Imgenbroicher Schützen wollen schnellstens raus aus der Krise

Von: M.S.
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Schmerzliche Personallücke: Trotz intensiver Bemühungen vermochten die Imgenbroicher Hubertusschützen ihre Vorstandsreihen in einer Ergänzungswahl nicht komplett zu schließen. Ralf Schmitz, zweiter Brudermeister (vierter von links), wird den traditionsreichen Verein deshalb bis auf weiteres kommissarisch führen. Die Positionen Schießmeister und Geschäftsführerin wurden dagegen mit Karl Franzen und Andrea Franzen (Dritter und Vierte von rechts) besetzt. Foto: Manfred Schmitz

Imgenbroich. Ohne Vorsitzenden müssen die Imgenbroicher St. Hubertus-Schützen ins neue Jahr gehen. Im Laufe der im Bürger-Casino einberufenen Jahreshauptversammlung traten Brudermeister Gerd Ruf, Geschäftsführerin Bianca Ruf und Schießmeister Tobias Ruf Freitagabend geschlossen zurück.

Gerd Ruf ist seit zehn Jahren Mitglied der Ömscher Bruderschaft; vier Jahre führte er deren Geschäfte, drei Jahre stand er an ihrer Spitze. „Es gab viele Gründe, meinen Posten aufzugeben”, erklärte der scheidende Vorstandsvorsitzende spürbar enttäuscht, „wir bräuchten zu lange, um sie alle aufzuzählen.” Als wesentliche Gründe nannte er: „Zu wenig Zeit, zu viel Frust.” Er habe aus triftigem Grund das umfangreiche Pensum seiner ehrenamtlicher Vereinsarbeit ein wenig verringern wollen; dies sei kritisiert statt akzeptiert worden.

Nicht den Kopf hängen lassen

Ein Nachfolger von Gerd Ruf soll nun in persönlichen Gesprächen mit geeigneten Kandidaten so rasch wie möglich gefunden werden. Bis dahin wird sein bisheriger Vertreter Ralf Schmitz die Vereinsgeschicke leiten. Er wurde vor einem Jahr zum Vizebrudermeister gewählt und machte nun deutlich, „dass ich mich um die höchste Funktion nicht bewerben werde”.

Nach eingehender, kontrovers geführter Diskussion fand sich Andrea Franzen im Ergänzungswahlgang bereit, die Aufgaben der Geschäftsführerin von Bianca Ruf zu übernehmen. Karl Franzen zeigte seinerseits Korpsgeist und bekleidet von nun an statt Tobias Ruf die Schießmeister-Position.

Wesentlichen Anteil am schließlich glücklichen Zustandekommen dieses Kompromisses hatte Bernd Neuss, ehemaliger Brudermeister und schon seit vier Jahrzehnten ein Aktivposten in der Bruderschaft: „Wir haben schon viele Höhen und Tiefen im Laufe unserer fast 50-jährigen Vereinsgeschichte erlebt. Nun dürfen wir auch in dieser Krise nicht den Kopf hängen lassen, sondern müssen den Fortbestand unserer Bruderschaft sichern, bis ein kompetenter Nachfolger für Gerd Ruf gefunden sein wird.”
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