In Aachen lassen Geschäftsreisende Hotel-Kassen klingeln

Von: Udo Kals
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Aachen. Der Tourismus brummt - werden landesweit Rekordzahlen gemeldet, läuft das Übernachtungsgeschäft mit Besuchern aus nah und fern auch in der Städteregion gut.

Sechs Prozent mehr Gäste als 2010 wurden im Vorjahr vor allem in Aachen und der Nordeifel begrüßt, die 173 Hotels und Pensionen in der Städteregion mit mehr als neun Betten registrierten ein Plus von zwei Prozent bei den Übernachtungen. Dabei sind die Zahlen der Gäste aus dem Ausland (9,3 Prozent bei den Ankünften, 2,4 Prozent bei den Übernachtungen) nochmals stärker gestiegen.

„Die Zahlen sind extrem zufriedenstellend”, sagt denn auch Gabriele Philipp, Vize-Geschäftsführerin von Aachen Tourist Service. Kein Wunder, ist die Kaiserstadt im vergangenen Jahr mit einem Zuwachs von 7,3 Prozent an Gästen und mit einem Plus von 2,1 Prozent bei den Übernachtungen der Motor des touristischen Aufschwungs.

Dabei spielen wohl nicht nur Dom, Ludwig-Forum und Theater eine Rolle, sondern auch das Eurogress & Co. Zu großen Teilen ist die Entwicklung auch Geschäftsleuten zu verdanken, die nicht zur Erholung in die Kaiserstadt reisen. „Nach dem Einbruch im Krisenjahr 2009 ist das Tagungs- und Kongressgeschäft, das rund 70 Prozent unserer Gäste ausmacht, wieder auf Touren gekommen”, sagt Philipp. Und sie betont: „Die Zahlen zeigen, dass Aachen Potenzial hat. Mit mehr Kapazitäten würden noch mehr Besucher kommen.” Die mittlere Auslastung der in Aachen angebotenen 4675 Betten liegt bei 50,9 Prozent - landesweit gibt es kaum einen höheren Schnitt.

Der schlechte Sommer

Profitiert Aachen vom Übernachtungsboom, sieht die Bilanz der touristischen Reiseziele in der Nordeifel - abseits der vom Landesamt in der Statistik nicht erfassten Tagestouristen - denn auch eher durchwachsen aus. „Der Rückgang der Zahlen hat sich übers Jahr hinweg angedeutet”, sagt Sebastian Lindt als Geschäftsführer der Rursee-Touristik in Simmerath und nennt das schlechte Sommerwetter „mit kurzfristigen Stornierungen” sowie die Schließung eines Großhotels (Lindt: „Das kostet uns 10.000 Übernachtungen pro Jahr”) als zentrale Gründe für die Entwicklung.

Gleichwohl betont er: „Die Übernachtungszahlen haben sich in den vergangenen Jahren bei rund 180.000 eingependelt. Wenn wir dieses Jahr besseres Wetter haben, kommen wieder mehr Menschen. Wir sind eine Outdoor-Region.” Dabei setzt er vor allem auf den Nationalpark als Motor und Marke in Konkurrenz zu den vielen anderen Mittelgebirgsregionen in Deutschland. Und er betont: „Nicht nur Städtereisen sind angesagt. Auch das Wandern liegt im Trend.”

Zufrieden mit den Zahlen ist Margareta Ritter. „Natürlich würde ich mir überall positive Entwicklungen wünschen.” Doch steigende Zahlen bei den Ankünften, wie sie die Geschäftsführerin der Monschau-Touristik für das Jahr 2011 verbuchen kann, sind ihr wichtiger als ein Plus bei den Übernachtungen. „Die Gast, der ankommt, gibt mehr Geld aus”, freut sie sich über ein besseres Geschäft etwa für die Monschauer Gastronomie.
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