Imgenbroich - Imgenbroich überzeugt mit strukturellen Vorteilen

Imgenbroich überzeugt mit strukturellen Vorteilen

Von: P. St.
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Die weitere Entwicklung ist vo
Die weitere Entwicklung ist vorgegeben: Gegenüber dem Himo soll das Gewerbegebiet Imgenbroich Nordwest erschlossen werden.

Imgenbroich. „Ich bin stolz darauf, in Imgenbroich zu leben”, bekannte sich Ortsvorsteher Bernd Neuß zu 100 Prozent zu seinem Heimatort, und auch sonst verstand er es, den wichtigsten Gewerbestandort in der Stadt Monschau bei der Mitgliederversammlung des CDU-Ortsverbandes in bestes Licht zu rücken.

Im kleinen Kreis der Christdemokraten wurde lebhaft diskutiert, zumal der Ortsvorsteher offensiv die aktuellen Themen vorbrachte.

Beim zurückliegenden Wettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft” konnte Imgenbroich zwar nicht punkten und landete in der Städteregions-Runde auf dem vorletzten Platz, aber das Antrittsgeld für die bloße Teilnahme von 500 Euro, das dem Ortskartell zur Verfügung gestellt wurde, machte für Bernd Neuß den Einsatz wett: „Das war ein guter Stundenlohn.”

Als wesentlich für das Erscheinungsbild Imgenbroichs sah Bernd Neuß allerdings die strukturellen Vorteile des Ortes als attraktiver Gewerbe- und Wohnstandort. Wegen der anhaltenden Nachfrage sei geplant, am Bruchzaun/Victorswäldchen ein weiteres „kleines, aber feines Baugebiet” auszuweisen.

Kein neuer Discounter”

Zum Thema Gewerbegebietserweiterung meinte der Ortsvorsteher, dass man den Wünschen der Nachbarkommune nach einer angemessenen Entwicklung entgegengekommen sei, wobei er feststellte: „Wir wollen keinen neuen Discounter.” Im neuen Gewerbegebiet Nordwest sähe man am liebsten neue Handwerksbetriebe. Bernd Neuß zeigte sich zufrieden mit Verlauf des Umlegungsverfahrens und dem Dialog mit den betroffenen Bürgern. Seinerzeit bei der Ausweisung des Gewerbegebietes Nordwest I (Lidl) gemachte Fehler dürften sich nicht wiederholen.

„Daraus haben wir gelernt.” In Zusammenhang mit der nun geplanten Erweiterung in Richtung Konzen bezeichnete Neuß den vor dem Himo geplanten Bushof mit Anlegung eines Kreisverkehrs als „feine Sache”, zumal mit einer neuen Erschließung auch der Bereich Hengstbrüchelchen wesentlich entlastet werde. Nicht zuletzt verspreche er sich durch diese Veränderung auch eine Wiederbelebung der Gastronomie im Himo.

Ebenfalls im guten Dialog befinde man sich mit den Anliegern der Schmöttsgasse. Bekanntlich plant der Discounter Aldi eine Geschäftserweiterung (Backshop) sowie neue Parkplätze. Im Mai wird der Rat den geänderten Bebauungsplan verabschieden; anschließend kann gebaut werden.

Zufrieden zeigte sich Neuß mit der Entwicklung im Bereich „Linde”, wo auf 3000 Quadratmetern Fläche ein Baumarkt plus 90 Parkplätze entstehen soll. „Jeder Investor ist uns willkommen”, betonte Neuß.

Rückblickend auf die kontroverse Schwimmbaddiskussion im vergangenen Jahr stellten der Imgenbroicher Ortsvorsteher sowie der ebenfalls bei der Versammlung anwesende Monschauer CDU-Fraktionsvorsitzende noch einmal klar, dass es realistisch betrachtet nie eine Chance gegeben habe, für Monschau und Simmerath ein gemeinsames Schwimmbad zu bauen.

Die Zuschussgewährung in Monschau sei an eine energetische Sanierung des vorhandenen Baukörpers an gleicher Stelle gekoppelt worden und Simmerath habe in der vertraglichen Verpflichtung gestanden, für sein Schwimmbad die Energie aus dem benachbarten Biomasseheizkraftwerk zu beziehen.

Zuvor hatte Micha Kreitz den Blick auf den bevorstehenden „kurzen, knackigen Wahlkampf” gelenkt. Wesentliche Themen des Landtagswahlkampfes, der nach den Osterferien gestartet werde, sei die Forderung nach einer angemessenen finanziellen Ausstattung des ländlichen Raumes sowie die fortschreitende Verschuldung des Landes. Eine effektive Hilfe für die ländlichen Kommunen habe bei der rot-grünen Landesregierung „keine Akzeptanz” gefunden. Kreitz: „Die Verteilung der Gelder stimmt einfach nicht.”

Mit Blick auf Imgenbroich stellte er die hohe Bedeutung des Wirtschaftsstandortes heraus, der allein 1000 Arbeitsplätze biete.

In diesem Zusammenhang bekräftige Micha Kreitz die Forderung nach einer verbesserten Verkehrsanbindung. „Da muss etwas passieren; das Oberzentrum Aachen muss besser erreichbar sein.” Verbesserungsbedarf sieht er vor allem auf der Monschauer Straße, einen guten Anfang aber schon auf der kleinen Himmelsleiter, wo mit dem teilweisen Abbau der Mäusetunnel begonnen worden sei.

Erste konkrete Schritte zur Anlegung einer Einfädelspur aus Richtung Lammersdorf erwarte man noch in diesem Jahr.
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