Initiative „Pro Umgehungsstraße Kesternich” wird aktiv

Von: hes
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In den letzten Tagen des Jahres sind die Befürworter der Ortsumgehung Kesternich (hier bei ihrer Plakataktion vor einigen Monaten) erneut aktiv geworden und haben bei den Bürgern um Unterstützung geworben. Foto: H. Schepp

Kesternich. Drei Jahrzehnte nachdem der erste Gedanke einer Umgehungsstraße für Kesternich geboren wurde, geht das Projekt in seine entscheidende Phase. Im kommenden Frühjahr muss der Simmerather Gemeinderat entscheiden, ob die viel diskutierten Pläne einer Verkehrsentlastung für Kesternich in die Tat umgesetzt werden.

In den letzten Tagen des Jahres sind vor diesem Hintergrund die Befürworter der Ortsumgehung Kesternich erneut aktiv geworden und haben bei der Bürgerschaft um Unterstützung geworben. „Um bei den entscheidenden Institutionen mit unseren schriftlichen Eingaben ein entsprechendes Gewicht zu vertreten, bitten wir alle, die ähnlich denken wie wir, sich uns anzuschließen”, heißt es in einem Flugblatt der Interessengemeinschaft „Pro Umgehungsstrasse Kesternich”.

Tourismus und Lkw-Maut

Das Schreiben wurde vergangene Woche an jene Hälfte der Kesternicher Haushalte verteilt, „die derzeit vom Verkehr der Bundesstraße benachteiligt sind und die von der neuen Umgehungsstraße stark profitieren würden”, so Mitinitiator Christoph Keischgens.

Noch einmal führt Keischgens als direkter Anwohner der Bundesstraße die Gründe für die Umgehungsstraße an: „Alleine die aktuellen Verkehrszahlen sind ausreichend, um die Umgehungsstraße Kesternich trotz geringer umwelttechnischer Bedenken und leerer Finanzkassen als das sinnvollste und dringendste Straßenbauprojekt der Nordeifel anzusehen”, so Christoph Keischgens.

Stetig steigender Rurseetourismus, die Sperrung der Strecke Steckenborn-Woffelsbach für Motorräder, 40 Millionen Euro Investition in Vogelsang und ein entsprechendes Besucheraufkommen sowie die Maut, die sich viele Lkw mit der Abkürzung durch die Eifel sparen, seien weitere schwergewichtige Argumente.

„Nach vielen Diskussionen mit betroffenen Anwohnern habe die geplante neue Trasse inzwischen einen ausreichenden Abstand zu den bebauten Grundstücken und werde punktuell mit zusätzlichen Lärmschutzmaßnahmen versehen. Leider gibt es in unserem Dorf trotzdem eine Minderheit, die befürchtet, durch die Umgehungsstraße negativ beeinträchtig zu werden”, schreibt die Initiative.

Obwohl offizielle Verkehrsmessungen von 8000 Fahrzeugen täglich sprechen würden, „versuchen die Gegner mit eigenen Zahlen das Projekt zu kippen”, heißt es weiter. „Wir wollen es nicht dazu kommen lassen und werden dafür kämpfen, dass die Umgehungsstrasse Kesternich so schnell wie möglich verwirklicht wird”, werben Christoph Keischgens und die übrigen - namntlich genannten - Initiatoren um Unterstützung.

Rurseeorte mit im Boot

In den ersten Januartagen wird die Initiative „Pro Umgehungsstrasse Kesternich” speziell bei den Bewohnern der Straucher- und Bundesstraße persönlich vorstellig werden. Auch die touristischen Gewerbetreibenden in Rurberg und Einruhr will man mit ins Boot holen, da diese „ebenfalls von einem störungsfreien Verkehrsfluss durch die Eifel profitieren”, so Keischgens.

Und die Standortentwicklung Vogelsang kalkuliere durch die Investition von 40 Millionen Euro in den nächsten drei Jahren mit einer Verdopplung der Besucherzahlen auf 400.000 pro Jahr. Auch dort sei man „sehr an der Umgehungsstraße Kesternich interessiert”.
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