Immerhin: Auch Eistage im Januar 2016

Von: kjl
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Mitte Januar zeigte sich der Winter nur für einige Tage von seiner schönen und kalten Seite. Diesem mannshohe Schneemann in Lammersdorf war somit auch kein langes Leben vergönnt. Foto: Karl-Heinz Hoffmann

Nordeifel. Mit echtem Winter wenig zu tun hatte der Januar 2016, wie der Wetterrückblick zeigt. Überwiegend grün statt weiß präsentierte sich der zweite Wintermonat Januar. Einem sehr kalten Norden stand dabei ein mildes Rheinland gegenüber.

Die monatliche Durchschnittstemperatur konnte von den fünf kalten Tagen Mitte des Monats nicht heruntergezogen werden. Die Abweichung vom Mittelwert 1981-2010 betrug in Roetgen und Simmerath +2,4 Grad, in Schmidt +2,3 Grad, in Aachen 1,3 Grad und im Hohen Venn +0,9 Grad.

Zwischen dem 16. und 22. Januar gab es in allen Höhenlagen die ersten knackigen Fröste des Winters. Am 15. bis 18. stiegen die Temperaturen in Simmerath sogar ganztägig nicht über null Grad (drei Eistage).

Deutlich erhöhte Niederschläge

Zwischen Mützenich und Windpark Wahlerscheid waren es sogar Eistage. Normalerweise erreichen die Orte rund um Aachen im Januar 16 Frosttage, in diesem Jahr gerade mal acht Tage. Hier einige sehr niedrige Tiefstwerte des Monats (Bodenminimum in Klammern): Kalterherberg Küchelscheid und Elsenborn -16,5 Grad (-20,0 Grad); Kalterherberg -14,8 Grad, Roetgen -11,7 Grad (-12,8 Grad); Schöneseiffen und Mützenich -10,8 Grad; Schmidt -10,5 Grad (-15,7 Grad); Stolberg -7,4 Grad und Aachen -7,2 Grad.

Die Niederschläge im Januar zeigten deutlich erhöhte Summen. Häufige Sturmtiefs statt anhaltendem Hochdruck waren die Ursache. Die Summen an der Westseite (Stauseite) der Eifel waren mit Abstand die höchsten. Mont Rigi im Venn erreichte 201 l/qm (140 Prozent) und Kalterherberg 171 l (127 Prozent). Deutlich niedriger waren die Summen in anderen Orten: Rurberg 77 l, Windpark Wahlerscheid 87 l, Roetgen 89 l, Mützenich 92 l und Simmerath-Strauch 107 l/qm. Im Raum Aachen-Orsbach wurden nur 67 l erzielt, in Stolberg dagegen 112 l.

Mager blieben die Schneesummen für alle Liebhaber des Wintersports und für die Kinder. Auch hier einige Höhenangaben: 1 cm in Aachen, 5 cm in Schmidt, 6 cm in Roetgen, Strauch: 14 cm, Kalterherberg. 20 cm und Mützenich: 20-25 cm. Am 16. Januar liefen erstmals die Skilifte in diesem Winter, allerdings nicht im Wintersportzentrum Rohren.

Extreme Milde

Nur 11 Tage blieb die Schneedecke im Monschauer Höhengebiet erhalten. Nach der kurzen Kälteperiode folgten zum Monatsende wieder extrem milde Temperaturen. Am 25. Januar schaffte der Eifelföhn bei Südwind neue Rekorde für das letzte Januardrittel, zum Teil sogar neue Januarrekorde. In Geilenkirchen bei Aachen gab es sogar einen neuen NRW Rekord für Januar mit 18,3 Grad.

Hier einige Werte aus dem Kreis Aachen, die auch in den März passen könnten: 18,0 Grad in Alsdorf-Warden, 17,9 Grad in Stolberg, 15,0 Grad in Aachen-Orsbach und 13,8 Grad in Roetgen. Die Sonne schien im Kreis Aachen im Januar nur durchschnittlich lang. Die maximale Abweichung vom Mittelwert betrug +10 Prozent.

Hier einige Sonnenscheinsummen: Schöneseiffen: 49 Stunden, Schmidt: 60 Stunden und im Raum Aachen: 70 Stunden. Ab Aschermittwoch zeigen die Prognosekarten wieder für mehrere Tage einen schwachen Wintereinbruch. Dennoch wird Winter 2015/16 einer der wärmsten seit Beginn der Messungen werden.

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