Jagd im Nationalpark Eifel soll eingeschränkt werden

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Nationalpark Eifel / Hirsch
Der Hirsch ist das größte Säugetier in den Wäldern des Hohen Venns und des Nationalparks Eifel. Das Nationalparkforstamt will durch gezielte Besucherlenkung erreichen, dass der Hirsch auf der Dreiborner Hochfläche wieder tagaktiv wird und so von den Wanderern beobachtet werden kann. Foto: Nationalparkforstamt

Gemünd. Der Nationalpark Eifel plant eine Einschränkung der umstrittenen Jagd in dem Großschutzgebiet. In den nächsten drei Jahren soll die für die Jagd gesperrte Fläche auf rund 2400 Hektar verdoppelt werden, teilte die Nationalparkverwaltung am Montag mit.

Der 11.000 Hektar große Nationalpark Eifel soll sich langfristig von Nadelwald in naturnahen Laubwald entwickeln, auch durch die Anpflanzung junger Buchen.

Diese Entwicklung wäre ohne die von Naturschützern kritisierte Jagd nicht möglich.

Nach Expertenangaben ist der einzige Nationalpark in NRW Bestandteil einer der größten Rothirsch-Populationen Mitteleuropas.

Forschungsleiter Michael Röös geht davon aus, dass rund 1000 Rothirsche in dem Großschutzgebiet an der belgischen Grenze bei Aachen leben.

Ohne regulierenden Eingriffe würde sich die Population nach drei Jahren nach seiner Einschätzung verdoppeln. Das hätte Folgen für den erwünschten Mischwald.

Das Wild fresse weniger die Buchen als deren „Begleitbäume”. „Das Wild entmischt uns den Wald”, sagte der stellvertretende Leiter der Nationalparkverwaltung, Gerd Ahnert.

Der Nationalpark prüfe immer wieder neu, ob der Anteil der Flächen mit Jagdverbot erhöht werden könne. Von dem Verbot sei die Jagd auf Wildschweine ausgenommen.

Gemäß internationaler Vorgaben soll der Mensch 30 Jahre nach Gründung des Parks - das wäre im Jahr 2034 - auf mindestens 75 Prozent der Fläche nicht mehr eingreifen. Das betrifft dann auch die Jagd.
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