Imgenbroicher Lumpenball: Vom Ömscher Leddche zu Hot Steppers

Von: ag
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Der Auftritt der Hot Steppers aus Imgenbroich riss das junge männliche Publikum von den Bänken. Foto: Andreas Gabbert

Imgenbroich. Hunderte Programmpunkte hatte Conferencier Heinz Huppertz dem Publikum des Lumpenballs am Samstag im vollbesetzten Imgenbroicher Festzelt versprochen. Am Ende waren es dann nicht ganz so viele, dafür war das Gebotene umso unterhaltsamer.

Nach dem Auftritt der Trommler und Pfeiffer aus Imgenbroich und Monschau geleitete Zeremonienmeister Bernd Neuß (Grünentalstraße) eine „Boygroup met Hätz” auf die Bühne. Dass die lautstark mitsingenden Ömscher Jecken „saugut drauf” waren, erkannten auch die vier „Bremsklötz” aus Düren. Mit bekannten Kölner Karnevalsliedern brachten sie das Publikum schnell zum Toben. Anschließend demonstrierten die „Diamond Girls” der Tura Monschau, was sie unter der Leitung von Claudia Kaulen und Manuela Barth gelernt hatten. Dafür wurden sie mit reichlich Applaus belohnt.

Zwischen den einzelnen Programmpunkten sorgte Heinz Huppertz für Unterhaltung. Die Lacher hatte er auf seiner Seite, als er neben einer blonden Frau auf Knien über die Bühne rutschte, um das Bild zu verdeutlichen, wenn Monschaus Bürgermeister und Beigeordnete gemeinsam unterwegs sind.

Der Auftritt von „De Efelbur” alias Christoph Nellessen aus Rurberg gehört auf der Imgenbroicher Lumpensitzung schon fast zur Tradition.

Auch diesmal hielt es die Leute vor Lachen kaum auf den Bänken, als er eindeutig zweideutige Einblicke in das Eheleben gab.

Aufgrund einer kurzfristigen Absage waren die Eifeltenöre Jörg Bäumler, Klaus Knein und Roland Weickelt mit einer akrobatischen Gesangsnummer eingesprungen. Auch hier hielt sich das Publikum mit Zugaberufen nicht zurück.

Der 15-jährige Büttenredner Stefan Rader nahm als „Ne Neureiche aus Rurberg” das Bankwesen aufs Korn. Anschließend heizten „Markus und Stefan” aus Hellenthal mit Stimmungsliedern ein, bevor die „Hot Steppers” aus Imgenbroich auf die Bühne kamen. Sie verzauberten vor allem einige junge Männer, die den Auftritt auf den Bänken stehend begeistert feierten.

„Heilige von Reichenstein”

In ihrer Litanei nahmen die „Heiligen von Reichenstein” das Imgenbroicher Dorfleben aufs Korn. Dabei kamen der „Turmbau zu Imgenbroich” und der „Frauenstammtisch beim Prümmer” ebenso zur Sprache wie der „DDR-Erlebnispark am Lidl”. Anschließend gaben Heiner Schepp und Jan Peter Fassbender gemeinsam mit Andrea Krämer an der Quätsch eine Ballade über eine der letzten Kneipen im Ort und ihren Wirt „Hennes” zum Besten. Auch das „Ömscher Leddche”, gewissermaßen die Nationalhymne der Imgenbroicher, war nach langer Zeit noch einmal zu hören.

Der Höhepunkt war der Auftritt des Imgenbroicher Männerballetts zum Abschluss des Programms. Die Herren traten aber nicht in Tüll und Rüschen, sondern stilecht als Zombietruppe auftrat, um sich dann in lauter Heinoklone zu verwandeln.
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