Imgenbroicher Grundschule wird zum Beratungszentrum

Von: P. St.
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Noch herrscht Leben auf dem Schulhof der Grundschule Imgenbroich, aber ab 2017 endet hier der Schulbetrieb. Zur Folgenutzung des Gebäudes soll ein neues Gesamtkonzept erarbeitet werden. Foto: P. Stollenwerk

Imgenbroich. Große Veränderungen stehen in der Grundschule Imgenbroich an, denn den Schulstandort Imgenbroich wird es bald nicht mehr geben. Zum Ende des Schuljahres 2016/2017 wird die Schule in Imgenbroich geschlossen. Die Stadt Monschau möchte das Gebäude aber auch künftig für soziale Zwecke erhalten.

Es ist baulich in einem sehr guten Zustand und liegt verkehrsgünstig in der Nähe des neuen Bushofs mit guter Anbindung an die örtliche Infrastruktur. Imgenbroich hat sich in den vergangenen Jahren zudem zu einem infrastrukturellen und wirtschaftlichen Zentrum der Stadt Monschau entwickelt. Weitere Zuzüge werden erwartet.

In der jüngsten Sitzung des Kinder- und Jugendhilfeausschusses der Städteregion berichtete die Verwaltung über die Kooperation mit der Stadt Monschau, mit der man an einem Gesamtkonzept für eine multifunktionale Nutzung nach dem Auszug der Schule arbeitet. Die Initiative dazu ging von der Stadt Monschau aus. Die Imgenbroicher Grundschüler werden ab 2017 in Konzen unterrichtet.

Geeignet für Angebotsbündelung

Die Städteregion sieht das Grundschulgebäude Imgenbroich mit seiner gut erreichbaren Lage und seinem bestehenden Raumangebot als „sehr gut geeignet, die sozialen Angebote, das Jugendcafé und die Kindertageseinrichtung gebündelt unter einem Dach zu vereinen“. Es entstünden Synergieeffekte durch bessere Vernetzung und gemeinsame Nutzung von Räumen. Die Stadt Monschau habe Bereitschaft signalisiert, notwendige bauliche Anpassungen und Renovierungen vorzunehmen.

Auch das benachbarte Kindergartengebäude in Trägerschaft der Städteregion könnte einer Folgenutzung durch die Städteregion zugeführt werden. Dort ist die Einrichtung von Wohnräumen/Apartments vorstellbar, die von älteren Jugendlichen und jungen Volljährigen „als Verselbständigungsmaßnahme mit begleitender ambulanter Betreuung“ durch einen freien Träger bewohnt werden könnten.

Kürzlich fand nun ein Ortstermin zur Besichtigung der bisherigen Kita-Räume statt. Im Ergebnis halten laut Jugendamt die Teilnehmer „einen Umbau der drei Gruppenräume mit Nebenräumen zu Wohnzwecken für ca. zehn Bewohner nach heutigem Kenntnisstand mit überschaubarem baulichen Aufwand grundsätzlich für machbar“. Geklärt werden müsse vorab aber die vertragliche Ausgestaltung. Nach Klärung der Einzelfragen wird die Verwaltung dem Kinder- und Jugendhilfeausschuss einen Entscheidungsvorschlag vorlegen.

Die sozialen Beratungsangebote der Städteregion für Kinder, Jugendliche und Familien in der Stadt Monschau sind derzeit im Rathaus Monschau untergebracht. Dessen Erreichbarkeit mit öffentlichen Verkehrsmitteln aber habe sich zuletzt verschlechtert, heißt es von Seiten der Städteregionsverwaltung. Im Grundschulgebäude Imgenbroich könnten ein Beratungsraum (Büro) und ein größerer, abteilbarer Raum für weitere Angebote (Gruppenbereich) eingerichtet werden.

Zudem stehe die Schulturnhalle zur Verfügung. In dem Büro könnte weiterhin die Sprechstunde des sozialpsychiatrischen Dienstes wie auch eine Sprechstunde der Erziehungsberatungsstelle Monschau eingerichtet werden. Im Gruppenraum könnten ein Angebot für Pflegekinder, eventuell ein Mütter-Kind-Café, regelmäßige Gruppenangebote für Kinder aus belasteten Familien wie auch Elternkreise, Elternabende, soziale Dienste sowie diverse Konferenzen und Fortbildungen angeboten werden.

Die Schulturnhalle könnte während der Öffnungszeiten durch die Kita, örtliche Vereine und gelegentlich zur Durchführung von Angeboten und Veranstaltungen aus dem Bereich der Jugendarbeit genutzt werden.

„Aus Sicht der Stadt Monschau war es wichtig, die Infrastruktur im Ort zu erhalten“, sagt Bürgermeisterin Margareta Ritter. Weil die Kapazität des Kindergartens an seine Grenze gestoßen sei, habe man das Grundschulgebäude als Mietobjekt angeboten. Beratungen im Grundschulgebäude könnten zudem anonymer erfolgen als bislang im Rathaus

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