FuPa Freisteller Logo

Internetausbau: Das lange Warten hat nun bald ein Ende

Von: ag
Letzte Aktualisierung:
6979485.jpg
Auf in den Endspurt: Mitarbeiter der Telekom und der ausführenden Firmen, die Ortsvorsteher von Höfen und Kalterherberg sowie Monschaus Bürgermeisterin Margareta Ritter informierten im Autohaus Kirch über den Internetausbau.

Höfen/Kalterherberg. Lange brauchen die Bürger in Höfen und Kalterherberg nicht mehr zu warten, dann sind die nervenden Wartezeiten im Internet vorbei. Der DSL-Ausbau in den beiden Orten liegt gut in der Zeit. Die 13 Schaltgehäuse sind aufgestellt, die Stromanschlüsse gelegt und die Tiefbauarbeiten fast abgeschlossen.

„Spätestens Anfang Mai können die Kunden die neuen Anschlüsse buchen“, sagte Telekom-Projektleiter Gerd Wolter jetzt bei einem Ortstermin mit Monschaus Bürgermeisterin Margareta Ritter im Autohaus Kirch. Aufgrund des bislang milden Winters sei damit zu rechnen, dass bis dahin alle Arbeiten abgeschlossen sind.

In Höfen und Kalterherberg werden nun noch die Glasfaserkabel in die unterirdischen Rohre eingezogen. Anschließend müssen die Glasfasern einzeln in die Technik der Schaltkästen montiert werden. Die meiste Arbeit wird aber der komplette Umbau des Hauptkabelnetzes sein. Ein Kilometer Kabelarbeiten mit Tiefbau kostet bis zu 70.000 Euro. Die Geschwindigkeit der Daten-Übertragung wird je nach Entfernung zum Schaltgehäuse bis zu 50 Megabit pro Sekunde (mbit/s) erreichen. Über 1500 Haushalte sollen von dem DSL-Ausbau profitieren.

Die Glasfaserkabel werden bis zu den Schaltgehäusen verlegt, dort werden die Lichtsignale wieder in Stromsignale umgewandelt und über die bestehenden Kupferleitungen zu den Haushalten geleitet. Die Glasfasern direkt bis an die einzelnen Häuser zu legen, gehe zu weit, der Aufwand sei zu groß, u.a. weil von jedem einzelnen Grundstücksbesitzer eine Genehmigung eingeholt werden müsse, hinzu kämen die Tiefbauarbeiten auf den Grundstücken, erklärte Wolter auf Nachfrage. Wichtig sei zunächst, die Glasfaserleitungen in die Orte zu bringen. „Von da aus können wir dann immer noch erweitern“, sagte Wolter. Außerdem solle auch über die Kupferleitungen in Zukunft eine Geschwindigkeit von bis zu 400 mbit/s möglich sein. Für Firmen bestehe die Möglichkeit, die Glasfaserleitung direkt ins Haus legen zu lassen, dies sei aber mit anderen Kosten verbunden und kein Massenprodukt.

Ritter freute sich, die Versorgungslücke in den beiden Dörfern schließen zu können, denn „mittlerweile entscheidet auch ein leistungsfähiger Internetanschluss darüber, ob eine junge Familie in die Kommune zieht oder nicht“. Früher habe man viel Geld in den Ausbau der Straßen investiert, inzwischen habe der Ausbau des Internets die gleiche Priorität, sagte Ritter.

Höfens Ortsvorsteher Peter Theißen sprach von einer „riesigen Sache für die Stadt“, jahrelang habe man für den Ausbau des Internets gekämpft, die Bürger in Höfen hätten förmlich danach geschrien – nicht nur die Firmen – schließlich sei schon der Versand von E-Mails ein Drama gewesen. Dieser Aussage schloss sich Kalterherbergs Ortsvorsteher Norbert Rader an. Der Ausbau sei für die Orte „enorm wichtig“, so sei in Zukunft auch ein vernünftiges Arbeiten von zu Hause aus möglich.

Außerdem gewinne das Leben in Höfen und Kalterherberg auch für Familien mit Kindern an Attraktivität, denn auch mit Blick auf den Unterricht an den Schulen wachse die Bedeutung des Internets. Welche Bedeutung ein schneller Internetanschluss inzwischen hat, verdeutlichte Ritter an einem Beispiel. Als über die zukünftigen Standorte der Grundschulen diskutiert wurde, habe sich eine junge Frau zu Wort gemeldet und gesagt: „Über Schulen brauchen wir hier gar nicht zu diskutieren, wenn es kein vernünftiges Internet gibt, dann bleiben wir sowieso nicht hier.“

Auch Autohaus-Besitzer Jürgen Kirch verdeutlichte den Stellenwert anhand eines Beispiels aus seinem Unternehmen: „Wir hatten uns ein teures Computerprogramm angeschafft, das wir aber nicht richtig nutzen konnten, weil die Internetverbindung immer wieder zusammenbrach.“ In Zukunft werde das nicht mehr passieren, versicherte Anja Oppermann, die bei der Telekom als Ansprechpartnerin für die Kommunen fungiert.

Die anderen Orte in der Stadt Monschau sollen aber auch nicht mehr ewig auf schnellere Internetverbindungen warten müssen. „Unser Ziel ist es, bis Ende nächsten Jahres alle unterversorgten Gebiete in der Stadt Monschau mit schnellem Internet zu versorgen“, sagte Ritter. Handlungsbedarf besteht u.a. noch in einem kleinen Teil von Höfen, in Mützenich an der Reichensteiner Straße sowie in Konzen und in Imgenbroich. Die Ausschreibungen für Konzen und Imgenbroich seien bereits in Vorbereitung erklärte Ritter. Sobald die neuen Förderkriterien bekannt seien, würden die Anträge gestellt. Zu rechnen sei damit voraussichtlich im April.

Wer in Höfen und Kalterherberg einen neuen und schnelleren Internetzugang nutzen möchte, muss sich bei der Telekom melden, sonst bleibt alles beim Alten. Eine automatische Umstellung erfolgt nicht. Die Bürger können sich aber jetzt schon über den Ausbaustand informieren und sich für einen Anschluss registrieren. Das ist unter www.telekom.de/schneller oder im Multimedia-Shop bei Reiner Harth, Trierer Straße 268, Telefon 02472/912066, Fax 02472/912077, www.multimediashop-it.de, möglich. Dort können mögliche Interessenten auch alle weitere Fragen rund um den Ausbau und ihren Anschluss klären. „Bisher hatten wir schon rund 280 Anfragen. Die Tendenz ist stetig steigend“, sagte Harth.

Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert