Städteregion - Jäger warnen: In der Brunft wird das Wild unvorsichtig

Jäger warnen: In der Brunft wird das Wild unvorsichtig

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Brunft Hirsch
Das traurige Ende eines Brunftkampfes: In der Nähe von Raffelsbrand bekämpften sich zwei Hirsche und verfingen sich dabei in einem Weidezaun. Die Tiere erstickten qualvoll. Foto: Kreisjägerschaft

Städteregion. Die Brunft des Rotwildes ist im vollen Gange. Dabei wird dieses Wild, vor allem die männlichen Tiere, sehr unvorsichtig. So können sie unverhofft auf Straßen auftauchen und so für die Verkehrsteilnehmer eine ernste Gefahr bedeuten. Darauf weist die Kreisjägerschaft Aachen alle Verkehrsteilnehmer hin.

Langsames und vorsichtiges Fahren ist gerade jetzt sehr wichtig. Wenn in circa ein bis zwei Wochen die Paarungszeit zu Ende geht, ziehen die Hirsche wieder in ihre angestammten Gebiete zurück und können in dieser Zeit auch tagsüber plötzlich auf der Straße auftauchen.

Wie von Sinnen die Hirsche in dieser Zeit sind, belegt ein tragischer Brunftkampf, bei dem zwei Hirsche sich in der Nähe von Raffelsbrand so bekämpften, dass sich der Weidezaun einer Wiese, auf der sich Rinder befanden, um ihre Köpfe geschlungen hatte und diese daran elendig erstickt sind.

Im vergangenen Jahr verunglückten nach Angaben des Statistischen Bundesamts 2639 Personen im Straßenverkehr durch Wild auf der Fahrbahn. Sieben davon starben. Am häufigsten fanden die Unfälle auf Landstraßen statt. Wildtiere sind aufgrund ihrer Fellfärbung an Waldrändern kaum zu sehen.

An Gefahrenstellen oder in Gegenden mit einer hohen Wilddichte mahnt das Gefahrenzeichen „Wildwechsel“ zur Vorsicht. Aber auch wenn kein Schild aufgestellt ist, ruft auch die Deutsche Verkehrswacht (DVW) alle Autofahrer zu besonderer Vorsicht in Waldstücken auf. „Seien Sie gerade in den Dämmerungsstunden bremsbereit, reduzieren Sie Ihre Geschwindigkeit und fahren Sie besonders aufmerksam“, rät Prof. Kurt Bodewig, Präsident der DVW und Bundesminister a.D.

Ein Wild kommt selten allein. Wer sieht, wie ein Tier die Fahrbahn überquert, sollte abbremsen und beobachten, ob weitere Tiere folgen. Wenn die Verkehrsverhältnisse es zulassen, gilt es, abzubremsen, zu hupen und abzublenden, damit die Scheinwerfer die Tiere nicht blenden und sie fliehen können.

Von einem Ausweichmanöver rät die DVW ab. Der Pkw-Fahrer kann dadurch die Kontrolle über sein Fahrzeug verlieren, gegen einen Baum prallen oder in den Gegenverkehr geraten. Die Unfallfolgen können dann weitaus schwerwiegender ausfallen als bei einem Wildunfall. Bei einer unvermeidlichen Kollision ist es ratsam, so stark wie möglich abzubremsen.

Nach einem Unfall muss die Unfallstelle abgesichert und die Polizei- und Forstdienststelle informiert werden. Dies gilt auch, wenn das Tier lediglich verletzt ist oder wieder im Wald verschwindet. Ein getötetes Tier mitzunehmen, gilt als Wilderei und kann mit einer Freiheits- oder Geldstrafe geahndet werden.

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