Jahr für Jahr ein Mammutturnier

Von: Udo Kals
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Auch beim Kickern ein Team: Die Schülerinnen der Bischöflichen Liebfrauenschule wurden Vize-Meister beim DFB-Schulcup. Foto: Ralf Roeger

Aachen. Dramatischer hätte das Finale für die Nachwuchs-Fußballerinnen der Bischöflichen Liebfrauenschule in Eschweiler nicht laufen können. Nach einer 1:0-Führung kassierten die Mädchen der Jahrgänge 1998 bis 2000 kurz vor Ende der regulären Spielzeit das 1:1 - und verloren das Endspiel um den DFB-Schulcup im thüringischen Bad Blankenburg schließlich im Siebenmeterschießen.

„Da war die Enttäuschung schon ziemlich groß”, erinnert Lehrerin Sarah Körfer an die langen Gesichter vor einigen Tagen. Doch am Montag konnten die Mädchen schon wieder strahlen, als sie im neuen Tivoli für die Bundes-Vize-Meisterschaft nochmals geehrt wurden.

„Der zweite Platz ist grandios”, lobt der städteregionale Schuldezernent Gregor Jansen die Nachwuchssportlerinnen, um danach mit Blick auf die steigende Zahl übergewichtiger Kinder zu betonen: „Schulsport ist eine wichtige Angelegenheit. Und wir würden uns freuen, wenn sich alle Schulen am Landessportfest der Schulen beteiligen würden.”

Ein hehres Ziel, wobei sich die Teilnehmerzahlen sehen lassen können, wie Rose-Lotte Lange-Stürner als Geschäftsführerin des Ausschusses für den Schulsport erläutert: Fast 3000 Schüler haben mit 307 Mannschaften im vergangenen Schuljahr an den Wettbewerben teilgenommen. Insgesamt schickten 71 Schulen (35 Grund-, 33 weiterführende und drei Förderschulen) Teams ins Rennen. „Das kann sich sehen lassen”, meint Lange-Stürner.

Im laufenden Schuljahr sind es bereits 246 Teams in 14 Sportarten. „Ich gehe davon aus, dass wir die Zahlen aus dem Vorjahr halten können”, sagt Lange-Stürner und fügt an: „Vor dem Hintergrund der verkürzten Gymnasialzeit und des Ganztagsunterrichts ist das eine beachtliche Leistung.” Unangefochten an der Spitze der Sportarten-Hitliste liegt Fußball, mit gehörigem Abstand folgen Leichtathletik und Schwimmen. Und Tennis? „Der Becker-Boom ist vorbei, während Tischtennis wohl wegen Timo Boll anzieht”, sagt Lange-Stürner.

Neben dem Engagement von Lehrern und Eltern sei das Mammutprogramm nur durch die Sponsorentätigkeit des Versorgers Enwor möglich, betont Jansen. Als das Land 2007 die Zuschüsse für die Transportkosten gestrichen hatte, sprang das kommunale Unternehmen ein. Seitdem seien rund 10.000 Euro geflossen, auch für Pokale, sagte Enwor-Sprecherin Ina Albersmeier. Einen davon haben die Mädels von der Liebfrauenschule auch im Regal stehen - als sie auf dem Weg nach Bad Blankenburg zuerst den Kreistitel geholt hatten.
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