„Irgendwie anders“: Julia Steffens aus Mützenich berichtet aus Paris

Von: ag
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Eine Kerze mit der Aufschrift „Paris“ am Musikclub „Bataclan“: Viele Menschen in Paris tragen schwarz und zünden Kerzen an. Foto: dpa

Mützenich/Paris. Als die Eltern von Julia Steffens am Freitagabend aus dem Radio von den Anschlägen in Paris erfuhren, war ihre Sorge groß, schließlich lebt die 28-jährige gebürtige Mützenicherin seit vier Jahren in Massy-Palaiseau rund 20 Kilometer von Paris entfernt. Vorher hatte sie vier Jahre in Monschaus Partnerstadt Bourg-Saint-Andéol gelebt.

Von den Anschlägen in Paris erfuhr sie aus der Eifel durch den Anruf ihrer besorgten Eltern. Zu diesem Zeitpunkt saß die junge Frau vor dem Fernseher und verfolgte das Fußball-Länderspiel zwischen Frankreich und Deutschland. „Ich hab dann gleich auf die Nachrichten umgeschaltet“, sagt Steffens. Dort wurden die Menschen gebeten, zu Hause zu bleiben und die Innenstadt von Paris zu meiden. Das hat sie auch so gemacht.

Als sie sich am Montag mit der Bahn auf den Weg zur Arbeit machte, war zwar alles wie immer, aber doch irgendwie anders. „In der Bahn schauen die Leute schon beim kleinsten Geräusch auf“, schildert sie ihre Beobachtungen. Sie habe „nicht wirklich Angst“, zurück bleibe aber ein „komisches Gefühl“. „Man denkt daran, dass es überall passieren könnte“, sagt Julia Steffens.

Viele Menschen tragen schwarz und zünden zu Hause, in den Büros und auf der Straße Kerzen an. Dazu seien die Menschen über die sozialen Netzwerke aufgefordert worden, sagt Steffens. Wenn sie in ihrer Wohnung ist, brennt dort eine Kerze, ebenso im Büro während der Arbeitszeit. „Dort wird jetzt nicht viel gesprochen. Alle sind sehr zurückhaltend. Im Prinzip nimmt aber alles wieder seinen normalen Lauf. Es geht weiter.“

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