In Roetgen: Warten auf den weißen Rauch

Von: Ernst Schneiders
Letzte Aktualisierung:

Roetgen. Weißer Rauch ist aus dem Rathaus noch nicht aufgestiegen. Die fünf Fraktionen im neuen Kommunalparlament rangeln weiter um Personal und Posten. Vieles ist geklärt, aber einige Knackpunkte gibt es noch.

Und so reicht die Einschätzung des aktuellen Sachstandes von „Wir sind auf der Zielgeraden” bis hin zu „Ein gemeinsames Personaltableau sehe ich noch nicht”.

Ein Punkt heftiger Debatte in der interfraktionellen Runde am Mittwochabend war die Größe der Ausschüsse. 14 Köpfe zählen die meisten bisher. Das wollte die CDU auch so lassen, wegen ihrer vielen sachkundigen Bürger, die sie in die Arbeit einbinden will.

Der SPD passte das unterdessen überhaupt nicht in den Kram. In einem Ausschuss mit zwölf Mitgliedern spiegele sich wider, dass die Sozialdemokraten im Rat die stärkste Fraktion stellen.

Das alles hat ein wenig den Beigeschmack von Deutungen im Kaffeesatz, denn niemand weiß, wie sich die ehemaligen Kooperationspartner im bürgerlichen Lager, die Grünen und die FDP, verhalten. Dann sind ohnehin alle Rechenbeispiele über den Haufen geworfen.

Pattsituationen gibt es bei allen Ausschussgrößen, wenn man zwei politische Blöcke aus SPD/UWG auf der einen und CDU/Grüne/FDP auf der anderen Seite bildet. Allerdings wird die UWG nicht müde zu beteuern, dass es in den kommenden fünf Jahren keine Kooperationen und Bündnisse geben wird.

Recht glauben mag man das freilich nicht in jedem Fall, denn wie zu erfahren war, schienen sich SPD und UWG vor der Verhandlungsrunde bereits in einigen Punkten verständigt zu haben. So ist dem Vernehmen nach die SPD bereit, der UWG den lukrativen Sitz im Sparkassenbeirat zu überlassen.

Diesen Platz am einzig wirklichen „Fleischtopf” beansprucht normalerweise die stärkste Fraktion für sich, und das wäre die SPD. Die hüllt sich aber in Schweigen und öffnet damit Spekulationen Tür und Tor, welche „Gegenleistung” die UWG wohl werde erbringen müssen.
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