In der Woffelsbacher Bucht ist auch Toleranz gefragt

Von: P. St.
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Viele gestalterische Möglichk
Viele gestalterische Möglichkeiten bietet die Woffelsbacher Bucht. Der einstige Gemeindecampingplatz ist inzwischen geräumt, um Platz für das neue Jugenddorf zu schaffen. Foto: P. Stollenwerk

Woffelsbach. Die Jugend kann bald kommen: Die Umgestaltung der Woffelsbacher Bucht nimmt nach Jahren der Planung und Diskussion nun langsam konkrete Formen an. Der ehemalige Gemeindecampingplatz, bisher für die Öffentlichkeit nicht zugänglich, ist geräumt.

Und trotz des niedrigen Wasserstandes im Rursee werden die gestalterischen Möglichkeiten deutlich, die dieses Gelände bietet.

Ein kleines Jugenddorf (vier Wohn- und Schlafhäuser sowie ein Gemeinschaftshaus) für maximal 60 Jugendliche insgesamt sollen in der Bucht entstehen.

Die konkrete Planung und Konzeption stellte die Gemeinde Simmerath jetzt im Rahmen einer Bürgerinformation im Haus Rurseeklänge vor. Rund 70 Interessenten wollten aus erster Hand hören, was künftig in Woffelsbach zu erwarten ist. Bürgermeister Karl-Heinz Hermanns freute sich über das große Interesse der Bevölkerung an der zukünftigen Entwicklung in Woffelsbach mitzuwirken.

Durchweg wurde das Projekt Jugendtourismus positiv aufgenommen, aber es wurden auch Bedenken geäußert, dass das Werben um junge Besucher negative Begleiterscheinungen mitbringen könnte. Der Bürgermeister appellierte jedoch an die Kritiker, dem Projekt mit Toleranz zu begegnen.

Seit 2005 ist das Projekt Jugendtourismus auf dem Tisch - damals wurden noch unter dem Arbeitstitel „Neue Mitte.” Ideen und Vorschläge wurden seitdem gesammelt und geprüft. Nach gelungener Bewilligung des Projektes läuft die Maßnahme jetzt im Rahmen des EU-Projektes Blue Spot - Hot Spot.”

Hierbei habe sich Woffelsbach gegen eine „erhebliche internationale Förderkonkurrenz” durchgesetzt, erläuterte Dipl.-Ing. Bernd Becker vom Planungsbüro der Gemeinde Simmerath.

Die Woffelsbacher Bucht soll ein vollkommen neues Gesicht erhalten. Die Umgestaltung kostet 1,5 Millionen Euro. 80 Prozent davon (1,2 Millionen Euro) werden durch die Förderung finanziert, 300 000 Euro muss die Gemeinde aus eigener Kraft einbringen.

Neben dem Jugenddorf ist auf ein kleiner Zeltplatz, ein Grillplatz, ein Soccer-Feld (das im Winter zur Eislauffläche werden kann) und ein Beachvolleyball-Feld geplant.

Der Wolfsbach, der das Gelände durchfließt, wird renaturiert, es gibt eine Wasserspielfläche, die Uferböschung zum See wird terrassenförmig gestaltet, es wird ein Steg gebaut, der auch kleine Veranstaltungen zulässt, dazu gibt es ein bewegliches Floß und die Wege rücken näher ans Ufer.

Auch wenn der Rursee-Wasserstand unberechenbar ist, sollen die Wege, bezogen auf Durchschnittsjahre, während der Saison außerhalb des Staubereiches liegen.

Nach vier runden Tischen und vielen Diskussionsrunden soll das Projekt jetzt starten, denn die Zeit drängt: Der Förderbescheid schreibt eine Fertigstellung bis zum 15. November 2012 vor.

Gleichzeitig, aber finanziell unabhängig vom Projekt Jugendtourismus, erfolgt derzeit bereits die Dorferneuerung auf der Wendelinusstraße inklusive der Schaffung eines Ortsmittelpunktes auf dem bisherigen Parkplatz oberhalb der Woffelsbacher Bucht. Dieses Gelände soll künftig der wichtigste Zugangsbereich für das Gelände sein, das komplett der Öffentlichkeit zur Verfügung steht.
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