Internationaler „Fieldday“: Funkamateure treffen sich am Bauernmuseum

Von: ho
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Für den Fieldday nahmen die Organisatoren vorab schon einmal das Gelände rund um Bauernmuseum und Vennbahn in Augenschein. Alex Ritter (v.l.), Hans-Jürgen Bersch, Horst Wipper, Horst Strömer, Andreas Hermanns und Christian Scheffler waren von der Lokalität begeistert. Foto: Karl-Heinz Hoffmann

Lammersdorf. „Es darf gefunkt werden“ lautet die Devise am 9. und 10. September am Lammersdorfer Bauernmuseum. Dort findet dann erstmals ein internationaler Funktreff (Fieldday) der Funkamateure statt. Organisiert wird diese offene Veranstaltung in erster Linie von den Ortsverbänden G18 Rurland und G26 Nordeifel des DARC (Deutscher Amateur-Radio-Club e.V.).

Wie Mitorganisator Andreas Hermanns aus Lammersdorf erklärte, soll das Wochenende vor allem dem Austausch untereinander, einem gemütlichen „Klönschnak“, Basteln und Löten, eventuell einem kleinem Flohmarkt und natürlich der Präsentation nach außen dienen. Hierzu werden mehrere Stationen aufgebaut, an denen die verschiedenen Betriebsarten und Möglichkeiten allen Interessierten vorgeführt werden und ausprobiert werden können.

Hermanns: „Der besondere Reiz liegt aber nicht nur an der schönen Örtlichkeit, sondern auch darin, dass aus zwei Ländern, nämlich aus Deutschland und Belgien, gefunkt werden kann, da die Staatsgrenze genau um das Museum und somit quer über das Gelände verläuft.“ Hinzu kommt dann auch noch, dass das Museum direkt am Vennbahnradweg liegt, der an sonnigen Wochenenden gut frequentiert ist.

Von der Lokalität zeigte sich nicht nur Christian Scheffler, stellvertretender Vorsitzender des Ortsverbandes G18 Rurland, begeistert. Wie die Veranstalter hervorheben, sind alle Interessierten zu diesem Fieldday herzlich eingeladen. An beiden Tagen sind Besucher ab 11 Uhr willkommen. Andreas Hermanns: „Jeder ist herzlich eingeladen. Einfach nur vorbeischauen oder selbst mitmachen. Eine Anmeldung ist nur erforderlich, wenn jemand eine Station oder ähnliches aufbauen möchte, damit wir besser planen können.“

Ein Highlight wird an beiden Tagen sicher der „Funk-Unimog“ von Hans-Jürgen Bersch, dem Vorsitzenden des G26 Nordeifel, sein. Zur fahrbaren Funkstation von Bersch stellt Hermanns fest: „Das wird sicher unser Eyecatcher.“

Zwecks Kommunikation hat man auf Facebook die Gruppe „Fieldday am Bauernmuseum 2017“ gegründet. Auf dieser Seite, die auch als Planungsplattform für die Aktiven dienen soll, werden detaillierte Informationen zu der zweitägigen Veranstaltung veröffentlicht. Ergänzend weist Hermanns dann noch darauf hin, dass es für die Geocacher sicher interessant sei, dass anlässlich des Fielddays erstmals ein Funk-Cache gelegt werde.

Ohne Lizenz läuft nichts

Im Deutschen Amateur-Radio-Club e.V. ist der Ortsverband G26 Nordeifel im Übrigen mit 21 Mitgliedern vertreten. Einfach nur so in seiner Freizeit zu funken, geht ohne entsprechende Lizenz überhaupt nicht, da Amateurfunk offizieller Funkdienst ist. Wer auf Amateurfunk-Frequenzen senden möchte, muss eine Prüfung bei der Bundesnetzagentur absolvieren. Die Einsteigerklasse „E“ verlangt Kenntnisse in Technik, Betriebs- und Gesetzeskunde.

Für die Klasse „A“ – von Langwelle ab 400 Kilohertz bis weit in den Gigahertz-Bereich (GHz) – werden vertiefend die Themenbereiche Schaltungsaufbau, Ausbreitungsbedingungen und Antennenbau abgefragt. Nach Erhalt der Lizenz gibt es ein persönliches Rufzeichen, mit dem der Hobbyfunker auf der ganzen Welt eindeutig zu identifizieren ist. Im weltweiten Funkverkehr müssen alle Nachrichten ferner offen verschickt werden; Verschlüsselungen sind nicht erlaubt. Für eine weltweite Verbindung über Kurzwelle reichen dann schon ein paar Meter Draht als Antenne.

Für den UKW-Bereich hat man dann auch schon mal eine riesige Richtantenne im Garten stehen. Beim Senden über Ultrakurzwelle (UKW) kann zudem der Mond als Reflektor benutzt werden. Highlights für alle Funkamateure sind natürlich weite und spannende Funkverbindungen mit bisher unbekannten Personen.

Da kann es auch vorkommen, dass man plötzlich dem Funkverkehr mit dem Raumschiff MIR lauscht oder Verbindung zu einer Funkstation in der Antarktis bekommt. Für die Besucher beim Lammersdorfer Fieldday besteht also die Chance dabei zu sein, wenn ein solches Funker-Highlight zustande kommt.

Wenn Handynetze und Internet versagen, sind die Funker immer noch in der Lage, zu kommunizieren. Für den Fieldday am Bauernmuseum erhofft sich Andreas Hermanns schönes Wetter, damit sich möglichst viele Besucher über das interessante Hobby der Amateurfunker informieren.

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