Imgenbroich: Vollbesetzter Schulbus verliert Hinterrad

Von: Ernst Schneiders
Letzte Aktualisierung:
radab_bu
Das ist nochmal gut gegangen: Ein Schulbus hat an der Haltestelle Imgenbroich das linke Hinterrad verloren. Verletzt wurde niemand. Foto: Heiner Schepp

Imgenbroich. Wie viel Glück sie gehabt haben, wird den Schülern wohl nicht so klar sein, die am Donnerstag in dem Schulbus saßen, der von Dedenborn über Simmerath zur Burgau in Monschau unterwegs war und kurz nach sieben Uhr an der Haltestelle Imgenbroich-Nord stand. Als der Bus nämlich wieder anfuhr, machte sich nach etwa 50 Metern das linke Hinterrad selbstständig.

Als Monschaus Bürgermeisterin Margareta Ritter um 7.15 Uhr dort auf dem Weg ins Rathaus vorbeikam, war der erste Schreck gerade verflogen. Die Verwaltungschefin konnte ihren Weg denn auch beruhigt fortsetzen, weil, so Ritter, binnen zehn Minuten ein Ersatzbus der RVE vor Ort gewesen sei. Das junge Volk kam rechtzeitig in die Klassenzimmer - unverletzt.

Letzteres ist dem Umstand zu verdanken, dass sich das Hinterrad quasi beim Anfahren an der Haltestelle verabschiedete und nicht auf offener Strecke in voller Fahrt oder, noch schlimmer, in den Serpentinen von Imgenbroich hinunter nach Monschau. Dieses Szenario stellt man sich besser nicht vor.

Materialfehler vermutet

Das geht auch Christoph Lehner so, der als Subunternehmer für die RVE fährt. Wie sich dieser Malheur an einem seiner Busse ereignen konnte, weiß er noch nicht, sprach aber gegenüber unserer Zeitung von einem wahrscheinlichen Materialfehler.

Was passiert ist, habe man mittlerweile technisch nachvollzogen, so der Busunternehmer aus Gemünd. Nach seiner von Fachchinesisch befreiten Darstellung ist ein Radbolzen abgebrochen. Dadurch habe sich die Felge gelockert. Wegen dieser instabilen Situation sei ein zweiter Radbolzen gebrochen, so dass sich die Felge vollends gelöst habe. Kurzum: Plötzlich hatte der Bus ein Rad ab.

Lehner bezeichnete den Vorfall als „seltenes Ereignis”. Wie es dazu gekommen sei, sei noch zu klären, denn, so Christoph Lehner, der Bus sei in der ersten Novemberwoche auf Winterbetrieb umgerüstet worden, sei ab dann problemlos gelaufen und zwischendrin noch dem TÜV vorgeführt worden. Der Busunternehmer schließt sich dem allgemeinen Durchatmen an: „Zum Glück ist alles glimpflich verlaufen.”
Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert