zwei Stunden den „Tanz auf dem Vulkan“. Der gebürtige Vulkaneifeler kennt seine Heimat auf dem Effeff. Als Schlusspunkt der Geo-Tour wurde der Kaltwasser-Geysir in Wallenborn besucht. Ballmann: „Ein Zeichen, dass der Vulkanismus noch immer aktiv ist. Nach dem Geysir kann man die Uhr stellen. Alle 30 Minuten spuckt die Erde das Wasser aus.“

Nichts zum Spucken, sondern vielmehr zum Schmausen gab es für die Rohrener Landfrauen zum Abschluss im Müllisch´s Hof. Ballmann hat sein Elternhaus zum Landgasthof umgebaut. Die Tour der Rohrener Landfrauen endete mit einem Grillabend im Müllisch´s Hof. Ob an dem lauen Sommerabend getanzt wurde, wird hier nicht verraten...

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