Im Gewerbegebiet „Nord-West“ in Imgenbroich tut sich was

Von: hes
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Während die heftig umstrittene Kaufland-Filiale in wenigen Wochen ihren ersten Geburtstag an der Straße „Im Beuel“ feiert, tut sich auch im vorderen Bereich des Gewerbegebietes „Nord-West“ in Imgenbroich seit wenigen Wochen etwas. Vis-a-vis des Vollsortimenters entsteht eine Tierbedarfsfachhandlung, daneben eine weitere Fast-Food-Filiale. Foto: Heiner Schepp
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Derzeit endet die K16n noch mitten im Feld. Ab 2017 jedoch soll die Entlastung für die Anwohner des „Hengstbrüchelchen“ geplant werden und oberhalb der Rochusmühle auf die jetzige Kreisstraße 16 treffen. Am Kreisverkehr Bushof stößt die neue Straße auf die Bundesstraße 258.

Imgenbroich. Es ist einiges „gebacken“ zurzeit im neuen Gewerbegebiet Imgenbroich „Nord-West“. Seit einigen Wochen herrscht im – politisch reichlich diskutierten – Gebiet an der Bundesstraße 258 zwischen Konzen und Imgenbroich rege Bautätigkeit, so dass absehbar ist, dass der im Dezember 2015 eröffnete Vollsortimenter Kaufland schon bald Gesellschaft bekommen wird.

Vor knapp einem Monat bildeten die Experten des Kampfmittelräumdienstes gleichsam die Vorhut für die weitere Bebauung der Flächen, die, direkt am Westwall liegend, im Krieg so einiges an Munition abbekommen haben dürften. Nach Abschluss der Sucharbeiten rückten die Bagger für den Bau einer Filiale des Tierbedarf- und Tierfutter-Fachgeschäfts „Das Futterhaus“ an.

Parallel dazu wurde auch mit den Erdarbeiten für eine Filiale der Schnellimbisskette „Burger King“ begonnen, die ebenfalls im Bereich links der Erschließungsstraße entstehen wird. Von der Bundesstraße aus ist all das aber kaum zu sehen, denn das gesamte abgeschobene und abgebaggerte Erdreich wurde im vorderen Bereich des Gebiets zu einem riesigen Erdhaufen angeschüttet.

Während das Tierfachgeschäft jüngst als Bauantrag dem Bau- und Planungsausschuss vorlag, erfuhr die Öffentlichkeit nur zufällig, dass auch die Ansiedlung von „Burger King“ bereits kurz bevorsteht, denn im Bauantrag von „Das Futterhaus“ war der Schnellimbiss schon namentlich auf dem Nachbargrundstück benannt.

„Da wir nicht Bauaufsichtsbehörde sind, kann es durchaus sein, dass der Antrag der Städteregion bereits vorliegt, uns jedoch noch nicht“, erläuterte Bürgermeisterin Margareta Ritter. Und so werden in wenigen Monaten zwei Hamburger-Ketten im Abstand von wenigen hundert Metern um die Kundschaft buhlen, die ein schnelles Essen sucht.

Während bei den Schnellrestaurants also Konkurrenz das Geschäft beleben soll, ist ein Fachgeschäft für Tierbedarf in der Stadt Monschau in dieser Art noch nicht vorhanden. „Das ist eine sinnvolle Ergänzung der Nahversorgung“, sagte Hilmar Weber (CDU) im Bauausschuss, und auch Gregor Mathar (SPD) sprach von einem „verbesserten Angebot für die Kunden“.

Fachgeschäfte für Tierbedarf und Tiernahrung gibt es bislang in den Nachbargemeinden Simmerath und Roetgen, außerdem halten die Vollsortimenter und Lebensmittelmärkte ein breites Angebot zumindest an Haustierfutter bereit.

Die Kette „Das Futterhaus“ ist in Deutschland seit Jahren stark auf Expansionskurs und hat sich selbst zum Ziel gesetzt, deutschlandweit bald „mindestens 500 Filialen“ zu betreiben.

Für die weiteren Flächen im Gewerbegebiet gibt es nach Aussage der Monschauer Bürgermeisterin „weitere Interessenten; allerdings sind hier nur Sortimente zulässig, die nicht zentrenrelevant sind“, unterstreicht Margareta Ritter.

Dazu gehören laut Definition des Einzelhandels beispielsweise Gartenbedarf, Baustoffe, Möbel oder Kfz-Zubehör, bedingt auch Fahrräder oder Teppiche. Bezüglich der alten Flächen sei in diesem Bereich bis zum Dänischen Bettenlager nunmehr „alles geregelt“, die Ordnung der Parzellen und Straßen und des Privateigentums sei hier abgeschlossen, so dass die Monschauer Stadtentwicklungsgesellschaft in die Vermarktung gehen könne.

Weit gediehen ist auch der Bau der Anlagen für die Oberflächenentwässerung. Ein Regenüberlaufbecken und ein Regenklärbecken würden zur Zeit egalisiert und werden je nach Vegetation spätestens im Frühjahr grün werden. Über einen Vorfluter entwässern sie das Gebiet in Richtung Laufenbach, der deshalb eigens auf seine hydraulische Belastbarkeit hin geprüft wurde. 1,3 Millionen Euro muss die Stadt dafür aufwenden, erhält jedoch eine Förderung in Höhe von rund 480.000 Euro.

Noch etwas ferner in der Zukunft liegt der weitere Ausbau der K16n, die am Kreisverkehr am Bushof beginnt, derzeit aber kurz hinter dem Kaufland endet. Hier geht es erst 2017 in die Planung, erläuterte Margareta Ritter. Gedacht ist die neue Kreisstraße als Entlastung für die Straße Hengstbrüchelchen, die als Anliegerstraße große Verkehrsströme nach Mützenich aufnehmen muss. Nach der für 2020 angepeilten Fertigstellung der K16n soll die Straße Hengstbrüchelchen zur Gemeindestraße herabgestuft werden.

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