Interesse am Erhalt der Marienkapelle ist groß

Von: Helga Giesen
Letzte Aktualisierung:
7050831.jpg
Viele interessierte Besucher diskutierten im Roetgener Pfarrheim unter der Moderation von Marion Behrendt-Höhne über die Gründung eines Fördervereins für die Marienkapelle. Foto: Helga Giesen

Roetgen. Am Erhalt der Marienkapelle sind offenbar viele Roetgener Bürger interessiert. Auf einem ersten Informationsabend wurden jetzt die Weichen für die Gründung eines Fördervereins gestellt. „Ich bin überwältigt“, freute sich Marion Behrendt-Höhne vom Kirchenvorstand, die gemeinsam mit Hildegard Faymonville, Gisela Kanther, Herbert Hennes und Werner Kreitz zu dieser Veranstaltung eingeladen hatte, über den unerwartet guten Besuch.

Rund 50 interessierte Bürger waren ins Pfarrheim „de Kerchbröck” gekommen. Kurz erläuterte Marion Behrendt-Höhne noch einmal die Situation, die durch Sparmaßnahmen des Bistums entstanden war. Wie berichtet, gehören in Roetgen die Marienkapelle und das Pfarrhaus nach der Bewertung durch das kirchliche Immobilienmanagement (KIM) zu den Gebäuden, für deren Unterhaltung es künftig keine Zuschüsse aus Kirchensteuermitteln mehr geben wird.

Dies habe dazu geführt, dass ein kleines, engagiertes Team eine bereits früher im Kirchenvorstand angestellte Überlegung zur Gründung eines Fördervereins wieder aufgegriffen habe. Als Verein habe man die Möglichkeit, neben steuerlich absetzbaren Mitgliedsbeiträgen – angedacht sind 25 Euro/Jahr – auch Spenden sowie Zuwendungen von Institutionen wie der Sparkasse entgegenzunehmen.

Verein nicht belasten

Ihren Vorgängern im Kirchenvorstand dankte Marion Behrendt-Höhne besonders dafür, dass sie die Marienkapelle immer in einem guten baulichen Zustand gehalten haben. Daher seien auf längere Sicht keine größeren Instandhaltungsmaßnahmen zu erwarten, betonte sie auf Nachfrage. Kosten für Versicherungen etc. werden weiterhin von kirchlicher Seite getragen, die Pflege des Geländes vor der Kapelle habe die Gemeinde als Grundeigentümer übernommen und die Unterhaltung der unter Naturschutz stehenden Linde, die einen hohen Pflegeaufwand erfordert, werde durch das Umweltdezernat sichergestellt, nannte sie einige weitere Punkte, die einen Förderverein nicht belasten werden.

Rechtlich verantwortlich bleibe die Kirchengemeinde als Eigentümer der Immobilie, ein Förderverein leiste unterstützende Hilfe. Dabei gehe es ausschließlich um die Marienkapelle, nicht um das Pfarrhaus, stellte sie klar. In einer angeregten Diskussion wurden die Möglichkeiten, aber auch die Grenzen für die Beteiligung eines Fördervereins erörtert. Dabei ging es sowohl um künftige Nutzungen als auch schon konkret um erste Maßnahmen, die ergriffen werden sollten.

Offene Türen

Allen Teilnehmern war die Feststellung wichtig, dass der Einsatz für die Marienkapelle nicht konfessionell gebunden sei, sondern die Türen zur Mitarbeit offen stehen für alle, denen der Erhalt dieses kulturellen Erbes am Herzen liegt. Zwar habe sich das Vorbereitungsteam schon Gedanken über eine Mustersatzung gemacht, jedoch sei noch nichts festgezurrt und weitere Argumente und Anregungen könnten noch eingearbeitet werden, erklärte Marion Behrendt-Höhne und lud zu einem weiteren vorbereitenden Diskussionsabend für Dienstag, 25. Februar, wieder um 19.30 Uhr im Pfarrheim, ein. Interessenten können auch schon vorher unter Telefon 02471/4278 Kontakt aufnehmen.

Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert