Simmerath - In den Pausen um die Verpflegung gespielt

In den Pausen um die Verpflegung gespielt

Von: ani
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Der „Köttel-Club“ mit den ehemaligen Junker-Mitarbeitern Friedel Schmitz, Otto Peters, Detlev Breuer und Hubert Heck (v.re.) wandert seit über vierzig Jahren. Die aktive „Rentnerband“ arbeitete bei Junker in einer Abteilung als Hobler und Dreher zusammen. Foto: A. Hoffmann

Simmerath. Insgesamt waren sie 175 Arbeitsjahre bei der Firma Junker in Lammersdorf beschäftigt, haben dort auch alle ihre Ausbildung absolviert und später in einer Abteilung zusammen gearbeitet. So etwas schweißt zusammen und hat das vielfach bekannte Quartett vom sogenannten „Köttel-Club“ auch nach dem Ausscheiden aus dem Berufsleben nicht auseinanderbrechen lassen.

Chroniken angelegt

Friedel Schmitz und Detlev Breuer aus Rollesbroich sowie Hubert Heck aus Imgenbroich und Otto Peters aus Simmerath bilden das genannte Quartett, das 1968 den Köttel-Club gründete und seit diesem Zeitpunkt fast jedes Jahr zu einer mehr oder weniger langen gemeinsamen Wanderung aufgebrochen ist. „Unsere Wanderstrecken gingen durch das Hohe Venn, zu den umliegenden Talsperren und im Oktober 1986 haben wir eine zweitägige Moselwanderung durchgeführt“, berichtet Friedel Schmitz. Vor einigen Tagen absolvierte die „Rentnerband“ ihre 41. Wanderung. Zu allen hat Schmitz eine kleine Chronik angelegt, worin die wichtigsten Einzelheiten vermerkt sind.

Die erste Wanderung führte 1968 von Eicherscheid nach Widdau, 1983 ging es auf Schusters Rappen nach Hellenthal, und die 18. Wanderung im Jahre 1984 ist im Gedächtnis haften geblieben, weil man sich dabei im Hohen Venn fast verlaufen hätte. „Zu unseren Touren und den kleinen Pannen, die unterwegs passierten, könnten wir ein Buch schreiben“, merkt Friedel Schmitz schmunzelnd an.

Zum Club-Namen erklären die Junkerruheständler, dass es sich beim „Kötteln“ um ein selbst erfundenes Knobelspiel handelt, welches man zur aktiven Zeit bei der Firma Junker in der Nachtschichtpause spielte.

Bei diesem Spiel wurde die Grundlage für die Marschverpflegung bei den Wanderungen gelegt. „Gespielt wurde um fünfzig Pfennig“, erklärt Schmitz, „und der Gewinn wurde dann bei der jährlichen Wanderung in Bier umgesetzt“.

Dass das Bier damals lediglich eine halbe Mark kostete, haben die Herren auch noch in Erinnerung. Zu schätzen haben die Wanderer gewusst, dass sie bei fast allen Touren von ihren damaligen Arbeitskollegen nachts nach Hause gefahren wurden.

Die gemeinsamen Touren sind zwar inzwischen etwas kürzer geworden, haben aber für die vier ehemaligen Junker-Mitarbeiter nichts an ihrem Reiz verloren. Ob heute noch bei Junker in der Pause der Nachtschicht „geköttelt“ wird, war dem Wanderquartett allerdings nicht bekannt. Für das nächste Jahr haben sie auf jeden Fall ihre nächste Tour ins Visier genommen.

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