Imgenbroich: Brauchtum soll weiter gepflegt werden

Von: red
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Mit Tatkraft und vielen Ideen möchte der neue Vorstand der Ömscher Jonge un Mädcher 1992 e.V. zunächst den Karneval im Ort, aber auch anderes Brauchtum in Imgenbroich in die Hand nehmen.

Imgenbroich. Der Neuanfang ist gemacht: Der Verein Ömscher Jonge hat im Rahmen seiner Mitgliederversammlung einen neuen Vorstand gewählt und den Vereinsnamen um die weibliche Komponente ergänzt: „Ömscher Jonge un Mädcher 1992 e.V.“ lautet nach Inkrafttreten der Satzung nun offiziell der Name des Vereins, der sich vor allem der Pflege des Brauchtums im Dorf Imgenbroich verschrieben hat.

Wie aus dem Zusatz im Vereinsnamen hervorgeht, gründeten sich die Ömscher Jonge im Jahr 1992 vor allem deshalb, „um unsere damals sehr erfolgreichen Veranstaltungen auf solide Füße eines tragenden Vereins zu setzen“, blendete Heiner Schepp, Mitgründer und langjähriger Geschäftsführer zu Beginn der Mitgliederversammlung zurück.

Man habe damals viele gute Veranstaltungen wie Silvesterfeten, das herrliche Ömscher Eselrennen (gemeinsam mit dem FC 21) oder auch eine grandiose Oldie-Nacht (mit Harpo, Middle Of The Road, Chris Andrews und Shocking Blue) im Ort organisiert und schließlich auch den eingeschlafenen Karneval in Imgenbroich zu neuem Leben erweckt, erinnerte Schepp.

Über ein Jahrzehnt lang war die Ömscher Altweibersause das Nonplusultra der Karnevalsveranstaltungen am Weiberdonnerstag, ehe der Vorstand des Vereins sein „Lieblingskind“ in andere Hände gab: „Fast 3000 Gäste, immer strengere Sicherheitsauflagen und Jugendschutzbestimmungen überforderten uns als Verein, das konnten und wollten wir nicht mehr verantworten“, begründet man heute den Rückzug aus dem lukrativen, aber risikoreichen Geschäft, das in den Folgejahren Veranstalter in anderen Orten übernahmen.

In den Folgejahren war es dann hauptsächlich Klaus Knein, der den Ömscher Fastelovend in etwas abgespeckter Form bis heute am Leben hielt. Ende 2013 erhielt Knein dann Unterstützung bei der Organisation des Karnevals 2014 von zwei Männern, die nun mit ihm zusammen den neuen geschäftsführenden Vorstand der Ömscher Jonge un Mädcher bilden: Jan Faßbender und Marcus Borger.

Bei den Vorbereitungen auf das jecke Treiben in Imgenbroich musste das Trio zwar einige Rückschläge (unter anderem sagte 14 Tage vor Karneval der geplante Veranstalter samt Zeltverleih ab) wegstecken, brachte aber die viertägigen Feierlichkeiten mit Bravour über die Bühne – „vor allem Dank fleißiger Helfer“, meinte Marcus Borger, während Charly Faßbender, der mit seiner Frau Christa kurzfristig die Finanzverwaltung des Events übernahm, angesichts eines zweistelligen (!) Gesamtgewinns bilanzierte: „Wir sind mit einem blauen Auge davon gekommen.“

Einige Sponsoren, vor allem aber eine tolle Lumpensitzung mit 300 Eintritten und sehr reichlichem Getränkeverzehr hatten den schwachen Donnerstag herausgerissen.

Hier möchte der neue Vorstand (s. Box) nun ansetzen und hat bereits mit den Planungen für Karneval 2015 begonnen, wo es einige Änderungen geben wird. Wer dabei mitmachen möchte – in welcher Form auch immer – sollte dem Verein beitreten; dies taten übrigens alleine am Ömscher Tulpensonntag spontan über 50 „Mädcher un Jonge“ – übrigens längst nicht nur Ömscher...

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