Nordeifel - Im November: Fast 22 Grad in Mützenich

Im November: Fast 22 Grad in Mützenich

Von: kjl
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Bis weit in den November hinein war es herbstlich warm in der Eifel, so dass selbst noch die Balkonpflanzen gedeihen konnten. Foto: P. Stollenwerk

Nordeifel. Der extreme warme November war auch in der Eifel ein großes Gesprächsthema. In der Bilanz aller Wetterstationen in Deutschland war es der wärmste November seit 130 Jahren. Trotz eines kräftigen Temperatursturzes im letzten Drittel war der Monat so warm wie noch nie.

Im westlichen Rheinland war die Situation etwas anders. Der November 1994 lieferte im Nordeifelraum und im Aachener Land Mitteltemperaturen, die noch deutlich höher lagen (Aachen jetzt 9,3 Grad und 1994 10,2 Grad). Es war also der zweitwärmste November seit Messbeginn.

Betrachtet man die Statistik der Station Aachen vor 1945, so findet man nur zwei November mit einer Mitteltemperatur über 9 Grad (1881 mit 9,3 Grad und 1852 mit 9,6 Grad). In den Höhengebieten von Monschau bei 400-600 Meter Seehöhe war der November 2015 genau so warm wie 1994. Die Abweichungen vom Langzeitmittel (1981-2010) betrugen enorme 3,1 Grad bis 3,5 Grad. Zwischen dem 4. und 19. November gab es sieben bis zehn Frühlingstage über 10 Grad mit einer kurzen Unterbrechung.

Die maximalen Temperaturen stiegen in einer Inversionswetterlage zwischen dem 1. und 3. November auf den höchsten Bergkuppen auf teilweise neue Rekorde: Mützenich meldete 21,9 Grad, Simmerath 21,5 Grad, Schöneseiffen 20,7 Grad, Kalterherberg 20,2 Grad und Roetgen 19,7 Grad. Nach frühen ersten Schneefällen um den 14. Oktober gab es auch im letzten Novemberdrittel einen kleinen Wintereinbruch. Rund um Monschau lag eine dünne Schneedecke (5 Zentimeter am 24. in Höfen, Kalterherberg und Strauch). Auch die Sonnenscheindauer fiel etwas aus dem Rahmen, der Überschuss betrug 10-20 Prozent.

Im November fiel nur in den Hochlagen mehr Niederschlag als sonst üblich. Riesige Kontraste zeigen die typische West-Staulage (Kalterherberg 183 l/qm, Höfen 180 l) und die Lage im Eifelschatten bei Südwind (Aachen 82 l und Alsdorf 82 l/). Die Abweichung vom Langzeitmittel lag in den Höhengebieten bei 185 Prozent (Höfen). Ursache waren in den Hochlagen sicherlich die anhaltenden Starkniederschläge vom 29. und 30. des Monats mit bis zu 36 l pro qm (z. B. in Roetgen).

Nach wochenlanger Flaute gab es auch für die Windradfraktion mal wieder etwas zu lachen. Vom 13. bis 19. und zum Monatsende gab es häufig Windstärke 8-9 bis herunter in die Niederungen.

Die außergewöhnlich milde Wetterlage lässt auch jetzt nach dem 2. Advent noch frühlingshafte Temperaturen bis 16 Grad zu. Die Kühe stehen noch auf der Weide, und die Rosen blühen noch. Bis zum 20. Dezember zeigen die Prognosekarten keinen Winter, auch nicht in den Hochlagen der Eifel.

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