Indischer Elfenbeinwagen: Vom Wohnzimmer ins Rathaus

Von: ani
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Eine wertvolle Arbeit stellte Dr. Hasmukh Bhate (li.) Bürgermeister Karl-Heinz Hermanns zur dauerhaften Ausstellung im Eingangsbereich des Rathaus zur Verfügung. Der indische Elfenbeinwagen hatte bisher das Wohnzimmer des Mediziners geschmückt und Simmerath wird nun in einer Vitrine im Rathausfoyer für die Öffentlichkeit zugänglich gemacht und für Glanz sorgen. Foto: A. Hoffmann

Simmerath. Fast drei Jahrzehnte war Dr. Hasmukh Bhate (71), Arzt für Anästhesie und Homöopathie, bis zu seiner Pensionierung im Krankenhaus Simmerath tätig. Der Name des aus Indien stammenden langjährigen Chefarztes des Krankenhauses, der sich in der Bevölkerung aufgrund seiner sympathischen Art großer Beliebtheit erfreute, war dabei stets auch mit seiner Heimatgemeinde Simmerath eng verbunden.

Dies wollte er nun noch einmal mit der Übergabe einer wertvollen kunsthandwerklichen Arbeit an Bürgermeister Karl-Heinz Hermanns im Foyer des Simmerather Rathauses zum Ausdruck bringen. Hierbei handelte es sich um einen handgeschnitzten Elfenbeinwagen aus Indien, der nun dauerhaft im Eingangsbereich des Rathauses ausgestellt werden soll. Bürgermeister Karl-Heinz Hermanns bedankte sich für das kostbare Exemplar und merkte an: „Das zeigt auch, wie sehr Dr. Bhathe, der für viele Simmerather in vielerlei Hinsicht Aushängeschild war, mit der Gemeinde verbunden ist“.

Mit dem ihm scheinbar unzertrennlich verbundenen freundlichen Lächeln schilderte Dr. Bhate, dass sein Vater um 1970 herum den Elfenbeinwagen für ihn in Südindien habe anfertigen lassen. Auf dem vierspännigen Streitwagen ist der Gott Krishna und Arjunas dargestellt, deren Geschichte in das heilige Buch des Hinduismus einging.

Bei Thronstreitigkeiten zwischen den Nachkommen der Brüder Kauravus und Pandavas drohte schließlich ein bewaffneter Konflikt, bei dem der Pandavaheld Arjuna im bevorstehenden Kampf gegen seine Verwandschaft von Zweifeln geplagt wurde. Krishna zeigte ihm daraufhin den richtigen Weg zum Handeln, erklärte Dr. Bhate zu besagtem Epos und ergänzte: „Bei der Erfüllung unserer Pflichten sollten wir stets unseren Blick auf das Unvergängliche richten und uns nicht vom Vergänglichen verwirren lassen - was weltweit heutzutage der Fall ist“.

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