Im Gewerbegebiet wird wieder gearbeitet

Von: ag
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Nach fast ein Jahr lang im neuen Gewerbegebiet Nord-West in Imgenbroich alles still stand, ist am Montag wieder Bewegung in die Sache gekommen: Der Investor hat die Bauarbeiten wieder aufgenommen. Foto: A. Gabbert

Imgenbroich. Im neuen Gewerbegebiet Nord-West in Imgenbroich wird seit Montag wieder gearbeitet. Zum ersten Mal seit Juni 2014 war wieder ein Bagger auf dem Gelände aktiv, gleichzeitig wurden Vermessungsarbeiten vorgenommen. Entsteht dort nun doch eine Kaufland-Filiale?

Gegen die Pläne der Stadt Monschau, im neuen Gewerbegebiet eine Kaufland-Filiale zu errichten, hatte die Nachbarkommune Simmerath schon Ende Mai 2014 geklagt, weil sie eine Abwanderung von Kaufkraft und marktschädliche Auswirkungen befürchtet. Daraufhin hatte die Städteregion Aachen Anfang Juni 2014 einen Baustopp verhangen und die Baugenehmigung vorläufig außer Vollzug gesetzt.

Im Februar dieses Jahres hatte der Monschauer Stadtrat dann den Bauplan abgeändert und die Obergrenze der Verkaufsfläche von 3000 auf 27.000 Quadratmeter reduziert. Kurz darauf erhielt der Investor Mitte März 2015 eine vorgezogene Baugenehmigung der Städteregion, obwohl der neu aufgestellte Bebauungsplan noch keine Rechtskraft erlangt hatte. Dagegen klagte die Gemeinde Simmerath erneut und beantragte einstweiligen Rechtsschutz.

Über den Antrag und die Klage der Gemeinde Simmerath habe das Verwaltungsgericht noch nicht entschieden, es sei aber über die erneute Bautätigkeit im Gewerbegebiet unterrichtet, erklärte Detlef Funken, Sprecher der Städteregion, auf Anfrage. Der erneute Baubeginn sei von dem Investor rechtzeitig zum 7. April angezeigt worden. Daher gebe es zum jetzigen Zeitpunkt für die Städteregion keinen Grund in dieser Sache tätig zu werden.

Der Investor sei nun auf Grundlage der im März erteilten Baugenehmigung wieder tätig geworden, erklärte Monschaus Bürgermeisterin Margareta Ritter. „Was uns betroffen macht, ist, dass man Monschaus Entwicklung bremsen will und das an Quadratmeterzahlen festmacht“, sagte Ritter. Sie freue sich, dass nun wieder gebaut werde. „Das ist wichtig für das Gewerbegebiet, da der Investor auch die Erschließung des Gebietes realisiert. Das ermöglicht uns, weitere Flächen zu vermarkten, für die es bereits Interessenten gibt“, erklärte Ritter.

Über die Wiederaufnahme der Bauarbeiten wundert sich die Verwaltung der Gemeinde Simmerath nicht. Nach der Erteilung der Baugenehmigung sei damit zu rechnen gewesen, sagte der Beigeordnete Roger Nießen. „Wir hoffen nun auf eine baldige Entscheidung des Gerichtes, damit keine Tatsachen geschaffen werden“, sagte Nießen. Das Schlimmste wäre, wenn jetzt gebaut würde und sich später herausstellen würde, dass das nicht rechtens gewesen sei. Unter Umständen müsse dann alles wieder zurückgebaut werden. Deshalb sei eine schnelle Entscheidung in dieser Sache umso wichtiger, erklärte der Beigeordnete.

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