Simmerath - In Simmerath können jetzt auch Elektroautos tanken

In Simmerath können jetzt auch Elektroautos tanken

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Simmeraths Bürgermeister Karl
Simmeraths Bürgermeister Karl-Heinz Hermanns und Beigeordneter Roger Nießen fanden gleich Gefallen am Elektroauto, das die EVW für einige Wochen zur Verfügung stellt. Foto: P. Stollenwerk

Simmerath. Wer seine Batterien wieder auftanken möchte, ist in der Rursee-Gemeinde Simmerath in mehrfacher Hinsicht richtig. Ab sofort können dort auch Elektroautos ihre Akkus kostenlos aufladen.

Vor dem Rathaus in Simmerath nahm der regionale Energieversorger EWV jetzt eine Ladesäule in Betrieb.

„Insgesamt betreiben wir mittlerweile zwölf Ladesäulen in der Städteregion Aachen und im Kreis Düren. In der Nordeifel ist dies nach Roetgen unsere zweite Stromtankstelle”, sagte EWV-Geschäftsführer Manfred Schröder, bei der gemeinsamen Eröffnung mit Bürgermeister Karl-Heinz Hermanns.

Auf leisen Reifen durfte der erste Bürger der Gemeinde eine Probefahrt machen - und zwar in einem Fiat 500, den er und sein Team nun für mehrere Wochen von der EWV als Testfahrzeug zur Verfügung gestellt bekommt.

Bei der temporären Übergabe sagte Hermanns, dass die Gemeinde Simmerath geradezu prädestiniert sei als Standort für ein Elektroauto mit Blick auf die Nutzung regenerativer Energien und einem Pumspeicher-Kraftwerk als Zukunftsprojekt.

Mit einem leichten Summen gleitet das grün-weiße Auto durch die Straßen und wird dann mit einem Stromkabel an die Ladesäule angeschlossen. Leider verbleibt das hübsche Auto nur für einige Wochen in den Händen der Gemeinde auch wenn der Bürgermeister mit kreativen Argumenten um eine längere Nutzungsdauer warb.

Kostenlos aufladen

Den vollen Tank gibt es übrigens schon für vier Euro. „Doch bis Jahresende ist das Tanken an unseren Ladesäulen kostenlos”, sagt Manfred Schröder. An der Ladestation auf dem Rathausplatz sind dafür extra zwei Parkplätze reserviert worden. Die Reichweite des Kleinwagens mit voller Ladung liegt bei rund 130 Kilometern; das komplette Aufladen dauert rund drei Stunden.

Zwar seien Elektroautos im Straßenverkehr heute noch die Ausnahme, doch würden sie in der Zukunft eine wichtige Rolle spielen, davon ist Bürgermeister Karl-Heinz Hermanns überzeugt. „Die Einführung der Elektromobilität ist für mich ein weiterer Baustein zur Reduzierung des Verbrauchs fossiler Brennstoffe und damit wirksam zum Schutz unserer Ressourcen.”

An den Ladesäulen der EWV kann ausschließlich „Kraftstoff” aus erneuerbaren Energiequellen getankt werden. „Damit ist der Nutzer dann wirklich zu 100 Prozent umweltfreundlich unterwegs!”, hob Geschäftsführer Manfred Schröder hervor.

Dabei sei die Bereitstellung von Stromtankstellen nur einer von vielen wichtigen Bausteinen. „Wir wollen zeigen, dass Elektroautos im Alltag funktionieren. Denn sie verfügen über ausreichende Reichweiten für die regionale Nutzung, zum Beispiel als Pendelfahrzeug für den Weg zur Arbeit.” Aus diesem Grund wird die EWV in Kürze ihre 14. Ladesäule einrichten, und zwar in Monschau.

Nach Schätzung der EWV sind in der Städteregion aktuell etwa 40 Elektrofahrzeuge unterwegs.

Wer sich heute ein Elektroauto anschaffen möchte, muss zwar noch recht tief in die Tasche greifen, doch die Fahrzeugentwickler haben bereits die ersten erschwinglichen Modelle hervorgebracht. „Einige davon zeigen wir auf unserem 6. EWV-Energiespartag”, so Manfred Schröder. Zu sehen gibt es dann auch die neuesten Modelle wie den Opel Ampera, einen Mitsubishi i-miev und eine Mia.

Info und Unterhaltung beim Energiespartag

Der 6. EWV-Energiespartag findet am Samstag, 4. Februar, von 10 bis 15 Uhr im Hauptgebäude der EWV, Willy-Brandt-Platz 2 in Stolberg statt. Neben dem wichtigsten Thema Elektromobilität steht die Energiesparberatung durch Fachleute von Verbraucherzentrale, altbau plus, Energieagentur NRW sowie effeff.ac und EWV im Vordergrund. Abgerundet wird der Tag durch ein Familienprogramm mit Musik, Zauberei und Hubsteigerfahrten.

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