Höfen - Im Golddorf ist jetzt Endstation

Im Golddorf ist jetzt Endstation

Von: Andreas Gabbert
Letzte Aktualisierung:
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Vollsperrung: Wegen einer Baumaßnahme ist die B258 zwischen Höfen und Wahlerscheid gesperrt. Zurzeit müssen weite Umleitungen in Kauf genommen werden.

Höfen. „Jetzt gerade aus weiterfahren”, tönt die Stimme aus dem Navigationsgerät. Doch kurz hinter Höfen geht es auf der B258 in Richtung Wahlerscheid nicht mehr weiter. Direkt nach der Kreuzung mit Abzweigungen nach Höfen und Kalterherberg ist die Straße zurzeit wegen einer Baumaßnahme vollständig gesperrt.

Viele Ortsunkundige, auf dem Weg zur Autobahn A1 oder nach Luxemburg, stehen jetzt oftmals wie der Ochs vorm Berg an der Absperrung und wissen nicht mehr weiter - für die meisten Navis existiert die Baustelle nicht.

Mit Unverständnis reagieren auch einige Ortsansässige, die nun weite Umwege in Kauf nehmen müssen. Dem Laien fällt es schwer den Sinn der Maßnahme zu erkennen, befand sich das Teilstück der B258 im Vergleich zu manch anderer Straße im Stadtgebiet doch in relativ gutem Zustand. Außerdem werden Fragen laut, warum ausgerechnet dort eine Vollsperrung nötig sei.

Etwas Licht ins Dunkel bringen Bernd Aulmann und Mischa Miladinovic von Straßen.NRW. Für die Sanierung von Bundestraßen stehe grundsätzlich mehr Geld zur Verfügung, als für untergeordnete Straßen. Bundesstraßen würden in regelmäßigen Abständen erneuert. Zudem habe es in der Straße Risse gegeben, die beim genauen Hinsehen auch für den Laien erkennbar gewesen seien. „Wir sanieren keine Straßen aus Lust am Straßenbau”, erklärt Aulmann. Miladinovic ergänz, dass im Bereich des Mittelstreifens Nähte aufgeplatzt wären, was langfristig zu größeren Maßnahmen geführt hätte.

Halbseitig nicht möglich

„Die Vollsperrung ist natürlich ärgerlich”, weiß Miladinovic. Auf dieser Strecke sei im Wald nur eine Fahrbahnbreite von 6,30 Meter gegeben. Aufgrund von Unfallverhütungsvorschriften sei es daher nicht möglich, die Strecke halbseitig frei zu geben. Bei der Länge der Strecke (etwa fünf Kilometer) würde sonst die Belastung noch größer und die Maßnahme unverhältnismäßig lange dauern. Durch die Vollsperrung sei man bis auf Kleinigkeiten, wie Markierungsarbeiten, in etwa drei Wochen (Ende 24. KW/ Anfang 25.. KW) fertig, „wenn das Wetter mitspielt”.

Gespannt auf nächste Baustelle

„Dafür muss man Verständnis haben”, sagt auch Peter Theißen, Ortsvorsteher in Höfen. „Dann kann besser gearbeitet werden und es ist wenigstens schneller vorbei.” Die Angelegenheit sei ärgerlich aber unumgänglich. Gleichzeitig verstehe er aber auch den Frust der Leute, die diese Strecke sonst jeden Tag benutzen. Bis Brather Hof sei es möglich gewesen den Verkehr über eine Ampel zu regeln und eine Fahrspur freizulassen. Ab Brather Hof mache die Unfallverhütungsvorschrift aber eine Vollsperrung nötig. „Man kann den Verkehr ja auch schlecht durch den Rohrener Wald schicken”, so Theißen.

Gespannt ist der Höfener Ortsvorsteher aber auf eine andere Baumaßnahme. Die B258 soll auch zwischen der Talbrücke Perlenau und Dreistegen saniert werden. „Da muss der komplette Unterbau erneuert werden. Das wird Monate dauern.”
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