Imgenbroicher Lumpensitzung: Programm mit viel Lokalkolorit

Von: ale
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Auch „Special Edition“, die erfahrenste Gruppe der Tanzschule Dash, überzeugte mit ihrem rhythmischen Auftritt; Moderator Herbert Huppertz dankte für die elektrisierende Tanzshow, es gab Küsschen und Orden. Foto: A. Lauscher

Imgenbroich. Für die Lumpensitzung macht sich seit Jahren eine Handvoll „Ömscher Jonge“ stark; ein tolles Programm mit reichlich Lokalkolorit lockt die Jecken ins Festzelt. So war es auch am Samstagabend. Zunächst mussten die Organisatoren und das närrische Publikum einen kleinen Schock verkraften: Die Heizung war ausgefallen.

 Man holte die Jacken wieder herbei, die man anfangs ausgezogen hatte, und es wurde äußerst aktiv geschunkelt und gehüpft, wenn die Musik dazu Anlass gab. Doch im Laufe der ersten Programmpunkte kam die erlösende Nachricht: Aus Eicherscheid eilte Hilfe herbei in Form einer Ersatzheizung, die schleunigst warme Luft ins Zelt pustete.

Die Bühnenbretter hatten einiges auszuhalten, da wurde getanzt, dass der Boden vibrierte. Zunächst waren es die Tura-Mädchen, die als Piraten einen wilden Tanz nach fantasievoller Choreographie darboten; energisch forderten die Zuschauer eine Zugabe, und die jungen Damen, die von Manuela Barth und Claudia Koll trainiert werden, legten noch einmal los.

„Et Hüüldöppe“, ein Büttenredner aus Belgien, wusste schelmisch die Eigenarten der „Nachbarvölker“ aufs Korn zu nehmen, besonders die Holländer reizten ihn zu mancher Anekdote, da gab es Lachsalven und starken Applaus.

„Crazy Stuff“ nennt sich die Gruppe der Dash-Tanzschule aus Imgenbroich, die nun mit jugendlichem Charme und geballter Energie zu „Gangnam Style“ eine Nummer aufs Parkett legte, die man erlebt haben muss. Gekonnt wirbelten, zuckten, stampften die jungen Damen über die Bühne, leicht verrückt, sexy, cool – kein Wunder, dass sie das Publikum zu Begeisterungsstürmen hinrissen. Auch „Special Edition“, die erfahrenste Truppe von Dash, überzeugte mit ihrem rhythmischen Auftritt; Moderator Herbert Huppertz dankte für die elektrisierende Tanzshow, es gab Küsschen und Orden.

Der Kiescheflitscher-Christoph aus Rurberg als Eifelbauer verschaffte sich Gehör mit originellen Geschichten aus seinem Heimatort. Was man mit Touristen erleben kann, das gab er auf Platt mit Deftigkeit und einer gehörigen Portion Bauernschläue zum Besten. Eine Rakete war ihm gewiss.

Als „Ömscher Supertalente“ entpuppten sich fünf Typen, die für eine witzige Überraschung sorgten: Ellen und Markus Legge, Margit Neuss, Dirk Peters, Trixie Reichardt und Klaus Dieter Knein. Sie imitierten die Wildecker Herzbuben, Andrea Borg, Udo Jürgens und einen total durchgedrehten Anton aus Tirol – die Fans tobten. Herrlich anzusehen war auch die Nana Mouskouri mit ihren weißen Rosen.

Freudig waren die „Heiligen von Reichenstein“ erwartet worden. Wenn man die beiden so hört (Heiner Schepp und Jan Peter Fassbender), wie sie die Dorfbewohner durch den Kakao ziehen, könnte man auf die Idee kommen, dass sie im Himmel fehl am Platze sind. Sie dankten dem lieben Gott mit inbrünstigem Gesang für den entstehenden Baumarkt Linde und dafür, dass Wasser im neuen Schwimmbad ist – wenn auch kein Platz mehr ist für Handtuchfächer und die Heizung nicht immer funktioniert.

Bejubelt wurde ihre Hitparade, beispielsweise die „Hermine“ oder die “Prümmerfrauen“. Da kamen auch die Go-Go-Nonnen zum Einsatz.

Auch die neue Zumba-Manie wurde beleuchtet, eine Kostprobe gab’s gleich auf der Bühne, wo die unheiligen Mönche atemlos tanzten. „Morje semmer tolerant“ hieß ein Lied voller Anspielungen auf Imgenbroicher Mitmenschen, und dann musste als Zugabe noch das Lied vom „Hööke Leij“ sein, das fast alle mitsingen konnten.

Beim abschließenden „Schwarzlichttanz“ glitzerten die schönsten Körperteile der Akteure aus dem Herrenballett; begeistert wurden die Männer gefeiert, der Applaus galt auch der Trainerin, Irene Huppertz, für ihre ausgefallene Idee und ihre Geduld.

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