„In der Schlad“ in Rollesbroich bietet Platz für 42 Grundstücke

Von: P. St.
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Noch im Schnee versunken, aber bald ein hübscher Platz für Häuslebauer: In diesem Frühjahr soll mit der Erschließung der Baugebietes In der Schlad in Rollesbroich begonnen werden. Insgesamt 42 Grundstücke können hier bebaut werden. Foto: P. Stollenwerk

Rollesbroich. Der Ort Rollesbroich soll wachsen: Eines jahrelangen Vorlaufes bedurfte es allerdings, ehe nun mit der Erschließung des Baugebietes in der Schlad begonnen werden kann. Damit würde die große Baulücke zwischen dem nördlichen Ortsrand und Deffertsfeld geschlossen. Die Bauarbeiten sollen im Frühjahr beginnen.

Der Struktur- und Hochbauausschuss der Gemeinde Simmerath legte jetzt die Verkaufsbedingungen für die kommunalen Grundstücke fest, denn 15 der 42 Grundstücke befinden sich im Besitz der Gemeinde Simmerath, der Rest in Privathand.

Für diese 15 Parzellen wurden individuell die Kaufpreise festgelegt. Wenn die Gemeinde die 15 Grundstücke an den Mann oder die Frau gebracht hat, wird das eine Million Euro in die Haushaltskasse spülen. Allerdings werden die Einnahmen fast vollständig von den Ausgleichszahlungen im Umlegungsverfahren und der Erschließung aufgebraucht. Die Gesamtfläche der Grundstücke beträgt 16400 Quadratmeter, die der Gemeinde im Zuge eines Umlegungsverfahren zugeteilt wurden.

Das Neubaugebiet In der Schlad soll in diesem Jahr durch die Weber Consultung GmbH Pforzheim erschlossen werden. Mit den privaten Grundstückseigentümern hat die Gesellschaft bereits Verträge abgeschlossen, der Erschließungsvertrag mit der Gemeinde soll in Kürze unterzeichnet werden.

Auch entlang der Landstraße 160 befinden sich einige der Gemeindegrundstücke. Hier muss ein Lärmschutzwall angelegt werden, ebenso ein Pflanzstreifen. Auch ein geschützter Baumbestand muss berücksichtigt werden. Da es sich bei den Gemeindegrundstücken zum Teil um sehr große Parzellen handelt, hat sich die Gemeinde bei der Festlegung der Verkaufspreise nicht am für Rollesbroich geltenden Bodenrichtwert (65 Euro/Quadratmeter) orientiert, da dies eine Vermarktung erschweren würde.

Stattdessen wurde eine individuelle Bewertung vorgenommen. Bei der Kaufpreisermittlung wurden aufgrund der besonderen Gegebenheiten unterschiedliche Quadratmeterpreise (100 Euro für das reine Baufenster, 10 Euro für Erdwall und Pflanzstreifen und 50 Euro für die Restfläche) angesetzt, woraus sich der jeweilige Durchschnittspreis für die Grundstücke errechnet.

Die Durchschnittspreise, bezogen auf die Grundstücksgröße, liegen somit zwischen 47 und 75 Euro, was einem Gesamt-Durchschnitt von 61 Euro je Quadratmeter entspricht. Eingerechnet ist dabei bereits der Kanalanschlussbeitrag. Die Gesamtgröße der Grundstücke bewegt sich zwischen 600 und 2300 Quadratmeter. Die Preisspanne ist entsprechend breit gestreut: Ein Mini-Grundstück ist für 41.000 Euro zu haben, die größte Parzelle kostet 108.000 Euro.

Im Ausschuss fand die von der Verwaltung ausgearbeitete differenzierte Preisgestaltung, die die besondere Situation in diesem Baugebiet berücksichtigt, allgemeine Zustimmung. Christoph Poschen (CDU): „Wir freuen uns, dass das Baugebiet In der Schlad nun endlich konkrete Formen annimmt.“

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