Imkerverein Monschauer Land: Honig ist nicht das Wichtigste

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Bienen werden im Allgemeinen als Honigproduzenten wahrgenommen, ihr Beitrag zur Blütenbestäubung wird weniger beachtet. Foto: A. Gabbert

Nordeifel. Es sind die unterschiedlichsten Beweggründe, die einen Menschen zu den Bienen führen. Ein Gegengewicht zum täglichen Stress wird gesucht, oder man möchte in die Geheimnisse der Natur eintauchen. Es bedeutet Genuss und Befriedigung, Honig selbst zu erzeugen.

War es früher eher der Zugewinn, ist es heute meist die Suche nach dem „Echten“ und „Naturbelassenen“ aus eigener Erzeugung. Der erste Honig bildet immer das entscheidende Schlüsselerlebnis, das den Einsteiger fasziniert. Mit der Zeit lernt man die Arbeit an der frischen Luft schätzen, schaut die Natur mit ganz anderen Augen an und lernt zuvor ungeahnte Zusammenhänge kennen.

Bienen werden im Allgemeinen als Honigproduzenten wahrgenommen, ihr Beitrag zur Blütenbestäubung wird weniger beachtet. Aus Sicht von Imkern und Naturschützern ist der wesentliche Beitrag der nützlichen Insekten nicht vorrangig ihre Honigproduktion, sondern in der Bestäubung von vielen Natur- und Kulturpflanzen zu sehen. Die Bienen sorgen damit für die Ausbreitung dieser Pflanzen, die selbst oder deren Samen, Nahrung für die verschiedensten Tiere und Menschen sind.

Schlüsselposition in der Natur

Aber auch Bienen selbst sind Nahrung für viele Tiere (Insekten, Spinnen, Vögel, kleine Säugetiere). Honigbienen besitzen daher eine Schlüsselposition in unserer Natur und Umwelt. Aufgrund dieser Umweltdienste ist der Erhalt der heimischen Imkerei so wichtig. Honig kann importiert werden – Bestäubungsleistung nicht!

Die Beschäftigung mit Honigbienen ist interessant, vielseitig, naturnah, ökologisch und ökonomisch sinnvoll. Menschen die Bienen in ihren Gärten, in Feld und Flur halten, sorgen dafür, dass die Umwelt intakt bleibt. Die Imkerei ist eine schöne und sinnvolle Freizeitbeschäftigung, die in und mit der Natur stattfindet.

Der Imkerverein Monschauer Land bietet in diesem Jahr einen Anfängerkurs an und führt die Teilnehmer gerne in die Geheimnisse und Faszination des Imkerns ein. Ein Schnuppertag am 3. Februar soll Interessenten einen ersten Einblick in die Imkerei geben und Lust auf mehr machen. Zum kostenlosen Schnuppertag treffen sich Interessenten und Imker um 19 Uhr in der Gaststätte Küpper in Monschau-Widdau.

Praktische Anleitungen

Der Anfängerkurs beginnt mit einem Theorietag am 21. März und bietet den idealen Einstieg, sich Schritt für Schritt mit dem Imkern und den Bienen vertraut zu machen. Die praktischen Anleitungen erfolgen an vier über das Jahr verteilten Terminen. Die Kursgebühr beträgt für den gesamten Kurs 100 Euro. Die Teilnehmerzahl ist auf zwölf Teilnehmer begrenzt (mindestens fünf Teilnehmer). Der Imkerverein wendet sich mit diesem Kurs an „Bienenliebhaber“ ohne oder mit geringen Vorkenntnissen.

Wer sichTelefonanmelden möchte, kann sich an Bernd Steffens, Lauscheit 13, Mützenich, Telefon 02472/1637, E-Mail: steffensbernd@hotmail.com oder an Detlef Helmig, Froitscheidter Straße 17a, Schmidt, Telefon 02474/998529, Fax: 02474/998530, E-Mail: vennmann@yahoo.de, wenden.

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