Monschau - Investor will altes Gärtnerei-Gelände touristisch nutzen

Investor will altes Gärtnerei-Gelände touristisch nutzen

Von: Ernst Schneiders
Letzte Aktualisierung:
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Auf dem Gelände der ehemaligen Gärtnerei Fammels an der Laufenstraße in Monschau entsteht womöglich eine große Hotelanlage mit Appartements. Foto: P. Stollenwerk

Monschau. Bis zum Jahr 2002 war die Gärtnerei Fammels in der Monschauer Altstadt ein Begriff. Dann schloss der Blumenladen und für die Treibhäuser an der Laufenstraße gab es keine Verwendung mehr. Das Terrain und die Aufbauten rotteten über Jahr hinweg vor sich hin. Keine gute Werbung für Monschau, eine vom Tourismus lebenden Stadt, in der naturgemäß vieles auch über die Optik abläuft.

Deshalb ist Bürgermeisterin Margareta Ritter froh, dass sich auf dem ehemaligen Gärtnerei-Gelände etwas getan hat. Sobald der Schnee geschmolzen ist, wird man sehen, dass dort nur noch die Grundmauern der ehemaligen Treibhäuser stehen. Das Konglomerat aus zerborstenem Glas und verwittertem Holz ist verschwunden.

Der neue Eigentümer, ein Baustoffhändler aus Utrecht in den Niederlanden, der viele Immobilien besitzt, will dort demnächst Nägel mit Köpfen machen. Damit die Denkmalbehörde Ende Januar nicht im Müll steht, hat der Eigentümer das Gelände schon mal aufgeräumt. In Kürze wollen nun alle Beteiligten die Köpfe zusammenstecken und überlegen, wie das frühere Gärtnereigelände sinnvoll zu nutzen ist. Mitte Februar soll das Thema in den Planungsausschuss. Bis dahin freut sich die Verwaltungschefin, dass „die Stadt sorgfältiger” und an der Laufenstraße jetzt aufgeräumt wird.

Konkreter wird da bereits Freek Suringh, Geschäftsführer des Carat-Hotels und Vertrauensmann des niederländischen Investors Ton Oostveen in Monschau. Gedacht ist laut Suringh eine große Hotelanlage mit einer möglichst dreistelligen Anzahl von Appartements, Schwimmbad und Wellnessbereich in einer Kategorie von drei oder vier Sternen.

Suringh: „Es soll auch für die Menschen aus der Region nicht nur attraktiv, sondern vor allem bezahlbar sein.” Zeit möchte der Investor nicht vergeuden. Dennoch werde das Projekt mit der nötigen Ruhe und Seriösität angepackt. Auch sei Ton Oostveen sehr anspruchsvoll. Deshalb, so Suringh, hätten die Architekten bereits den siebten Plan zeichnen müssen, um die Vorstellungen des Investors zu Papier zu bringen.

Schon länger denke man über dieses Projekt nach, dem Freek Suringh große Erfolgschancen einräumt. Nach der weltweiten Wirtschafts- und Finanzkrise, die auch vor der Tourismusbranche nicht Halt gemacht habe, „tut sich auf diesem Sektor wieder etwas. Da ist wieder Bewegung hineingekommen”.
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