Jahrbuch des Eifelvereins: Mord und Totschlag, aber auch Entspannung

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Lesenswert: Das Jahrbuch 2017 des Eifelvereins.

Nordeifel. Zugegeben reißerisch macht der Eifelverein auf sein neues Eifeljahrbuch 2017 aufmerksam. Aber dieses 216 Seiten umfassende Werk, das jetzt erschienen ist, hat es auch wirklich in sich.

Da wird berichtet über einen heimtückischen Mord im Kloster Maria Laach im 16. Jahrhundert, der mit Hexenverbrennungen gesühnt wurde. 200 Jahre später trieb in Bad Münstereifel der ehemalige Gymnasiast und Verbrecher Johann Müller sein Unwesen, der sein jähes Ende auf der Guillotine fand.

Raubend und plündernd zog Ritter Rudolf von Malberg im 13. Jahrhundert durch das Kyllburger Land und fand seine letzte Zuflucht im Kloster Himmerod. Schaurig-gruselig ist auch die teils authentische Geschichte von einer Wanderung nahe Blankenheim, bei der eine unheimliche Begegnung mit dem Leben danach stattfand.

Porträts über Eifelmaler

Wer anschließend nach Entspannung sucht, wird das neue Buch des Eifelvereins nicht aus der Hand legen. Schön anzuschauen und zu lesen sind die reich illustrierten Beiträge über die Eifelmaler Fritz von Wille, Johann Wilhelm Schirmer und weniger bekannte Künstler wie Klaus Tombers oder Maximilian Klein von Diepold.

Besonders empfehlenswert ist der Beitrag über das Panoramabild einer Biedermeiertasse, welches auf künstlerische Weise Einblicke in die Eisenindustrie der Nordeifel im 19. Jahrhundert preisgibt.

Fehlen darf natürlich im Jahrbuch des Eifelvereins auch nicht der Wandervorschlag des Jahres 2017, der diesmal durch das Vinxtbachtal führt.

Das vierfarbige Eifeljahrbuch 2017 kostet 15 Euro und ist über die Hauptgeschäftsstelle Eifelverein, Stürtzstr. 2-6, 52349 Düren, Tel. 02421/13121, Fax. 02421/13764, E-Mail: info@eifelverein.de und im Buchhandel unter ISBN 978-3-944620-12-1 erhältlich.

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