In Roetgen ist endlich weißer Rauch aufgestiegen

Von: Ernst Schneiders
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Roetgen. Durchatmen in den fünf Roetgener Ratsfraktionen. Bis auf eine Ausnahme hat man sich in einer dritten interfraktionellen Sitzung am Donnerstag auf ein gemeinsames Personaltableau für die konstituierende Ratssitzung am kommenden Dienstag geeinigt.

Die letzten strittigen Fragen waren bis auf eine nach etwa einer halben Stunde von Tisch. Und so wird es am Dienstag nur eine Kampfabstimmung geben. Der weiße Rauch konnte endlich aufsteigen.

„Ja, ich bin zufrieden”, mit den Ergebnissen und auch mit seiner persönlichen und der Führungsrolle der SPD als stärkster Fraktion in diesen Verhandlungen, bekannte Fraktionschef Klaus Onasch.

Lob kam von der ebenfalls „sehr zufriedenen” UWG-Fraktionsvorsitzenden Silvia Bourceau: „Herr Onasch hat gute Arbeit geleistet.” Die Unabhängigen haben im ersten Personalpoker ihrer kommunalpolitischen Geschichte einige ihrer Vorstellungen umsetzen können. So werden sie künftig den Vorsitz im Betriebsausschuss übernehmen und erhalten den stellvertretenden Sitz im Sparkassenbeirat. Den ordentlichen Sitz bekommt die SPD als stärkste Fraktion.

Verzicht auf Vorsitz

„Zufrieden” zeigte sich ebenfalls Gerd Pagnia, Fraktionssprecher der Grünen, dem die CDU den Sitz im Wasserverband Perlenbach überlassen hat. Pagnia sprach von einem „Geben und Nehmen. Die einen haben gegeben, die anderen haben genommen”. Verzichtet haben die Grünen auf den Vorsitz im Ausschuss für Umwelt, Tourismus und Forst, den sie in der vergangenen Legislaturperiode innehatten. „Wir brauchen ihn nicht. Es ist besser, wenn wir mit zwei Leuten argumentieren können, als wenn einer nur vorne sitzt und die Verhandlung führt. Wir haben den Vorsitz der SPD überlassen. Ich hoffe, dass die SPD sich darüber freut.”

Grund zur Freude hat jedenfalls CDU-Fraktionsvorsitzender Michael Seidel. Freude darüber, dass es gelungen ist, neben einigen Zwölfer-Ausschüssen auch zwei wichtige 14er-Ausschüsse zu bilden, um die zahlreichen sachkundigen Bürger unterzubringen. Ansonsten wusste die Union, was nach dem Wahldesaster auf sie zukam. Seidel: „Damit können wir leben, da sind wir Demokraten genug.”
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