In den Ferien Kinderbetreuung gewünscht

Von: P. St.
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In Roetgen können Familien gut leben: Durchweg gute Noten gab es bei einer Elternbefragung. Foto: Archiv/P. Stollenwerk

Roetgen. Durchweg gute Noten geben die Eltern ihrem Wohnort Roetgen, wenngleich es auch kritische Bemerkungen zum Thema Kinderbetreuung und Informationsfluss gab. So lautet das Fazit einer groß angelegten Elternbefragung der Städteregion Aachen.

Das Ergebnis mit Blickpunkt auf die Gemeinde Roetgen wurde jetzt in der Sitzung des Roetgener Generationenausschusses von Mitarbeiterin Antje Rüter vom Amt für empirische Forschung vorgestellt. Insgesamt hatten sich an der Befragung 7500 Haushalte mit mindestens einem Kind beteiligt; 2700 Bögen (36 Prozent) kamen zurück. Aus der Gemeinde Roetgen erhielt man 100 Bögen zurück. Insgesamt waren 74 Einzelfragen zu beantworten.

Beim Durchschnittseinkommen rangieren die Roetgener Familien innerhalb der Städteregion auf Platz eins, aber auch Einkommens-Armut ist ein Thema; so gaben 17 Prozent der Befragten an, dass sie mit weniger als 750 Euro auskommen müssen. In 47 Prozent der Roetgener Haushalte ist der Mann der Allein-Erwerbstätige, aber in diesen Haushalten würde jede dritte Frau gerne einer Teilzeitarbeit nachgehen.

Was die Kinderbetreuung betrifft, benötigen in den bevorstehenden 12 Monaten 45 Prozent der befragten Eltern aus Roetgen keinen U3-Platz, aber 45 Prozent benötigen diesen sehr wohl.

Antje Rüter: „Daraus lässt sich ablesen, dass der U3-Bereich in der Gemeinde Roetgen ausgebaut werden muss.“

Ein Problem für viele Eltern sind die Schließzeiten der Kindertagesstätten und der Schule während der Ferien. Hier werden zusätzliche Angebote gewünscht.

Ein großer Pluspunkt für Roetgen, so lässt die Befragung erkennen, ist der Bereich Wohnen und Wohnumfeld. Immerhin verfügen die befragten Familien über eine Durchschnittswohnfläche von 149 Quadratmetern. Gelobt wird durch die Bank auch die geringe Verkehrsbelastung in der Gemeinde. Und beim Thema Kinderfreundlichkeit rangiert vor Roetgen innerhalb der Städteregion nur noch Baesweiler.

In die kommunale Planung allerdings fühlen sich die Befragten eher schlecht eingebunden. Nur zu 20 Prozent sehen die Eltern hier ihre Interessen berücksichtigt. Familienfreundliche Angebote würden unzureichend kommuniziert. Dagegen bezeichnen drei von vier Familien das Angebot der Ortsvereine als sehr gut, wie überhaupt das Freizeitangebot insgesamt in der Gemeinde gute Noten erhält.

Bemängelt wird, dass in der Gemeinde Treffpunkte für ältere Jugendliche fehlen, und auch die ärztliche Versorgung liegt in der Bewertung der Eltern unter dem Durchschnitt in der Städteregion.

Sämtliche Ergebnisse der Elternbefragung sind auf 120 Seiten zusammengefasst und stehen zum Download auf der Internetseite der Städteregion Aachen bereit.

Zustimmung fand am Ende noch die Anregung von Silvia Bourceau, dass ein runder Tisch die Vielzahl der Informationen noch vertiefen soll.

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