Jagdhornklänge zum 17. Jägertag am Rursee

Von: M. S.
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Diese drei Hunde wollten eigentlich „nur spielen“: Am Sonntag hieß es aber auch arbeiten. Dem Publikum des Rurberger Jägertages wurden Rassen unter den Vierbeinern vorgestellt, die sich ganz besonders für die Pirsch eignen. Foto: Manfred Schmitz

Rurberg. Der Eifelsommer hat am Sonntag eine kurze Atempause genommen. Regentropfen und ein Windhauch brachten wohltuende Kühlung für Aussteller wie Besucher des 17. Jägertages. Er wurde traditionsgemäß im Anschluss an das Rurseefest an der Rurberger Wasserpromenade begangen.

Zur Eröffnung einer Gemeinschaftsausstellung der gastgebenden Hegeringe Monschau/Roetgen/Simmerath, in kooperativer Trägerschaft der Kreisjägerschaft in Aachens Städteregion arrangiert, erklangen muntere Jagdhornbläser–Klänge. In einem Grußwort hieß KreisjägerschaftsVorstandsmitglied Wolfgang Fischer eine stattliche Gästeschar willkommen und kündigte ihnen „ein Programm für Jung und Alt rund um zeitgemäßes Weidwerk, naturnahe Walderkundungen und direkte Begegnungen mit Geschöpfen und Gewächsen aus Fauna und Flora“ an.

So startete Hermann Carl, Leiter der für den Biologieunterricht pädagogisch wertvollen, überregional populären „Rollenden Waldschule“, zur faszinierend-informativen Forstbegehung mit Groß und Klein, um mit eigenen Augen zu sehen, was da in urwüchsiger Eifellandschaft kreucht und fleucht. Moderator Fischer wartete vor seinen Zuhörern mit einer technischen und vielbeachteten Neuerung auf: „Wir starten erstmalig die Vorführung eines mobilen Sägewerkes.“ Die berühmte Rohrener Sägemühle vom Kluckbach ließ grüßen.

Das Publikum hatte überdies Gelegenheit, mit quicklebendigen Greifvögeln auf du und du zu stehen; Kinder und Eltern bauten derweil kreativ-gemeinsam ein Vogelhaus, das seinen gefiederten Bewohnern ein artgerechtes Quartier und Schutz bieten wird. Zu diesem naturfreundlichen Projekt passte exakt das nächste: Die ideale Wissensvermittlung aus einer Mischung von Theorie und Praxis verkörperte die Kinder–Jägerprüfung.

Stilgerecht erhielten deren Absolventen, die nach aktuellem Jagdmodus ein umfangreiches, wenngleich spielerisch erworbenes Pensum Wissen an den Tag legten, über ihre in Wald und Flur erbrachten Leistungen ein Zeugnis mit Noten schwarz auf weiß. Petra Leckner, Vorsitzende des Simmerather Hegeringes, machte die Anwesenden mit Art und Wesen verschiedener Jagdhunde–Rassen bekannt. Hermann Carl präsentierte wie bewährt das Waldschulvorhaben und – als neue Attraktion – das Monschauer Erlebnismuseum „Lernort Natur“.

Das aus dem Füllhorn freier Eifelwildbahn schöpfende, junge Projekt ist eine Einrichtung der Kreisjägerschaft. In der naturnahen Dauerausstellung mit mehr als tausend Präparaten und Exponaten erfahren die euregionalen Besucher Wissenswertes über das spannende Leben und den Lebensraum des heimischen Wildes, von Wasserbewohnern Eifeler Flüsse und Seen wie der Vogelwelt. Hermann Carl rückt die junge museale Bildungsstätte ins rechte Licht: „Rund 30 diplomierte und zertifizierte Wald– und Naturführer, Förster, Jäger und Biologen stehen dem Publikum für qualifizierte Führungen, Begehungen und Fachvorträge zur Verfügung.“

„Lernort Natur“, erläutert dessen Mitbegründer, sei „ein klar dokumentierter und seitens der Städteregion anerkannter, außerschulischer Lernort“. Dies spiegle sich in einer „Bildungszugabe“ wider. Alle Schulen und Kindergärten im Altkreis Aachen kämen auf Antrag in den Genuss kostenloser Museumsbesuche samt Führungen. Die Rollende Waldschule werde nach wie vor angeboten. Carl bekräftigt: „Auch Vorschulkinder sind im Museum stets willkommen!“

Zu guter Letzt gab die Kreisjägerschaft einige Personalergänzungen ihrer Vorstandsmannschaft bekannt. Demnach teilen sich die Obleute Bernd Roggenkamp und Karl–Heinz Kuckelkorn künftig die Presse– und Medienarbeit der Organisation. Claudia Lenaerts wurde zur Obfrau der weiblichen Jagdgenossen (124 Mitglieder) ernannt. Sie lädt in „erster Amtshandlung“ ihre Diana–Verehrerinnen auf den 17. September, 19 Uhr, zum Stammtisch in die Gaststätte Kommer (Aachen–Forst) ein. Einig waren sich Programmgestalter und -genießer des einmal mehr thematisch und atmosphärisch vollauf gelungenen Jägertages in der Formulierung seiner Botschaft: „Wir sind keine schießwütigen Nimrode, Hege und Pflege des Wildes wie achtungsvoll–schonender Umgang mit der Natur sind oberstes Gebot der hiesigen Jägerschaft!“

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