Im Roetgen macht die Alemannia das halbe Dutzend voll

Von: maxs
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Fußballfest in Roetgen: Wieder einmal hatte der FC 13 nun die traditionsreiche Alemannia aus Aachen zu Gast. Bei angenehmer Abendsonne betraten die beiden Mannschaften und das Schiedsrichtergespann den schönen Roetgener Kunstrasen. Foto: Max Stollenwerk

Roetgen. Während bei der zurzeit stattfindenden Europameisterschaft in Frankreich aufgrund des langgezogenen Turniermodus‘ und zumindest auch in den ersten Achtelfinalspielen oftmals die Torarmut grassiert, wurde diese Befürchtung am Freitagabend am Roetgener Sportplatz nicht zur Realität.

Den spielfreien Tag bei der EM nutzte man beim Aufsteiger in die Bezirksliga, dem FC 1913 Roetgen, zum Saisonauftakt gegen die Alemannia aus Aachen. Sein Gastspiel in der Eifel beendete der Fußball-Regionalligist mit einem, auch in der Höhe nicht überraschenden 6:0-Sieg.

Zum dritten Mal in Roetgen

Bereits zum dritten Mal ist es dem FC damit gelungen, eine Mannschaft der Alemannia nach Roetgen zu locken, wie der Vorsitzende Friedrich Keßel erfreut feststellt. Während es 2013 zum 100. Geburtstag des Vereins ein Spiel gegen eine Traditionsmannschaft mit ehemaligen Bundesliga-Profis der Aachener gab, konnte man diesmal den aktuellen Profikader der Alemannia, wie auch schon im letzten Jahr, zum Saisonauftakt in der Nordeifel begrüßen.

Für Keßel ist das Ergebnis nicht von „oberster Priorität“. Viel wichtiger sei ihm, dass es für alle Beteiligten ein gelungener Abend werde, sich kein Spieler verletze und seine Roetgener nach Möglichkeit auch wenigstens ein Tor erzielen. Auch wenn dieser Wunsch am Ende nicht in Erfüllung ging, dürfte es ein rundum gelungenes Event für den FC 13 gewesen sein.

Während sich die rund 400 Zuschauer bei schöner Abendsonne ein Bier sowie eine frisch gegrillte Bratwurst nicht entgehen ließen, ließ Alemannia-Trainer Fuat Kilic vor dem Spiel verlauten, dass das Spiel in Roetgen, als erstes von sieben geplanten Vorbereitungsspielen, für ihn „eine Selbstverständlichkeit“ darstelle. In der Eifel gebe es nach wie vor viele Anhänger der Schwarz-Gelben und zudem gebe es in der Jugend ebenfalls eine Kooperation zwischen den beiden Vereinen.

Nach dem Trainingsauftakt am vergangenen Montag sei es für ihn ebenfalls wichtig, „dass sich keiner verletzt, die Mannschaft ein attraktives Spiel zeigt und den Fans etwas bietet.“ Nach Möglichkeit sollten dabei auch einige Tore seiner Mannschaft zu bestaunen sein.

Dies war im anschließenden Spiel vor etwas enttäuschender Zuschauerkulisse dann auch der Fall. Nach einer Großchance der Hausherren in der 3. Minute, die am Pfosten landete und ein Raunen unter den Zuschauern auslöste, übernahm der Gast aus der Kaiserstadt zunehmend das Spielgeschehen, so dass es nach 25 Minuten bereits 0:4 hieß. Im weiteren Verlauf ließen die Alemannen es dann etwas ruhiger angehen, wechselten kräftig durch und erzielten noch zwei weitere Treffer zum Endstand. Sicherlich erfreulich aus Aachener Sicht war, dass die sechs Treffer von fünf verschiedenen Akteuren erzielt wurden.

Angesprochen auf das Saisonziel sagte Kilic, dass dies sowohl nach dem Spiel, als auch zum aktuellen Zeitpunkt nicht definiert werden könne, „da der Trainingsbetrieb gerade erst begonnen hat und der Kader noch nicht komplett ist.“ Im jedem Fall garantierte er „vollen Einsatz jedes einzelnen Spielers“, so dass am Ende der Saison nach Möglichkeit ein besserer Tabellenplatz als im Vorjahr zu Buche stehe.

Philipp Dunkel, der Co-Trainer des FC Roetgen, der den etatmäßigen Trainer Daniel Formberg an diesem Abend an der Linie vertrat, zeigte sich nach dem Spiel ebenfalls zufrieden. Zwar sei der Zeitpunkt des Spiels für die Roetgener etwas schwierig, da sie sich aktuell inmitten der Sommerpause befänden, während die Alemannia bereits im Trainingsbetrieb sei.

Nachher besser gestanden

Insgesamt aber habe seine Mannschaft nach den vier Gegentoren in der Anfangsphase deutlich kompakter gestanden und hätte den Gästen dadurch nicht mehr so viele Möglichkeiten gelassen. Gerne hätte er natürlich gesehen, „dass der Pfostentreffer zu Beginn der Partie zum Torerfolg geführt hätte“, aber auch ohne den erhofften eigenen Treffer war Dunkel an diesem Abend nicht unzufrieden.

In der kommenden Spielzeit, in der sein Team sich eine Klasse höher in der Bezirksliga wiederfindet, sei das Ziel, sich zunächst in der neuen Umgebung zu orientieren und zu etablieren, um nach Möglichkeit so schnell wie möglich die nötigen Punkte für den Klassenerhalt zu ergattern und einen gesicherten Platz im Mittelfeld zu erreichen. Da der Kern der Mannschaft so zusammenbleibe, sieht er für dieses Ziel gute Chancen.

Nach dem Abpfiff konnte man in Roetgen in viele zufriedene Gesichter blicken, auch „wenn der Wunsch nach einem eigenen Tor“, wie ihn auch Roetgens Bürgermeister Jorma Klauss geäußert hatte, nicht in Erfüllung ging. In jedem Falle solle „diese Tradition der Testspiele gegen die Alemannia fortgesetzt werden“, so Roetgens erster Bürger.

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